Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 68 (27.8.1903)
- Date
- 1903-08-27
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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r "sr*amQ 44. ZaHrgSttg. IWZUZ IRMAS M Jfs 68 des „%§mÄii l Ci f F r Literarische Umschau. Herr Dr. Bernhard Hamburger ln Alzenau, der Verfasser der von mir in der Vellage zu Nr. 61 angezeigien Schrift:. „M a i m o n i d e »' Einleitung in die Mischna" fühlt sich durch eine Bemerkung meines Referats in seiner wissenschaftlichen Ehre gekürzt und sendet dem Herrn Redakteur eine Aufklärung, von der dieser mir Kenntniß geben soll, damit ich „in der Lage sei, .diesen thatsächlichen (im Original unterstrichen!) Fehler zu berücksichtigen." Der Herr Verfasser schreibt: „Der Recensent theilt mit, dem arabischen Texte liege das „schon lange herausgegebene Original" Pococke's zu Grunde, mit welchem eine Handschrift verglichen worden fei. Es läßt sich ohne weiteres aus der Neuausgabe ersehen, daß sich die Sache in Wirklichkeit umgekehrt verhält: zu Grunde liegt die von mir veröffentlichte Handschrift der Berliner K. Bibliothek, für die kritische Revision wurde Pococke's Druck herangezogen, der selbst bereits nicht mehr „Original" im eigentlichen Sinne ist." Dazu habe ich zu bemerken, daß der Herr Verfasser meine Worte nicht genau gelesen und sie in Folge dessen anders verstanden hat, als sie gemeint waren. Ich schrieb an der betreffenden Stelle: „Auf Grund des seit lange veröffentlichten arabischen Originals, das mit einer Handschrift verglichen wurde, ist nunmehr vom Herausgeber der anzuzeigenden Schrift eine neue Uebersetzung geliefert worden u. s. w." Pococke habe ich nicht genannt,, demnach auch nicht seine Ausgabe der „Einleitung in die Mischna" etwa im Gegensatz zur Berliner Handschrift alsOriginal im eigentlichen oder uneigentlichen Sinne bezeichnet. Unter „Original" verstand ich nicht das Original Pococke 's, sondern, nachdem ich vorher und nachher ausschließlich von der U e b e r s e tz u n g sprach,*) das Original des Maimonides, den arabischen Text, wie das auch aus der Parenthese hervorgebt, in der ich von „Herausgebern von Theilen des Originals" und ihrer Behandlung. der zu verbessernden Uebersetzung.spreche. Der Herr Verfasser selbst schreibt übrigens (Vor- . *) '?us SMor d s „05rrtcl:t" und mithin nu-incr fflefprodnmg durff ich molil mit iHedir lueniqer Arabisten und Oriental »len von {Jod) als Talmud»'!cn oder, ivie ich sagte. „Lernende" vorans» setzen, für welche nicht das arabische Original, sondern die hebräische Uebersetzung praktisch in Betracht kommt. wort, S. 6): „Der arabische Text ist dem Cod. Ms. Or. Qu. 566 und dem bereits erwähnten Pococke's entnommen, ebenso sind im hebräischen Titels beide. Quellen, die Berliner Handschrift und der Pococke'sche? Druck, als gleichwerthig nebeneinandergestellt; zu. der. subtilen Unterscheidung, die der Herr Vers. in. seinem Briefe macht, lag also für mich kein zwingender Grund. vor. Nach dem Wunsche des Herrn Verf. hätte der inkriminirte Satz lauten sollten: „Auf Grund des arab. Originals, das der Verfasser nach einer Berliner Handschrift unter Vergleichung der ed. Pococke herausgegeben hat, ist nunmehr .und ich bitte den geneigten Leser, sofern er mit dem Herrn Verfasser übereinstimmt, mein Referat entsprechend zu. berichtigen. Allerdings halte ich diese Fassung für keineswegs wesentlich verschieden von der meinigen und ihren Inhalt für keineswegs ehrenvoller für den Herrn Verfasser. Denn ich sehe nicht ein, was für ein Unterschied zwischen einer Herausgabe des von Pococke edierten Textes unter Zuziehung der Berliner Handschrift und der Herausgabe der Berliner Handschrift unter Zuziehung der. Pococke'schen Ausgabe bestehen soll. Beides setzt eine gründliche Kenntniß und Würdigung beider Rezensionen des Originals (in meiner. Anwendung des Wortes) voraus. Sollte ich jedoch mit diesem Mangel an Unterscheidungsvermögen etwa für den Herrn Verfasser den Beweis geliefert haben, daß ich meiner Aufgabe „nicht gewachsen" bin, dann bin ich ja bei ihm in der guten Gesellschaft Charisis und muß mich damit zu trösten suchen. -; , .-W Eine Arrtlkritik Mt Bibel und Babel. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht in Nr. 188 folgende Berichtigung: - ‘ - „Es werde Licht", eine Aufklärung über Bibel und Babel, von Dr. Wilhelm Münz, Rabbiner in Gleiwitz. Verlag von Wilhelm Köbner. Breslau. Die in Nr. 140 dieser Beilage vom 18. Juni d. I. abgedruckte Besprechung der obengenannten Broschüre ging, wie sich inzwischen herausgestellt hat, von einer irrthümlichen Vorstellung aus und kam daher auch sachlich zu Folgerungen, die nicht zutreffen dürsten. Jedenfalls könnte die Schlußbemerkung unseres auswärtigen Mitarbeiters geeignet erscheinen, den Verfasser herabzusehen.. Wir erklären daher, daß uns diese Absicht ferngelegen hat und daß wir es bedauern, die betreffende Wendung s. Z. nicht beanstandet zu haben." Dieser bemerkenswerthen Notiz liegt folgender' Thatöestand zu Grunde: In dem Eingangskapitel der