Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 74-75 (14.9.1904)
- Date
- 1904-09-14
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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1569 Frankreich. Paris, 12. Sept. (Eine Unterredung mit dem neuen russischen Minister des Innern.) Der Petersburger Korrespondent des »Echo de Paris" veröffentlicht eine Unterredung mit dem neuen russischen Minister des Innern, Fürsten Swjatopolk Mirski, der als eine sehr sympathische Persönlichkeit geschildert wird. Der Fürst erklärte in Bezug auf die innere Politik, man dürft keine großen Aenderungen erwarten, er wolle das von dem Kaiser in seinem Manifest vom Februar 1903 vorgezeichneke Programm aufnehmen und sich in seiner Ausführung von einem ehrlichen und ausgedehnten Liberalismus leiten kaffen, insoweit jedoch nur, als dieser Lieberalismus die bestehende Ordnung nicht ändern dürfe. Die Versammlungen der Semstwos sollen möglichst viel Freiheit und Machtvollkommenheit erhalten, dos sei das beste Mittel, dem Streben nach Parlamentarismus entgegenzuarbeiten, welcher für Rußland nicht tauge. In Bezug auf dir Behandlung der Juden äußerte der Minister: »Ich bin kein Feind der Juden, wenn wir ihnen aber die absolute Freiheit geben würden, wie den Orthodoxen, so lönnten. sie rasch eine zu große Bedeutung erlangen. Vorläufig bin ich entschlossen, sie mit großem Wohlwollen zu behandeln und besonders das Loos der unteren elenden jüdischen Kreise zu verbessern. Mit Güte erreicht man glückliche Resultate." Sprechsaal. Nagyvarad (Großwardein), im Elul. In einer der letzten Nummern Ihres schätzbaren Blattes motivirte Herr Joseph Levy warum ivie zr\z nach seinem seligen.Vater 11 Monate und zwölf Tage tfip gebetet hat. daß der Ausspruch unserer Weisen in rnn 3" errca cwi vwo rutro rc wi7 *eo bedeutet nicht die gewöhnlichen Mondmonate, sondern ein volles Sonnenjahr: folglich kommen zu den 11 Monaten des vn-Gebets die 11 Tage des Sonnenjahres. Zu dieser Erklärung können wir um so mehr beillimmen, da diesr angeführte rw» von ni’i7 *30 bereits vom T3Xi so erklärt wurde, der v'' weern zur Stelle citirt den Tim wie folgt: 0.1^7 std*: -nyi razbn rar bv' mr? nenn rarr b»w ir. Uebrigens mit dieser Erklärung des Texin verstehen wir noch durchaus nicht das Vorgehen des n*7 ire zrart betreffs des Kadischgebets, denn im von Rabbiner Berisch Winter erwähnte "ttvn ws 71 sagt nicht, daß der e°311 Monate und 12 Tage »npgebetet hat. denn dorten'« pbrt n*o new» steht wörtlich: 3.131" 3*’ « •» 17 b’,i cito vzx bv pnp -.el^o p*oe »b ieid «rm z* anp txr d. h. er hat noch im 12. Monat 18 oder 20 Tage tmp gebetet. Mit los UH mann.. Chorostkow, 21. Elul. Im Sprechsaal Ihres gesch. Blattes, Nummer 67, sucht Herr Lewy London, die von mir, Sprcchsaal Nummer 61. angeführte Handlungsweise des berühmten dl irie 3H3 in Betreff des Kadisch-Gebetes mit der Anschauung in Verbindung zu bringen, daß die in der Mischna angegebenen 12 Monate nicht die gewöhnlichen Mondmonate bedeuten, sondern 12 Monate eines Sonnenjahres. Vor allem soll hier konstatirt werden, daß in meiner Abhandlung in betreffender Stelle sich ein Druckfehler eingeschlichen hatte. Es soll nicht 11 Monate und 12 Tage, sondern 12 Monate und 12 Tage stehen, wie es wörtlichen isrn W3 heißt: di e*an» dv a*» « *» ul Vt dth bv »np neide p'ev x^ cun 3^ emp demnach hat derceKadisch 11 Monate und ungefähr 18 Tage gesagt, und kann dies somit nicht im Geringsten im Zusammenhang mit jener Anschauung stehen. Was aber die Behauptung des. Herrn Lewy in Bezug auf die Auslegung der in der Mischna angegebenen 12 Monate, an und für sich angeht, scheint Herrn Lewy entgangen zu sein, daß dieser Standpunkt wohl schon unter den e'rpxi Vertreter hatte, daß aber die meisten, der entgegengesetzten Ansicht sind u. z.: cvz rz pvz vytr ''eie i*v (insn bvv) n»e '3113 3"' Ywb n bv *mpn 131 bv. ’zv d'enpe »ine azvzv m -v 'D-> diee 'n ->u ev xi vrm nenn nsvv ei» x» env ne»on n3t7 ^sen im nrjn wbcvo »mo '3Xi b'zv rnzbrt wb> .bv nm» t7iw 3*’ in*/ ,pi’:n sjxi. dm z’v 131 wc nn t'3 sp '-me mene nn bmzv *ne’on n:»o ini' pm»j }’xi 117 ’y. 'Ziipd m :*n '*dio.it r>,ei' r'33 nsr bzx ,ni i3r3i ,i'3x kv ei'3 n;» dee imp ieidi W37rind vv '3 iixe e're» ixe»3i ,pe»xi nxs vnp iexi nan» iravo ttrm 3'' pjied in ,i3it7xi mv qm rvo ivTvi mrw 3' iedn njw re« xdi ,emn z^ o:n'33 dwv ecroi xen mra xh pi ^jns :rdi nn b’zv [3'30 vnin fe’j N13 -iem T3« ncV 13 rnne '3 dm n"w ''eie *33 17 vi-n 3*'i nid'3N jhjS iiK3 v'3 vin« rivz x b 1 p-nn 3^ xdx eipe c*e>3 ii'3in xdi IN j,e'3 NI e33'V 17 'de xd evinn wd xm ni'veni p'e v'e' i'zv »i33d '«»in U".i e'Vinni nr drei d'37 /e'3 n.'i eze 'V id'd uw n'3' inxdi *3 *'7e *'tv 'o ii' 7ien mve pyn 'jnpio P ’P’m cv *331 ,m3i70 njvn ex r,x nnem d7 3'3 D^.10 nrvz 171160 IW» 117 T.XXO »3X1 V'V Bmn 3*» tcx ix i'3x id kv Bix. d'n I'd^n "e 3113312110 eine» 3'' B3,T33 OWI vci70 (31CX13 N'3' xdx pnend ^N3t l« .nwed iievn em-ne -^d'd diei xd iw e*»783to wenn Es erhält aus allem dem, daß unter den von der Mischna angegebenen 12 Monaten ^Mondmonate" zu verstehen sind. - * Der Wortlaut des Herrn Lewy nämlich: daß hieh die Rede ist von 12 Monaten eines »Sonnenjahres" ist ohnehin unhaltbar, denn im engeren Sinne des