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Der Israelit · 1903-11-16 · Heft 91 (16.11.1903) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 91 (16.11.1903)
Date
1903-11-16
Page
– (sequence 19)
Language
German
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2005 den Persern an und n a hm e n an demGastmahle Th ei l, welches Ahasveros in seiner Residenzstadt Schuschan veranstaltete. Zu Tausenden setzten sie sich an der königlichen Tafel mit . den verbotenen Speisen nieder. Mordechai stand wehmüthig am Hofthore und zählte die Abtrünnigen, welche dort hineingingen, und er dachte an die Strafe, die wohl kommen werde. — Trotz dieser betrübenden Vorgänge wurde im Jahre 516 vor 1 der zweite Tempel fertiggestellt und eingeweiht. b) Abfall während des zweiten Tempelbestandes. Auch nach dem Aufbau des zweiten Tempels regierten in Persien gütige Könige, die den Juden religiöse und bürgerliche Freiheiten ließen. Das Perserreich ward aber gegen 330 vor der üblichen Zeitrechnung von Alexander dem Großen von Mazedonien erobert. Alexander war ein gütiger Herrscher, der seine jüdischen Uurerthanen milde behandelte. Er schonte die Stadt Jerusalem und ehrte den Hohenpriester. Als dieser einst aus der heiligen Stadt dein Alexander entgegen kam, stieg dieser ihm zu Ehren vom Pferde und bückte sich vor ihm. Vielfach benannten die Juden ihre Knäblein mit dem Namen Alexander, den Gotteshäusern gab man den griechischen Namen Synagogen, olles aus Dankbarkeit gegen Alexander. Als Alexander in Egyplen cinst eine große Stadt anlegte. Alexandria genannt, siedelten sich bald Tausende von Juden dort an. In 'späteren Jahren folgten noch viele andere dorthin. Wir hören hier zum ersten Male, wie die Juden mit den Griechen bekannt wurden, was so sehr zu ihrem Abfälle von Gottes Gesehen beitrug. Die Griechen waren ein sehr gebildetes Volk des Alterthums. Sie liebten Kunst und Wissenschaft. Malerei, Musik und Baukunst der Griechen werden heute noch bewundert. Herrliche Tempel errichteten sie überall für ihre Götter. Ueverall im Lande traf man schmucke Bildsäulen. Für alles in der Natur hatten sie Gottheiten: für die Sonne, den Mond, den Himmel, den Donner, Blitz, den Regenbogen, für das Meer mit seinen Wellen, für die Berge mit ihrem Echo, für die Feldfrüchte, für den Wald, kurz für alles Mögliche. Die schönen Beschreibungen dieser Gottheiten und die schönen Bilder, durch welche man sie darstellte, gefielen auch den Juden sehr, besonders aber das heitere, fröhliche Le - b e n. Die Griechen hielten große Volksfeste ab, hatten Theater, Zirkus. Kampfspiele und Volksbelustigungen. Künstler, Dichter und-Volksredner traten dort auf. Auf öffentlichen Turnplätzen, die man Gymnasien nannte, zeigten griechische Jünglinge ihre Kraft und Schönheit. Das alles reizte aber die Juden sehr, so daß sie sich gerne und enge den Griechen anschloffen. Wir werden hören,.wie man nicht nur griechische Sitten und Bildung.annahm, sondern auch heidnische Bräuche und Unsitten, die zum Götzendienste führten. (Die einzelnen Abschnitte werden nochmals vorerzählt und abgefragt.)-- - - . - - - Abschnitt a. . .. , . . . Welches war die Hauptsünde unseres Volkes z.-Z. der Chanukahgeschichte? Welches war die Folge davon? (Entweihung des Tempels.) Welcher Tempel war dies? Wann war der erste untergegangen? . •. Durch wen? . / Was geschah mit den Juden? Durch wen ging das babylonische.Reich unter?. Wie zeigten sich die Perserkönige^ besonders Cyrus? Was war die Folge der milden Oberherrschaft?. . Gegen wen hätte das Volk mehr Achtung und - : Vorliebe zeigen sollen? Was war die Folge der allzugroßen Freundschaft.: . mit den Persern? Welche Männer traten gegen die Mißbräuche auf?. - Welche Lehre hatte das Volk schon wieder ver- - gessen? Durch wen wurde es auch jetzt noch gemahnt? Welches Ereigniß fiel ebenfalls in diese Zeit? Was gibt der Talmud als Grund an für das schwere Verhängniß? Wer gehörte nicht zu den Verführten? Was ist also im allgemeinen von den Juden dieses Zeitabschnittes zu sagen? Von wem mißfällt uns der leichtfertige Abfall besonders? An welchen Männern dieser Zeit haben wir Wohlgefallen? Welche Pflichten haben Priester und Fürsten? . Erzähle von dem leicht verführbaren Volke der babylonischen Gefangenschaft! Abschnitt b. In welchem Jahre war der zweite Tempel fertiggestellt? Welchen Einfluß wird er auf das Volksleben gehabt haben? Warum dürfen wir nicht leicht an eine lange Besserung denken? Wie wird das Volk in Glück und Freiheit? Unter welchen Fürsten hatte es das Volk gut? Durch wen wurde die Perserherrschaft vernichtet? Um. welches Jahr regierte Alexander? Warum dienten auch ihm die Juden willig? Wie zeigte Alexander seine Milde und Güte? Worin zeigte sich des Volkes Dank und Anhänglichkeit? - Mit welchem Volke ward Israel um diese Zeit bekannt? Wodurch zeichnete sich das Volk der Griechen aus? Was waren aber die Griechen der Religion nach?

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