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Der Israelit · 1903-09-21 · Heft 75-76 (21.9.1903) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 75-76 (21.9.1903)
Date
1903-09-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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44. Jahrgang, M V5 & VS. Gentrak-Hrgan für das orthodoxe IudenLyum. Begründet von Ar. Drhursnn in Mstnr. Mo «tag, den 29. Clul 5663 21. September 1993. Unsere nächste Nummer, wiederum eine Doppelnummer, erscheint der heil. N">'Feiertage wegen Dienstag, den 29. September. * Da mit dem 1. Octoöer 1903 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonne-. ment frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. In der Postzeitungsliste pro 1903 eingetragen unter Nr. 3932. Neu eintretende Abonnenten (Postabonnenten gegen Vorlage der Postquittung) erhalten das Blatt bis Ende dieses Monats gratis. -Unsere Bitte um Leben. (Betrachtung zum Jahreswechsel.) Don Nabb. Heinrich Galandauer—Sob orten. Zur Zeit des Jahreswechsels, wenn das alte Jahr zu Ende geht und das neue beginnt und wir die Ergebnisse all' unserer Mühen und Sorgen prüfend uns vor Augen führen und Einkehr in unser Gemüth halten, da werden wir uns erst recht klar und inne, wie schaal und inhaltlos das Leben ist, wenn es nicht von Gott und Seiner heil. Lehre erfüllt ist; wie alle menschliche Weisheit, alle Erfindungen, alle irdischen Freuden und Genüsse den Menschen nicht zu erheben, edler und besser, glücklicher und zufriedener zu machen vermögen, als e i n Aufblick zu Gott. In dieser Erkenntniß wenden wir uns in diesen ernsten Tagen ab von allen Scheinoütern des irdischen Lebens und widmen uns ganz unserem Gotte, unserem idealen Berufe als Israeliten. Zehn volle Tage arbeiten wir an unserer Selbstveredelung und Besserung, widmen wir der Reue. Buße und Rückkehr zu Gott, und in allen' Gebeten dieser Bußezeit wiederholt sich mehrmals die inbrünstige, flehentliche Bitte: an» ,v"nn ivr» i«ra ,v"nh ra 121 br v'2iv e*rb „Gedenke uns zum Leben, verzeichne uns im Buche des Lebens, schreibe ein zum glücklichen Leben alle Kinder Deines Bundes" u. s. w. Wir wollen nun, ohne uns selbst zu täuschen, prüfen und untersuchen, wie in Wirklichkeit unser Leben gestaltet i st und aus dieser Untersuchung lernen und erwägen, w i e wir leben sollen. Das Leben ist vergänglich. Ein Hauch, ein vorüberhuschender Schatten isw i>22 w ntn banb vin wie der Schatten eines vorbeifliehenden Vogels. Der Mensch . ist ein Augenblickskind, eine Eintagsfliege. Die Vergangenheit gehört ihm nicht mehr, sie ist für immer vorüber und alle Schätze der Welt vermögen ste nicht Zurückzubringen. Die Zukunst gehört uns Noch nicht, sie ist ungewiß und Niemand weiß, was der nächste Augenblick bringen wird. Nur die Gegenwart ist unser, und wie kurz ist diese. Wollen wir darum die kurze Spanne Zeit, die uns zugemessen ist, nicht mit Nichtigem und Eitlen zubringen, sondern sie ausnützen zu unserem Heil und Segen im Dienste' des Herrn, in Ausübung Seiner heil. Satzungen, damit die Vergangenheit für uns nicht verloren sei und wir getrost von ihr sagen können: wupt .iv"2 uh® «nrft» ivre „Heil unserer Jugendzeit, sie gereicht nicht zur Schande unserem Alter;" damit die Gegenwart uns zur Seelen-, befriedigung und Beglückung gereiche und damit wir mit Beruhigung hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können. Das Leben "Ist veränderlich. Du bist heute jung, voll Lebensfrische und Lebensfreude, stark

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