Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 72-73 (8.9.1904)
- Date
- 1904-09-08
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
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1548 keine Frau mehr und wisse nicht, was mit ihnen anfangen. man laßt auch'sie noch zu. Die. Frau des Schreiners ist schon vorgemerkt, auch ihr Kind wird noch ausgenommen. Die Schule ist uöerfüllt! Es -st spät am Mittag, man schließt, sehr müde, endgültig das Bureau. Und immer noch ist der in Sonnenglut liegende Garten voll von Menschen. Ach. und des.Jammers, als man ihnen kund thut, daß die Aufnahme nun auf alle Fälle beendigt sei! Die Leute werfen sich den ihnen diese Mittheilung machenden Lehrerinnen zu Füßen, küssen ihnen den Saum des Kleides, die Hände, flehen alles Gute dom Allmächtigen auf sie herab und glauben sich durch dieses doch noch Einlaß zu erzwingen. Soll denn alle ihre Hoffnung vergebens sein, ihren armen Kleinen eine menschenwürdige Erziehung geben Zu lassen? Sollten sie umsonst gewartet haben? Ja, es ist umsonst. Mit schwerem Herzen wollen wirdie Thüre schließen. Ein Weib wirft sich dazwischen auf die Erde, sie rauft sich das Haar und ihre beiden kleinen Mädcken stehen bei ihr und weinen mit ihr, wie um das verlorene Paradies? Ach könnte man die Schule doch nur doppelt so groß machen, könnte man diesen armen Seelchen, die hungernd vor der Pforte stehen. doch allen eine Heimath bieten! Hier wünscht man sich doppelt und dreifach spenden zu können, da wo uns die Noth unserer Mitmenschen, unseres Volres so nahe vor Augen steht! Wie gut wäre es. wenn die Schule um das Doppelte vergrößert werden könnte, daß man alle die Kinder der armen unwissenden Menschen, die ihren Kleinen ein besseres Loos wünschen, als sie selbst haben, aufzunehmcn in der Lage wäre, daß man alle die armen kleinen Mädchen, die zu Hause hungern und ohne Erziehung aufwachsen, einlaffen konnte in tiefes Haus, um sie zu Menschen zu erziehen, die wahre Seelenbildung besitzen, die einmal einst ihren Kindern eine gute Erziehung geben und die sich kraft ihres Wissens besser durch die Welt bringen könnten, als ihre armen Eltern. Wären wir doch im Stande allen, die wir nun draußen lassen müssen, die Thore zu öffnen, um sie zu echten Juden zu erziehen. Steht doch die Schule unter streng religiöser Leitung, und ist doch die Vorsteherin, eine einstmalige Schülerin der Hirsch'schen Schule in Frankfurt a. M., aus streng orthodoxer englischer Familie. t Für den folgenden Theil ist die Red action nicht verantwortlich. Dl« yrdarUa» MktrruNsQt ulemal» ela« Vrüftmg l» Leprg «uf dl« rtturlle Dnverlässtgkelt der angrprlrsrvra x7a rr». $U Sessrh«r haben, rrruu fl« tu dieser fllnflrfjt gesichert sei» Bollen,- die Anprrlstmgrn, xeferrureu etc. selbst einer Eontrolr nt unterwerfe», chlast der Juserateuaunahme ist stet»: für die NrontagsrurMier. Gönnten Früh 9 Uhr, für die Hounerstaqonummer. 'Ätinooch äHüMg IS Ufer. ->—» {jonctrßfts in des ä-brabCanötn iura Versandt, lleclanatlcnen argen ja späten Eintreffen» »r lnser Hlatt gelaugt regelmLfjlg Nlontag und , _ _ . _____ _. ... Ub« Ban bet der oelresseudeu yostaostaU zu machen. eiferten auf Ctjilferannoncrn werden täglich, mit Ausnahme von Samstag weiterdefSrdert. <^n uns. Gemeinde ist baldigst er die Stelle einer £4929 Kantors, Lehrers nutz Schonet zu besetzen. Fixes Gehalt 1200— 1500 Mark, Nebeneinkommen. iucl. Schechitah ca. 400 Mark. Jung verheirathete Bewerber bevorzugt. Ferner suche« wir sofort einen Zkckckl dks LntaS. der obengenannte ausführen kann. 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