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Der Israelit · 1903-09-17 · Heft 74 (17.9.1903) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 74 (17.9.1903)
Date
1903-09-17
Page
– (sequence 11)
Language
German
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1645 Lage sind, hierüber ein Urtheil abzugeben, ist dem Zablotower Vorfall eine symptomatische Bedeutung beizumessen, und haben diese Exzesse als Erscheinungen einer tiefgehenden Agitation zu gelten, welche sich derzeit in erster Linie gegen die besitzenden Klassen wenden durfte. Die Vorfälle sind um so empörender, als keinerlei Anlaß für sie gegeben war und der Ueberfall auf die jüdische Bevölkerung in Zablotow ganz unmotivirt erscheint, ja nicht einmal ein Vorwand hierfür gesucht wurde. Daß solche Vorkommnisse geeignet sind, die jüdische Bevölkerung des flachen Landes zu beunruhigen. ja alle ernsten politischen Kreise besorgt zu machen, ist offenbar. Deßhalb hat der Vezirksmarschall des auch die Ortschaft Zablotow umfassenden Sniatyner Kreises. Reichsraths- und Landtagsabgeordneter R. b. Moysa, welcher als Vorstand der lokalen autonomen Behörde am besten in der Lage ist. die betreffenden Vorgänge richtig zu erfassen und zu beurtheilen, sich an die Spitze der Deputation gestellt, welche den Statthalter Grafen Potocki um dessen energische Intervention anging. Dieser Abordnung schlossen sich auch sämmtliche jüdische Abgeordnete des Landtages. Dr. Fruchtmann. Dr. Kolischer. Dr. Lowenstein und Dr. Rapoport an. Diese Deputation erhielt aus dem Munde des Statthalters Grafen Andreas Potocki die Versicherung, er habe sich bereits veranlaßt gesehen, auf das energischeste derartige Ausschreitungen zu unterdrücken und er werde an Ort und Stelle erscheinen, sowie nur seine amtlichen Obliegenheiten ihm das Verlassen der Landeshauptstadt ermöglichen werden. Die offenen, loyalen und mannhaften Versicherungen des Statthalter? machten auf die Devuiaiion den besten Eindruck, um so mehr, als der Statthalter sich nicht damit begnügte, für diesen einzelnen Fall Abhilfe zu treffen, sondern ausdrücklich erklärte, er werde im Einklang mit feinen heute im Landtag abgegebenen programmatischen Erklärungen alle gegen einzelne Bevölkerunasklassen aerichteten feindseligen Bestrebungen rückhaltslos bekämpfen, wenn sie sich auch vorwiegend bloß eine Konfession zur Zielscheibe ausgewäblt baben sollten. Die Haltung des Landeschefs macht schon deßhalb einen sebr günstigen Eindruck, weil die Verhältnisse hier mit jedem Tage unleidlicher werden und eine zielbewußte energische Aktion der Verwaltungsbehörde mehr denn je nothwevdig machen. Sprechssal. Sehr geehrter Herr Redakteur! Sie haben mir die zweite Zuschrift des Herrn Dr. Hamburger nicht gleich der ersten zur Rückäußerung zugehen lassen, bevor Sie dieselbe veröffentlichten, und ich schließe daraus, daß Sie eine Fortsetzung der Diskussion im „Israelit" nicht wünschen. Ich gestehe Ihnen gerne zu. daß dieser Wunsch im Interesse Ihrer Leser berechtigt ist, welche auf die Einzelheiten der Auseinandersetzungen kaum großes Gewicht legen dürften; deßhalb füge ich mich Ihrem Wunsche, ohne bannt die Berechtigung der versuchten Widerlegung zuzugestehen. E.i n e Bemerkung indeß kann und darf ich nicht unterdrücken. Rach meiner Ansicht ist — im Gegensatz zu derjenigen des Herrn Dr. H. — auch zur Feststellung klarer' Fakten ein gewisser Grad von Unterscheidungsvermögen nicht entbehrlich, und dies scheint Herr Dr. H. ausgeschieden zu haben, als er, ein klares Faktum übersehend, sein wegwerfendes Urtheil über Charisi fällte und dessen Arbeit „mangelhaft" und „ungenießbar" nannte. Diesen Angriff in aller Höflichkeit zurückgewiesen und dadurch Herrn Dr. H.'s Zorn auf mich geladen zu haben, das sind die beiden Ergebnisse meiner Besprechung, und ich werde froh sein, wenn ich das Elftere ebenso erfolgreich gethan habe, wie es beim zweiten, ohne daß ich es wollte, der Fall gewesen ist. ""vv Hamburg, 16. Elul. Geehrter Herr Redakteur! In Rr. 69 Ihres geschätzten Blattes bemerken Sie gegenüber dem Herrn Rabbiner Reines Lida in Betreff Palästinensischer Esrogim, daß derselbe gewiß nicht daran denke, daß er mit dieser Anregung den jüdischen Händlern in Korfu das Vrod zu entziehen sucht. Daraufhin erlaube ich mir die Bemerkung zu machen, daß es ausdrücklich in npnx njn .iin vysu x*:i p>e heißt pö-np bxiL" px px!> nrrr. Uebrigens haben sich fast'sämmtliche 'bnr in meinem /Am p ab,/) erschienen Krakau 1900, für b'Wttx!>xie» px warm ausgesprochen,, ja manche gehen so weit und erklären, daß es ein ID'X '■fluj ist, eine fi2*c über einen Korfuer Esrog zu sprechen, schon wegen*pn!> px oyawi bpy mtuj vwn 0"i jo« r.’xn ietb crr. Ja ' unter denjenigen die Korfuer Esrogim verbieten, befindet sich auch der weltberühmte x:rxp p"irx pr&x prät» pxj b'D. Diejenigen aber, die nicht gerade.verbieten, behaupten aber, daß es eine irttcn p rr.j» ist, palästinensische Esrogim vorzuziehen. Auch Rabbiner Rabinowitz, Poltawa verbietet Korfuer Esrogim und schreibt utz bnpa matz o^exi auch Cbiel Rabbi Dr. Adler-London. Dr. Schiffer- Karlsruhe sprechen sich für v'ninx bxiL" px aus. Dr. Adler schreibt V» npnpn px B'jnrs6 '2 'bxx pso px 'X bv nn p bv 712b wsw.p miaan ecpg unrw rotca «in 'im »aroo pip *tsi yy ne <* UN? nsi» isiNpi jd i;nnNö plan!» D’Ynicm nampn px D""in xpjnpö Dipnxo 7\obv '"p.

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