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Der Israelit · 1903-09-21 · Heft 75-76 (21.9.1903) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 75-76 (21.9.1903)
Date
1903-09-21
Page
– (sequence 9)
Language
German
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zasssaggggBass Frcik ZtttinWW fit üik Ätmsskii k§ sithoSW IiiKiiAills. (Bericht über den am 24. Juni abgehaltenen VereinStag.) Frankfurts. M., 18. September. Der Verein versendet soeben Mittheilungen an die Vereinsmitglieder, nach welchen wir zu unserem früheren Berichte über den stattgehabten Vereinstag noch Folgendes nachtragen: Am 24. Juni d. I. fand zu Frankfurt a. M. in dem seitens des Vorstandes der Synagogengemeinde Israelitische Religionsgesellschaft zu diesem Zwecke bereitwilligst zur Verfügung gestellten Hörsaale derselben der Vereinstag der „Freien Vereinigung für die Jn- Lereffen des orthodoxen Judenthums" statt. Vom Vorstande und Ausschüsse der Vereinigung waren erschienen die Herren: Rabbiner Dr. Breuer-Frankfurt a. M., Distriktsrabbiner' N. Vamberger-Würzburg, Rabbiner I. Vuttenwieser-Straßburg, Provinzialrabbiner Dr. Cahn-Fulda, Rabbiner Dr. S. Carlebach-Lübeck, Justizrath Dr. Hirsch-Frankfurt a. M., Wilhelm Hackenbroch-Frankfurt a. M., Rabbiner Dr. Kahn-Wiesbaden. Herm. Lehmann-Frankfurt a. M.. sowie ferner eine Anzahl Vereinsmitglieder. Herr Rabbiner Dr. Breuer, welchem als Vorsitzenden des Vorstandes statutengemäß die Leitung des Vereinstags oblag, eröffnete denselben, indem er die Erschienenen begrüßte und mit ehrenden Worten der Anerkennung der seit dem jüngsten Vereinstage abberufenen Ausschußmitglieder Herren Rabbiner Dr. S. Auerbach-Halberstadt und Provinzialrabbiner Dr. M. Koref-Hanau s. A., welche seit Gründung der Vereinigung dem Vorstande bezw. Ausschüsse derselben angehört und sich der Vereinigung in förderlicher Weise gewidmet hatten, sowie des während dieses Zeitraumes verstorbenen eifrigen Förderers der Vereinigung, Herrn Freiherrn Wilhelm Carl von Rothschild s. A. gedachte. Die Versammlung erhob sich zu Ehren derselben. Sodann wurde als Schriftführer des Vereinstages Herr Justizrath Dr. Hirsch - Frankfurt a. M. erwählt und zum ersten Gegenstände der Tagesordnung: Berichterstattung des Vorstandes über die Wirksamkeit der Vereinigung seit dem letzten Vereinstage fl 900 bis 1903) Lbergegangen. Namens des Vorstandes erstattete. das Mitglied desselben, Herr Justizrath. Dr^ -Hirsch, \ den nachstehenden Bericht: Geehrte Herren! - Bereits in früheren Jahren ist es in Kreisen der V Vereinigung wiederholt und aus mehrfachen Gründen als wünschenswerth bezeichnet worden, für die „Freie Vereinigung" die Rechte einer juristischen Person zu erlangen. Die mit Einführung des Deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches im Jahre 1900 erfolgte neue Regelung und Ausgestaltung des deutschen Vereins-, rechts und die Anpassung der Vereinsstatuten an dasselbe gaben die willkommene Gelegenheit, der Aus-, führung dieser Absicht näher zu treten. Auf Antrag des Vereinsvorstandes wurde daher seitens des Vereinstages vom 27. Dez. 1899 bei Gelegenheit der Neuregelung der Satuten beschlossen, die Rechte einer juristischen Person für die Vereinigung betraut. Es gereicht dem Vorstande zur großen Befriedigung, mittheilen zu können, daß inzwischen diesem Beschlüsse des Vereinstages entsprechend unsere Vereinigung durch die erfolgte Eintragung in das Vereinsregister des Kgl. Amtsgerichts zu Frankfurt a. M. die Rechte einer i juristischen Person erlangt hat. Unsere Vereinigung hat hierdurch nicht nur die in der Rechtsfähigkeit, mit welcher sie nunmehr ausgestattet ist, liegende Consolidation in Richtung auf ihre materielle Existenz, sondern auch die für ihren Verkehr mit den Behörden wichtige Anerkennung als einer rechtsgiltig geordneten Organisation gewonnen und geben wir uns gerne der Hoffnung hin, daß es ihr auch in dieser Organisation unter dem. göttlichen Beistände gelingen werde, wie bisher und in stets steigendem Maße treuer und eifriger Mitwirkung ihren hohen Zielen und .Aufgaben gerecht zu werden. Auch während der seit unserem jüngsten Vereinstag verflossenen drei Jahre — 1.900 bis 1903 — hat' unsere Vereinigung, so oft sich ihr die Gelegenheit dar- ' bot. sowohl für .die Förderung unserer allgemeinen religiösen Angelegenheiten, als anck für die Aufrechtbaltung und Pflege der religiösen Institutionen . und' Anliegen kleinerer Kreise, sowi? auch für die religiösen Bedürfnisse Einzelner in besonderen Lebensverhältnissen, soweit dies zu unseren statutenmäßigen Aufgaben gehört, mit That und Beihilfe, mit Rath und Anregung eine erfreuliche Wirksamkeit entfaltet. \ / Mit besonderer Befriedigung dar.f unseres Vereinigung auf die bereits früher erwähnte,und in den jüngsten Fahrest zur Ausführung gelangte Veranstaltung zur 'Beschaffung von rituell 'zuverlässig hergestellten, zu anqemessenen.nicht zu hohen Preisen beziehbaren Thefillin und Mesusoth,^ Hinblicken.^ Esleistet .hiermit-unsere Vereinigung einen bedeutsamen. BeitiUg zur Abhilfe eines schweren Uebelstandes, auf welchen '

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