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Der Israelit · 1903-09-21 · Heft 75-76 (21.9.1903) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 75-76 (21.9.1903)
Date
1903-09-21
Page
– (sequence 11)
Language
German
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guten Existenz Bieten und verweisen wir in dieser Beziehung auf das in unserer heutigen Nummer enthaltene Inserat. . Burgdorf. Von einem Schulidyll weiß die «Preuß. Lehrerztg? von hier zu berichten. Hier besteht eine israelit. Schule, deren Gesammtschülerzahi schon seit langem aus einem einzigen Mädchen, der Tochter des Lehrers, besteht. Und so bereitwillig zahlt der sonst in Schulsachen ziemlich sparsame preußische Staat hier seine Beihülse, daß es der Regierung zu Lüneburg noch nicht gelungen ist, die Genehmigung des Ministers zur Aufhebung der Schule zu erwirken, obwohl nachweislich gar keine Aussicht vorhanden ist, daß je wieder ein halbes Dutzend Kinder in dieser Schule zusammen kommen werden. Die wenigen jüdischen Familien in und bei Burgdorf senden nämlich ihre Kinder lieber in die gut gegliederte evangelische Stadtschule, als daß sie sich für diese mit ihrer eigenen stets doch nur einklaffigen Schule begnügen sollten. Stuttgart, 16. Sept. Bald nach dem Ableben des Oberkirchenvorstehers Benzinger hat die isr. Oberkirchenbehörde durch den Tod ihres langjährigen Sekretärs, Herrn Emanuel Rothschild, einen unersetzlichen Verlust erlitten. Der im 62. Lebensjahre Verstorbene gehörte früher dem Lehrerstande an und Mrkte als solcher mit sehr gutem Erfolge in Mühlen a. N., Ernbach und Freudenthal, von wo er als Nachfolger des sel. Herrn Stern als Sekretär der Israelit. Oberkirchenbehörde, Verwalter der Isr. Zentralkirchenkasse und Rendant der isr. Gemeinde nach Stuttgart berufen wurde. In allen diesen Verwaltungen hat er sich vorzüglich bewährt, was auch Rabb. Stößel bei der heute stattgefundcnen Beerdigung in seinem Nachruf hervorhob. Außer diesem Herrn sprachen noch am Grabe Herr Reg.-Rath Schmal Namens der Isr. Oberkirchenbehörde, Kirchenrath Dr. K r o n e r Namens des Isr. Kirchenvorsteheramtes hier, Direktor Leibbrand Namens der Lebensversicherungs- und Ersparnißbank. Bezirk Brettcu. Mit unermüdlichem Flciße hat Herr Bezirksrabbiner Schleßinger zwei Festreden verfaßt, davon eine für Jom Kipur, und eine für Sukoth an die Gemeinden seines Nabbinatssprengels zum Vortrage beim öffentlichen Gottesdienste gesandt. In sinniger Weise sind die Stellen im Pentateuch von V2& iH20 bis pb ns cnyrn auf den Versöhnungstag bezogen, in der ersten Rede dargelegt und auf die wahre Rückkehr zu Gott hingewiesen. Recht schön knüpft sich die Sukothrede daran mit Erörterung des mehrseitigen Zweckes dieses Herbstfestes. In passender Weise wurde die talmudische Geschichte von der Armuth, Bescheidenheit und Genügsamkeit des Rabbi Jehuda bar Jlai mit eingeslochten. Möge der Zweck der Reden, Gottesfurcht und Liebe zu Gottes Geboten zu verbreiten, in Erfüllung gehen. Oesterreich. Zablotow, 16. Set. Heute früh traf mit dem Expreßzug Herr Dr. F l e i s ch e r von der oster, isr. Union in Wien hier ein. Es hat sich hier ein Rechtsschutzbüreau gebildet und es wurden alle Zeugenaüsaufgenommen. Es ging eine Depesche des Abgeordneten Dr. Straucher an Excellenz Minister von Korber ab. Dr. Straucher kritisirt darin das Vorgehen der Gerichtsbehörden, denn die Rädelsführer sind noch immer auf freiem Fuße, trotzdem das Gericht und die Gendarmerie in Sniatyn davon Kenntniß hat. — Dr. Rosmarin — ein Jude — der Arzt des Gerichtes — hat antisemitische Allüren. Ich werde darüber später mehr berichten. P o m e r a n z. BriefSaftsn ver Expedition. H. C. in Cham: Mk. 8.28 dankend erhalten.- L. I. in B.r Betrag erhalten. gehen wir in^unsercm politischen Leben zweifellos entgegen. — Ein und zwar, an iedem Montag: „Zeirg ei'.t". wissenschaftliche und ieuilletomiUsche Zeitschrift. leoem Mittwoch: ..Technische Rundschau"^ illustrierte voll,technische Fachzeitschrift, jedem Donnerstag und e-onnrag: „Der Weltspieget". illustrierte Halbwochen- Chronik, an jedem Freitag: „Ulk", farbig illustriertes, satirischpolitisches Wihblatt, jedem Sonnabend: «Haus Hof Garten", illustrierte Wochenschrift für Garten- und HauSwirthschaft. DaS Roman-Feuilleton des „Berliner Tageblatts" bringt hervorragende Rovellcn und Romane erster Autoren. So erscheint Im. nächsten Quartal der sponncndc und interessante Roman: «Fcnseits von Glück und Unglück" von Marre Stahl.— Bei einem sorgfältigen Vergleich der Leistungen der deutschen Zeitungen wird man sich bald ilberzcugen, daß in Bezug auf Reichhaltigkeit und Gediegenheit des gebotenen Inhalts soivie im Hinblick ans die rasche, zuverlässige Berichterstattung das „Berliner Tageblatt" an erster Stelle geht. Aekaruitlich isr das „u. T." durch seine eigenen, an allen WettulaNen, wie Paris, London. Petersburg. Wien, Rom. Konstoiitinopcl. Reiuiiork. soivie an ulleir gröberen Berkehrs- Eentren anqestellteii Spezial-Korrespondenten vertreten, die diese,n Blatte allein zur Verfügung stehen. Die sorgfältig redigierte voll-. ständige „Handels-Zeitung des „o. t.“ erfreut sich wegen ihrer iinbceinfluhten Haltung m kaufmännischen und iiibuflcicllcn Kreisen eines vorzüglichen Rufes iind wird wegen ihrer Unabhängigein"r besonderen rEnaimten Parlamentsausgabe. die. noch mit den Rachtzügen' versandt, am Morgen de« nächstfolgenden Tages d->n Akiniin-'nten dieser Zeitung zugeht. — Das „Berliner T agcblä t"t.'welches gegemvärtig ca. 81000 Abonnenten besitzt, erscheint täglich 2mal. auch Montags, iit einer Morgen- und Abendausgabe, im ganzen 13 mal wöchentlich. Abonnementsprcis für alle? Blatter zusammen bei allen Postanstalten des Deutschen Reiches 5 M. 75 Vf. für das Vierteljahr oder 1 M.,02 Pf. für. den Monat..Diejer Aemäßiger. .--- „ , und besser situierten Kreisen die erfolgreichste Verbreitung. Adressenveränderungen unserer werthen Abonnenten wollen unS gefl. rechtzeitig mitgetheilt werden, damit in der Zusendung deS Blattes keine Nnterbrechnng eintritt.

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