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Der Israelit · 1903-11-30 · Heft 95 (30.11.1903) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 95 (30.11.1903)
Date
1903-11-30
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Das Guggenheim-Privat-Hospital ist als ein Flügel des Hauptgebäudes errichtet und so eingerichtet, daß die Corridore des einen in jedem Stockwerke in die des anderen einmünden. Es werden nur zahlende Patienten darin Aufnahme finden, und daher kommen die großen Krankensäle in Wegfall. Jeder Patient hat ein schön eingerichtetes Krankenzimmer mit anstoßendem Badezimmer. Der Stil des neuen Gebäudes ist der neugriechische, und als Baumaterial für die Fassaden kam rothe Terra-Cotta nebst Ziegelsteinen zur Verwendung. Das Gebäude ist vierstöckig, und daß die beste Beleuchtung, Ventilation, Heizung und sonstige, sanitären Einrichtungen vorgesehen sind, bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung. Das Guggenheimer Privat-Hospital ist auf die Aufnahme von vierzig Patienten berechnet, und seine Kosten haben 90,000 Dollars betragen. Das Eisner-Heim für Krankenwärterinnen, ein Geschenk der Frau Sarah E i s n e r , ist im Villastil gebaut und für die. Aufnahme von vierzig Krankenwärterinnen berechnet. Es hat 22,000 Dollars gekostet. - Das Loeb-Qperationsgebäude, ein Geschenk von Max V. und Henriette F. Loeb, die es zum Andenken an Samuel und Vabette Frank und Henry S. Frank mit einem Kostenaufwande von 20.000 Dollars errichten ließen, ist gänzlich aus feuerfestem Material hergestellt und durch einen überdachten, breiten Gang mit dem Hauptgebäude verbunden. Der Operationssaa! ist 16 Fuß breit, 24 Fuß lang und 16 Fuß hoch. Er ist achteckig, und der Operationstisch erhält auf diese Weise nicht nur reichlich Licht durch die Fenster, sondern auch durch ein großes Oberlicht. Das Gebäude ist mit den Modernsten Einrichtungen ausgestattet. Durch die Errichtung dieser drei Neubauten ist die Zahl der einzelnen Gebäude auf dem 22 Acres großen Hospital-Grundstücke jetzt auf vierzehn angewachsen, eine kleine Stadt für sich, welche gänzlich dem Dienste der Humanität gewidmet ist. Eine weitere Bereicherung und Verschönerung hat das Jüdische Hospital kürzlich dadurch erhalten, daß die Marmorsäulen, welche früher die Fassade des alten Münzgebäudes an Jumper und Chestnut St. zierten, dem Hospital geschenkt wurden und. mit Bronce-Löwen gekrönt,' am Eingänge zum Hospitalgrundstücke Aufstellung fanden. Vermischtes, Bamberg. Die Erben des dahier verstorbenen Kaufmannes Bernh. Ehrlich haben der städtischen Armenpflege den Betrag von 3 500 Mk. als Stiftung zugewiesen. Aus dem Zinsertragmsse soll jährlich am Sterbetage des Testators je ein jüdisches, katholsschcs und protestantisches Kind gekleidet werden. Mazedonien. (Statistik.) Die jüdische Bevölkerung Mazedoniens wird auf ungefähr 80000 geschätzt, wovon auf Saloniki 60000, auf Monastir 6000, auf Uskub 1200. auf Serres 1200, auf Estrurnzr 700. auf andere kleinere Orte 600, 500 u. f. w. entfallen. Briefkästen der Kedaetio«. Dr. E. in B.: Bezüglich der .Silberwährung' zur Zeit der Mischnah, finden Sie interessante Aufschlüsse in der Mischnah Baba Meziah 4. I. Dort wird u. A. der Grundsatz autgestellt: Das Gold erwirbt das Silber, das Silber erwirbt aber nicht das Gold. Die Erklärung gibt die Tosephta mit folgenden Worten: Hat Jemand seinem Nächsten einen Golddenar gegeben, um dafür 25 Silberdenar wieder zu erhalten, so hat er (dadurch, daß der Andere den Golddenar an sich gezogen) die 25 Silberdenare erworben, wo immer sie sein mögen. Also: Durch die Hingabe des Goldgeldes erwirbt er das dafür zu erhaltende Silocrgcld, obgleich dieses noch im Besitze des anderen sich befindet. Diese Sähe beruhen auf der Rechtsnorm, daß ein Kaufgeschäft, bei dem Waare für Geld gekauft wird, mit dern Empfang des Geldes durch den Verkäufer nickt als abgeschlossen gilt, wohl aber mit der Hinnahme der Waare durch den Käufer, (Mcschichah). Wechselt man nun Goldgelb um Silbergclb aus, so ist das Silber als Geld, das Gold aber als Waare zu betrachten, weil ersteres die gangbare Münze ist. (Vgl. Tosaphot Jomtof z. Stelle, ebenso Hostmann Mrschnazot). r-s, sievt Euch ein« ganze jüdisch« Bibliothek, enthaltend die herrlichste« jüd. ifV /^ Erzählungen (30 Bünde der -Indische» Bolksbüchererel"), wen« Ihr ihn» /N# g^: verschaM, Set «einer«» Anzahl wird W Bücher,ahl entsprechend «ednzkrk Hützet Eure freie Zeit rar Erwerbung einer Bibliothek.

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