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Der Israelit · 1904-11-24 · Heft 93 (24.11.1904) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 93 (24.11.1904)
Date
1904-11-24
Page
– (sequence 12)
Language
German
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2002 Gprechsaal. Kolomea, den 17. November. Sehr geehrter Herr Redakteur! In Nr. 90 Ihres geschätzten Blattes bringt Herr Rabbiner Dr. Münz in seinem interessanten Artikel „Zur Ehrenrettung des Maimonides" die mustergiltigsten Beweise der Grundlosigkeit der bereits in der „Zeitung des Judenthums" (Jahrgang 14, Nr. 19) publizieren, von „Carmoli Annalen" im Jahre 1829 stammenden Legende, vom Scheinübertritt des Maimonides zum Islam, im Jahre?Eb rs'ppnn Zur entschiedenen Widerlegung dieser hartnäckigen Anklagen V* «:*i möge auch Folgendes dienen: Der Geburtstag des Rambam s. A. ist py "r awi Kn im Jirma tjd nachgewiesen. MaimonideS schreibt s'Lpv votpa er habe die Verfassung des im Alter von 23 Jahren begonnen, riw mproyer flüchtete dann nach Egypten tibo cb> v'vbv p, so dürfte M. bereits zwischen den Jahren Z'vpmi u'BpvTi in Egypten ansässig gewesen sein. Achtungsvoll Rabb. Cand. Chaim H. T h u m i in. Telegramm. Bukarest, 24. Nov. Gelegentlich der Einweihung eines neuen Verwaltungsgebäudes sagte der Minister zu einem jüdischen Notablen: „Wir sind nicht gegen die Juden, welche das Vaterland lieben. Sagen Sie aber Ihren Glaubensgenossen, daß wenn sie die Verbesserung ihrer Lage wollen, sie ihre Blicke nicht über die Grenze richten sollen, denn dies kann ihnen mehr schaden, wie nützen." (Ausführlicher Bericht folgt.) vermischtes. Berlin. Am 26. Dezember d. I. sind fünfundzwanzig Jahre verflossen, seitdem der Synagogen-Verein Beth Zion besteht. Mit gerechter Genugthnung darf der Verein darauf Hinweisen, daß er in ernstem Streben, im Sinne des gesctzestrcuen Judenthums zu wirken, seiner schwierigen Aufgabe zu genügen allezeit bemüht gewesen, und daß er Dank des ovferwillrgcn Interesses seiner Mitglieder und Gönner manche Noth und manches Elend gelindert hat An obigem Tage findet in der Synagoge. Brunnenstraße 10, Festgottcsdicnst statt, bei welchem Herr Rabbiner Höxter die Festprcdigt hält. Berlin. Der Israelitische Fortbrlbungsverern .Mont.siore* konnte am 10. November die schöne Feier des 20. Stiftungsfestes begehen Die Entwickelung des Vereins ist eine immer noch sehr erfreuliche. Neuerdings hat er DiseussionS-Abende eingerichtet, zu denen die Mitglieder Referate übernehmen. Dieselben finden Sonntags Nachmittags im Vereinslokal Dirksenstraße 46 statt. Die Lehrvorträge werden Dienstag und Freitag Abend und Sonntag R. chmittag ^^Ouropreppach. (Berichtigung.) Wir erhalten folgende Zuschrift: In einer der letzten Nummern Ihrer gesch. Zeitung findet sich eine Notiz über die bei der lüngsten Prüfung ln die hiesige Praparandenanstatt neu aufge. nommenen Zöglinge. Diese Notiz, welche von unbekannter Seite mehreren Blättern zugegangen zu sein scheint, enthält unrichtige Mitthellungen. Es ist weder ein Ort Krakau, noch eure dort befindliche Lehranstalt bekannt, noch weniger kann von einer Ueberweisung dortiger Schüler die Rede sein. Nachdem einmal eine Mittheilung über die Aufnahmeprüfung von irgendwoher entgegen dem bisherigen Gebrauche (die große Zahl der Neuaufgenommenen beweist, daß die Schule einer solchen Reklame nicht bedarf) an die Zeitungen ergangen ist, sei dieselbe dahin richtig gestellt, daß bei Beginn des laufenden Schuljahres 13 Schüler ausgenommen wurden, von denen 11 aus Bayern und dem übrigen Deutschland stammen, während zwei in Krakau geboren. aber auf deutschen Schulen vorgebildet find. Franksurt a. M. (Alliance Jsraelite Universelle.) Infolge von Altersbeschwerden legte Herr Dr. F u l d dahier sein Amt als Mitglied des Centrol-Comitees nieder. Zum Zeichen des Dankes für seinesegensreiche Mitarbeit an den Werken der Alliance wurde er zum Ehrenmitglied des Comitees ernannt. Memel. 20. Nov. (Literaturverein). In vergangener Woche hielt in dem hiesigen .Verein für jüdische Geschichte und Literatur'Herr Rabbiner Dr. Beermann aus Insterburg einen Vortrag über daS Thema: „Die Herodierzeit im Spiegel moderner Dichtung.' Die bekannte Gelehrsamkeit und Beredsamkeit deS Vortragenden verschaffte demselben auch diesmal eine große Zuhörerschaft. Der Vortrag wurde sehr beifälltg ausgenommen. (B.) Paris, 20. Nov. Baronin Edmund von Rothschild spendete für das jüdische Hospital und Pfründnerhaus zu Mainz den Betrag von Mk. 300._ Briefkasten der Redaktion. A. F. in Nelv-Pork: Berechtigt zur Führung des Doktortitels sind nur diejenigen, die an einer deutschen Universität promovirt hab.n. Zahnärzte müssen auf ihren Schildern genau angeben, in welchem Lande sie approbirt sind. Einem in den Vereinigten Staaten approbirten Zahnarzt ist es gestattet, sich in Deutschland niederzulaffen, wenn er den hierfür geltenden gesetzlichen Vorschriften entspricht. B. in R.: Die maurischen Mönche in Spanien» zur Zeit da Mauren und Christen um die Herrschaft rangen, schimpften in derselben Weise gegen die Juden wie heute ungefähr Graf Pückler. Ob Sie die Ergüsse der heutigen Anttsemtten lesen oder diejenigen der damaligen Mönche, ist fast gleich. Man sicht der Haß und die Verblendung kehrt sich nicht an Zeiten und Länder. . Wir empfehlen Ihnen daS Werk von Dozi „Geschichte der-Mauren in Spanien.* Historiker in Berlin: Ob die Geschichte der Juden eene andere Wendung genommen, wen« Alexander länger gelebt hätte? Wer vermag es zu sagen? In der Zeit der unbestrittenen Weltherrschaft Roms pflegten die Griechen ihre römischen Herren damit zu ärgern, daß sie als die Urwche der römischen Größe das Fieber bezeichneten» an welchem Alexander von Makedonien, den 11. Juni 4SI. in Babylon verschied. Wenn der große König, wie es seine Absicht gewesen sein soll, als er star?. sich gegen Westen gewendet und mit seiner Flotte den Kaihagern das Meer, mit seinen Phalanxen den Römern die Erde streitig gemacht haben würde, wäre sicher Manches anders gekommen. Vgl. Momsen. .Rom. Geschichte* I. Band. Kapitel VH. m Schreinermeisttt B. in ft.: Auch in Hessen ist die Naturalisation eben sehr erschwert. Tin N.: Wir haben gelegentlich der Feier KeS SOOjähr. Geburtstages G ulenbergs eine wissenschaftliche Arbeit des Herrn Rabbiner Dr. B o n d i über jüdische Primärdrucke gebracht und verweisen Eie darauf.

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