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Der Israelit · 1904-08-22 · Heft 67 (22.8.1904) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 67 (22.8.1904)
Date
1904-08-22
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1426 Erklärung. Das „Frankfurter Jsr. Fanrikienbkatt". heraus gegeben von Herrn Saly Geis, bringt in seiner Nr. 32, voin Freitag den 8. Elu!, einen Artikel unter der Ueberschrift: „Redaktionelle Antwort an Viele", welcher in wenigen Zeilen einen solchen Tiefstand der Gesinnung, eine solche Verdorbenheit des Herzens zeigt, loic wir sie noch selten, oder sagen wir lieber noch niemals, wahrend unserer diesjährigen litterarischen Thätigkeit gefunden haben. Wenn wir Juden uns beklagen, daß wir seit Jahrtausenden unter dem Schekerbilbul zu leiden haben, so erreicht es wohl den Gipfel aller Gemeinheit, ja es wird geradezu zum Verbrechen, wenn wir Juden uns derselben scheußlichen Waffe bedienen. Der Verfasser der „Redaktionellen Antwort an Viele" hat sich dieser Waffe bedient. Ihm war das schlechteste Mittel gerade gut genug, um seinem blindwüthigen Haffe den ge eigneten Ausdruck zu verleihen. Er wirft unserem Mitarbeiter, der den Muth gehabt hat. über die imposante ung. Protestkundgebung gegen den Zionismus im „Israelit" zu berichten, Dinge vor. die dieser niemals begangen hat und die ihm eben so fern liegen als wie. wenn wir etwa behaupten wollten, daß Herr S. Geis einen Sijum auf Schaß geinacht habe. Herr Geis behauptet. unser Berichtersiatter sei früher eifriger Zionist gewesen, dis er sich eines Anderen — habe bezahlen laffen. Wir erklären hierdurch, daß wir uns seit Monaten die größte Mühe gegeben hrben, den ehrw. Herrn Berichterstatter zu - vegen, irgend eine materielle Entschädigung, sei es auch in welcher Form immer, von uns anzunehmen, wir aber si i e ß e n dabei auf beharrliche Ablehnung mit der steten Motivirnng, daß sein Wirken ausschließlich e*cr crS, und er hierin seine volle Befriedigung finde Aus dieser Thatsache mögen alle anständigen Leute schließen, ob die andere Verleumdung, der Herr Berichterstatter habe früher Tag und Nacht .narren gespielt. auf Wahrheit beruhe. Da Herr Geis und Konsorten an der Thatsache, daß sich die ungarische Orthodoxie wie ein Mann in kraftvoll energischer Weise gegen den Zionismus erbebt» nichts ändern kann, so läßt er seine ohnmächtige Wuth an demjenigen aus. der die Kühnheit hatte, dics der aufhorchenden Welt mitzutheilen und bewirft nebenbei die Größen der ungarischen Judenheil mit einigen Stinkbomben. Eine derartige Kampfesweise war seither innerhalb der jüdischen Zeitungsschreiberei nicht üblich, hoffen wir, daß Herr Geis auch in Zukunft damit allein stehen werde. MalnH 11. Elul. . Redaktion des „Israelit". Letzte Nachrichten. Pretzbnrg. Den Aufruf der ung. orthodoxen Oberrabbiner gegen den Zionismus haben noch weitere fünfzig Oberrabbiner unterfertigt. Unter diesen befinden sich ebenfalls Männer von europäischem Ruf. so z. B. die Oberrabbiner von Kesmark. D. Szerdahely, Mattersdorf u. A. in. Der Aufruf ist also von mehr als 120 Rabbinern unterfertigt. Briefkasten -er Redaetis«. S. H.: 1. „Zeller, Geschickte der grieck. Philosophie' u. „Kuno Fischer, Geschichte der neuen Philosophie.' — 2. Ja. — X Können wir leider nicht beantworten. Abonnent in Baden-Baden: Die anderen waren doch keine Mitglieder der Loge! H. S. in S. B.: Nachrufe über Hcrzl haben wir zur Genüge gebracht, müssen daher dankend ablehnen. 0». in N.: Die Auflösung biblischer Erzählungen in nmthologisch-snmbolische «Lpiclcrcicn ist selbst bei den größten Vibelkritikcrn schon lange derart in Mißkredit gerathen, daß cs sich nicht vcrlodnt dagegen auch nur einmal die Feder cinzutauchcn. Also Ln ouu matbilm. G in M : Eines der Gründe von Schiluach ha-kan (dem Fortschickcn der Vogclmutter) ist nach Brehm der, daß die weiblichen Vögel in der Natur viel seltener sind, als die männlichen. VakaDzeO'liße. <V«raI«iche auch Jns«ra1«u1heU). Rabbiner nach Memel. Gehalt 3öoO Mk. bei freier, geräumiger Wohnung. Ansicllnngsmodalitäicn bleiben mündlicher Vereinbarung überlassen. Nähere Auskunft erthcilt Dr. Earlcbach in Memel. Meldungen sind Zeugnisse und Lebenslauf bcizufügcn. RcligiouSIchrer, Borbeter und Schochet in Egelsback. Gchalt (WO Mk. Nebcncinkünfle und freie Wohnung. Seminarist bevorzugt. Pcwcrbungeu mit Zeugnißabschnften an den Vorstand Adolph Hosmann. Lehrer an der israelitischen Volksschule in Unna. Anfangsgehalt 1200 Mk. und Wohnungsgeldznschuß. Meldungen mit Zeugnissen dem Schulvorstand, z. Hd. des Herrn Bürgermeister Koch, cinzurcichen. Hilfövorbeter für die hohen Festtage in Lissa. Pi. Meldungen an den Vorstand der Gemeinde. Borbeter für Jom Kippur in Wangerin. Gchalt 30 Mk. und freie Reise. Offerten an den Vorsteher Herrn H. Gottschalk. Kantor und Schächter per gleich in Go Hub sW.-Pr.). Gehalt 1200 Mk. bei freier Wohnung u. 4—500 Mk. Nebcneinkommen. Meldungen an dm Vorstand der Synagogen Gemeinde. Kantor, Lehrer und Schochet baldigst in Esch a. Al zette (Luxemburg). Gcbalt 1200—1500 Mk. und ca. 400 Mk. Ncbeneinkommcn. — Daselbst per sofort einen Vertreter für den Kantor. Bewerbungm an dm Vorstand der israclit. Gemeinde. Herm L«-on Cers, zu richten. Seminar, gcbild. RcligionSlehrer, Kantor und Schächter in Pr.-Friedland per gleich. Gchalt 1800 Mk. und 300 Mk. Ncbmeinkommcn. Offerten au de» Vorsteher Herm P. Freundlich zu richte». Hilfsvorbeter, gutgeschult und stimmbcgabt für die hohen Feiertage nach Neuwied. Vergütung AüeS irr Allem 150 Mark. Meldungen an dm Vorstand der Eynagogen-Gemeinde.

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