Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 66 (20.8.1903)
- Date
- 1903-08-20
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Aller für die israel. Schule. 2«. Auz. 1993.^ lNr. 10. Israelitischer Tehrerverein für Württemberg. Protokoll der Versammlung vom 5. August 1903, in Restaurant Westheimer, Stuttgart. Den Vorsitz führt in Vertretung des erkrankten Vors. Schmal- Ludwigsburg der stellvertretende Vorsitz. Preßburger -Creglingen. Als Schriftführer funktionirt Vorstands - Mitglied Spatz- Affaltrach. Anwesend waren 31 Mitglieder, und als Gast Herr Dr. F i e g e l, Vorsitz, des Verbands isr. Lehrervereine des deutschen Reichs. Die Herren Rabbinen waren d. I. nicht geladen, weil der Rabbinerverband auch keine Lehrer einladei. Herr Preßburger begrüßt die Erschienenen und insbesondere den geehrten Gast. Von der Schulnovelle^-ie"z."Zt. die Kammer beschäftigt, verspricht er sich einen Fortschritt für die Schule. Dr. F i e g e l dankt für die freundliche Begrüßung und wünscht, daß die Württemberger recht bald den Anschluß an den Verband finden möchten. Kassirer Metzger- Cannstatt erstattet hierauf den Rechnungsbericht, der einen Vermögenszuwachs von über 1000 Mk. und ein Gesammtvermögen von nahezu 67,000 Mk. ergibt. Auch in diesem Jahre konnten Unterstützungen von zusammen 2700 Mk. gewährt werden. In der Vorstandssitzung lvurde beschlossen, künftig prinzipiell einer Wittwe nicht unter 200 Mk. zu bewilligen, was die Vollversammlung gut hieß. Spatz- Affaltrach hat die Rechnung geprüft, nichts zu beanstanden gefunden und bittet die Versammlung, dem Rechner Entlastung zu ertheilen. Das geschieht, nachdem Pappenheimer -Mergentheim die Höhe des Restvermögens bemängelt und beantragt hatte, dieses zum Grundstock zu schlagen, worauf Kassirer Metzger entgegnete, daß die Auseinanderhaltung von Grundstock und Restvermögen nur rechnungstechnische Folgen habe, im Uebrigen aber die Bewegungsfreiheit -der Verwaltung erhöhe. Punkt 2 der Tagesordnung betraf die Aenderung der Vereinssatzungen. Eine Kommission hatte einen Entwurf vorgelegt. Als Referenten funktionirten Hühnlein-Hall und Pappenheimer -Mergentheim. Ueber den Gegenstand hatte überdies im „Stuttgarter Lehrerheim" ein lebhafter Meinungsaustausch stattgefunden. Kollege Spatz hatte den Standpunkt der Kommissionsmehrheit dargelegt, die Gründe aufgeführt, warum der „Unterstützungsverein" in einen „Lehrerverein" umgewandelt werden müsse und betont, daß das kein Abrücken vom württembergischen Volksschullehrerverein bedeute. Kollege Rothschild - Eßlingen trat dagegen den Anschauungen der Kommission schroff entgegen, wurde aber von Heß- Ellwangen widerlegt. Res. Hühnlein erinnert an die Geschichte des Unterstützungsvereins, spricht den Gründern den wohlverdienten Dank aus, glaubt aber nicht, daß dieselben ihr Werk für abgeschlossen und unfehlbar und für alle Zeiten abänderungs-unbedürftig angesehen haben, weist das Abänderungsbedürfniß allseitig nach, setzt sich mit dein Rothschild'schen „Lehrerheimartikel" ganz gehörig auseinander und bittet § 1 des Entwurfs lName des Vereins: isr. Lehrerverein) und 8 2 (Zweck: Unterstützung und Standesvertretung) im Wortlaut des Entwurfs anzunehmen. Korreferent Pappenheimer lehnt die Namensänderungen ab (alter Name: Verein zur Unterstützung von Wittwen- und Waisen armer, isr. Lehrer und Vorsänger), will aber dem Doppelzweck zustimmen. Die Abstimmung gab Annahme des 8 1 und 2 nach dem Entwurf mit allen gegen 3 Stimmen. Auch die §8 8—9 und 10—18 (Verfassung des Vereins: Mitglieder, Vorstand) wur-