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Der Israelit · 1904-08-29 · Heft 69 (29.8.1904) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 69 (29.8.1904)
Date
1904-08-29
Page
– (sequence 20)
Language
German
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1478 Lehrern geleitet werden. Wenn wir so arbeiten werden, dann wird iroi helfen fcx bvn pn6 tau Der Vorsitzende dankte dem Referenten für das lehrreiche Referat. Die Debatte wird eröffnet: Es betheiligen sich Grünberg (Rußland). Er befürchtet, daß man die Worte Landaus mißdeuten werde und auf ungarische Verhältnisse beziehen wird. V a j d a (Ungarn) vermißt ein Referat über die Erziehung der Mädchen. Es wird J a wetz das Referat über die Presse zu halten ersucht. Er spricht hauptsächlich gegen die Litteratur der sogen. Kulturzionisten (Fraction). Wenn diese nur schonungsdoller wären, könnte die Bewegung nach Millionen zählen. Er spricht scharf gegen die Bibelkritik, begrüßt die Werke Halevys, Hoffmanns und fordert zu einer gewaltigen Arbeit in Bekämpfung dieser Auswüchse. Denn die nun lassen wir uns nicht von evangelischen Pastoren erklären. Jawetz's Referat wurde beifällig ausgenommen. 8 Uhr Abends. Um das Organisationsstatut auszuarbeiten wurde eine Nachtsitzung vorgeschlagen. Sie beginnt 9 Uhr Abends. Das Statut besteht aus nahezu 40 Paragraphen, es behandelt die inneren Verhältnisse. Von Wichtigkeit ist es, daß die Misrachisten fest und stark blieben und sich nicht nach der Hinsicht beirren ließen, sich nur nach Landmannschaften zu organisiren. Es werden also Ortsgruppen, Landesverbände und eine Central- Organisation beschaffen. Die Abstimmungen, die über jeden einzelnen Paragraphen erfolgten, dauerten bis 12 Uhr Nachts. Ein Antrag Schlesinger lag vor, in die Paragraphen einen Paragraphen aufzunehmen, der besagt, Mitglied des Misrachi kann nur ein gesetzestreuer Jude werden. Der Antrag fiel in der Abendsitzung durch.*) Am dritten Verhandlungstag nahm Schles i n g e r die Debatte wieder auf. Die russischen Delegirten, noch mehr die amerikanischen, sind mit Bezug auf ihre Verhältnisse gegen eine solche Formulirung. Sie begründen es. daß 1. dort keine Trennung herrsche, 2. die streng frommen Gemeinden auch manche Mitglieder haben, die nicht dazu zu rechnen wären. Es werden aber viele durch den Verkehr besser. Notorische Freidenker kommen nicht zu den Misrachisten. Ein Antrag K o p p wird angenommen, der lautet: „Mitglied des Misrachi kann nur derjenige sein, der sich zum Misrachi-Programm bekennt." Dr. Fink verlangt Begründung misrachischer Frauen- und Jungfrauenvereine. Dieselben hatten aktives aber nicht passives Wahlrecht. Reines stimmt zu. Der Antrag wird angenommen. — 12 Uhr. Einstündige Pause. •) HSrt. hört, Red. Dritter Berhand lungstag. Nachmittagsfitzung: Es geht nun dem Ende zu. Rabb. Grunhaus -Prok erstattete ein interessantes Referat über Jischuf E.-J. und plaidirt für Benützung der Esrogim aus dem heiligen Lande. Sch lesin ge r-Preßburg schlagt die Errichtung einer Talisfabrik im heiligen Lande vor. Rabbiner Landau-Botusani. Hoffmann- Preßburg betheiligeu sich lebhaft an der Debatte, deren Resultat eine Beschlußfassung, wonach jeder Misrachist nach Thunlichkeit verpflichtet ist, Palast. Esrogim zu benützen. Die etwaigen Misrachi-Vereine haben den Verkauf zu besorgen. I a w e tz - Wilna nimmt die Verantwortung für einige scharfe Bemerkungen auf sich, wodurch er das Präsidialbureau der Aufgabe enthebt, die Erklärung abzugeben, daß diese Aenßerungen nicht von demselben ausgehen. Es wird nun ohne jegliche Debatte folgender Paragraph in das Organisationsstatut ausgenommen: „In den Verwaltungskörper und als Leiter der Vereine kommen nur Männer, die in Theorie und Praxis mit der Tradition gehen." Man schreitet zur Wahl des Centralkomitees. Da auch der Ort desselben bestimmt werden soll, wird die Berathung darüber vertagt, weil der Präsident Reines abwesend ist. Rabbiner Fink- Wien tritt aus mehrfachen wohlerwogenen Gründen für Frankfurt a. M. ein. (Angenommen.) Unter neu eingelaufenen Begrüßungsschreiben nennen wir dasjenige des Herrn Jacob S. Posen. Er hofft, daß das nächste Jahr ein iprrrro iw werden werde. Es wird eine Nationalfondsammlung und Eintragung Dr. Herz! in das goldene Buch angeregt. (Wird angenommen.) Landau- Botosani gibt eine Resolution über Erziehung, die in folgende Punkte zusammcnzufaffen ist. Gegenwartsarbeit des Misrachi: Förderung der Erziehung der Jugend in zion. misrach. Geiste. An allen Orten, wo owno sind Kommissionen zu diesem Behufe zu wählen. Weiters Prüfung der tmn auf Gesundheitsverhältnisse, der Leistungsfähigkeit der Mälamdim. Wo Mälamdim fehlen, solche ausfindig zu machen. Unterricht in profanen Gegenständen erfolge entweder durch fromme Lehrer, in Ermangelung durch Nichtjuden. Die Besserung der Jefchiwoth erfordert Geldsummen, über die der Misrachi noch nicht verfugt. Jedoch ist darauf hinzuarbeiten, daß das „Schnorren" der Bachurim aushöre. Weiters, Fernhalten der Mischen Töchter von Klosterschulen. (Schluß , folgt.) Verantwortliche Redaction: OCcat Lehmann tn Mauz. — (Ejpebttlon de» J3«iotUi", EchoNstrabr Rr. %Matr». Druck und Verlag derJoh.Wirth'schm vofbuchdruckreei Actien-GeseMchaft tn Sffatni

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