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Der Israelit · 1903-09-29 · Heft 77-78 (29.9.1903) · page 31

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 77-78 (29.9.1903)
Date
1903-09-29
Page
– (sequence 31)
Language
German
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1725 bei Erwachsenen, die den Text längst kennen und verstehen, durchaus nicht anders ist. Auch der Lehrer denkt deutsch — selbst bei den bekanntesten Texten. Nehme man beispielsweise den ersten Sah von Sch'ma! Man lese ihn und beachte genau die sich dabei in uns vollziehende geistige Thätigkeit. Man wird finden, daß wir uns von dem deutschen Gedanken, von der deutschen IlebersetzunZ gar nicht ..losbringen". Es ist dies die wunderbare Macht der Muttersprache! Wer längere Zeit in Mischna und Talmud studirt bis zur Ermüdung, jedoch ohne zu übersetzen, der wird erfahren, daß die bereits eingetretene Erschlaffung zu weichen scheint, sobald man das Hebräische auch übersetzt; das deutsche Wort, sobald es ausgesprochen, wirkt unmittelbarer, also leichter auf den Geist ein. Diese psychologische Wahrheit der Erfahrung muß pädagogische Berwerthung finden. Wer ein Gebetstück „gui versteht," der' übersetzt es beim Lesen dennoch. Es geschieht nur „stille" und mit jener Geschwindigkeit, die wir mechanische Geläufigkeit nennen. Sie wirkt wie im Momente und läßt die Thätigkeit des „stillen Uebersetzens" ganz verschwinden. Und doch bleibt immer — wie oben dargelegt — ein Unterschied zwischen dem Lesen eines deutschen Stückes und dem Lesen eines selbst gut geläufigen und verständlichen hebräischen Textes. Die mechanische Geläufigkeit darf aber in der Praxis, besonders beim Gebete, nicht fehlen. Ihr Probstein ist das freie Vortragen der deutschen Uebersehung vom bloß angeschauten hebräischen Text. Wie anregend und unterhaltend sich eine solche Uebersetzungsstunde gestalten läßt, das soll nächstens an einer methodischen Darstellung gezeigt werden. iilr den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Me Redaktion müervimml niemals eine Prüfung in Serag auf die ritncNe ZuverlSsfigKest der angevrirseneu Wa rrn. Pie Sertrhrr tzade«, wenn ste in dieser ginstcht gesichert fein wollen, die Anpreisungen, prferensen etc. selbst einer Controle r« unterwerfe». Schluß der Inseraten,nnahme ist stets: für die Montags»« inner« Sonntag Früh 9 Uhr, für die Donnerstagsnummer. Mittwoch Mittag tSt Uhr, Unser Slatt^geiangt regelmäßig Wontag und Donnerstag in den Adendstunoen junt Versandt. _ Reklamationen wegen |« späten Eintreffen» or» Urbe man bei der betreffenden postaastalt zu machen. Affekten auf Ehrfferannoncr» werden täglich, mit Ausnahme von Samstag und Sonntag, writrrbrsördrrt. - j\si fi \mz3 hergestellt aus bestem Fleisch in der Wurst-Fabrik mit elcctr.Betrieb von _ mmi imi'ESJES@iEEf FRANKFURT a. H. Allerheiligenstr. 77 Tel. 1926 Unt Aufsicht der Synagogengemeinde Jsr. Rel.-Ge^ellschaft. J». ge Hk. 1.25 u. Mk. 2.50. 37201 Wie.Irverkiiufer erhalten Rabatt. es Frankfurt a M. ii. Mm Mttlschult iikbs! Fl>ktbili»li>Bk«lstii Lag Wintersemester beginnt am 19. Oktober. Ausnahme von Pen«onärlnnen zu jeder Zelt. Prospekte durch die Borsteherln. Frau l)r. Heineniuiiii. Frankfurter Neueste Nachrichten Frankfurter Börsenn. Handels-Zeitung. Unabhängiges Organ für Jedermann. Monatlicher Abonnementrxreis: 4t) Pfennig mit „Frankfurter Sumoristifche Blätter" ECT 50 Pfennig bei allen Postanstalten. Auswärtige i Agenturen! Große Verbreitung in der Stadt Frankfurt a. M. und in den bedeutenden Industrieorten Osienbach, Hanau. Höchst. Griesheim. Fechenheim rc„ in den besuchten Taunus- und Soessartbädern, sowie in der weiten, dichtbevölkerten Umgebung (Negierungsbezirke Wiesbaden und Castell Grojjhcrzogthum Hessen. Nheingau. bayr. Kreis Untersrankcn rc.) Vorzügliches Jnsertkonsorgan! Anzeigenpreise: 25 Pfg. 50 Pfg. die S-gesp. JuseratenjeUe. die 4-gisp. Rerkameiette. Höchste Rabattsätze bei Wiederholungen. Probe-Nummern und Inseraten-Offerte grat. u. frc.

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