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Der Israelit · 1903-07-30 · Heft 60 (30.7.1903) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 60 (30.7.1903)
Date
1903-07-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
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44. Jahrgang. M GG. M Aentrat-Grgan für das orthodoXe ZudentHum. Begründet von Fvr. Wtfym&nn in Molinz. Donnerstag, den 6. Ab 5063 30. Juli 1903. Für- Armer NRmM abonnkt man bei allen Postanstalten für die Monate LWWZt Mä ZZPtSWdsr auf dm ^Is»Qs1LL". Dieser Preis tritt aber nur ein bei Abonnements, welche rechtzeitig am Post-ZeitungSfchatter des Wohnsitzes des Bestellers oder bei dem bei tteffenden Landbriefträger aufgegeben werden. Die Briefträger sind berechtigt, den Abonnements-Betrag in den ersten 25 Tagen deS Monats gegen Quittung in Empfang zu nehmen. Ausland entsprechend höher. f!X3a■ Auf Wuttsch Ermäßigung auf den AbormemenLspreis. Ire ErpMüorr des «Israelit." jüdische Statistik. Als im, Vorjahre sich der „Verein für jüdische Statistik" konstituirte, dachte wohl Niemand daran, daß dieser Verein schon nach Jahresfrist mit einer solch respektablen Leistung an die Oeffentlichkeit treten könne, wie sie die eben im Buchhandel erschienene Publikation darstellt. Ein Buch in Großoktav mit fast 500 Seiten, großentheils in Kleindruck wiedergegeben und speziell jüdische Verhältnisse behandelnd, ist — auch rein äußerlich beurtheilt — eine anzuerkennende Großthat, die gar manchen überraschen dürfte, der sich vor allem ein Herz für sein Judenthum bewahrte und sein Interesse an den Vorgängen innerhalb der Judcnheit nicht erkalten ließ. Ich gestehe, daß ich mit großer Zuversicht dem Erscheinen der „Jüdischen Statistik" entgegensah, und daß meine Erwartungen vollends übertroffen wurden; ich hätte mir den äußerlich sauber ausgestatteten und seinem Inhalte nach so groß angelegten ersten Band der „Jüdischen Statistik" kaum so vorstellen können. Ein Gefühl gerechten Stolzes muß unsere Brust erfüllen bei dem Gedanken, daß es unserem Stamme nie an Männern fehlt, die offenen Blickes auf der Zinne der Zeit stehen und Ausschau halten nach dem, was der segensvollen Entwickelung unseres Volkes noth thut. Unbestreitbar ist die „Statistik" in dieser Hinsicht ein Markstein, ein Wendepunkt, den keiner übersehen noch übergehen darf, der vom Standpunkte der Erfahrung die praktische Mitarbeit sucht an allen Fragen, welche die große jüdische Gesammtheit bewegen. Darum verdient auch ein solches Werk der breitesten Oeffentlichkeit bekannt gegeben zu werden; es soll Freunde werben für die gute Sache, die wahrlich des Schweißes der Edelsten werth ist. Und sicher zählt derjenige zu den Freunden des Unternehmens, der einmal seinen Blick auf die soeben erschienene „Jüdische Statistik" gelenkt. Das zu erreichen, sei der Zweck der folgenden Besprechung. Jedermann weiß, daß die Aufgabe einer jeden Statistik sich nach zwei Richtungen zu bewegen hat. Sie muß in erster Linie das Material suchen, Zusammentragen und zusammenstellen. Ist dies geschehen, so gilt es zu ordnen, zu bauen, aus der vergleichenden Nebeneinanderstellung die logischen Schlüsse zu ziehen. Die trockenen Zahlen fangen da zu reden an. Alle civilisirten Völker gingen bereits an die möglichst präzise Feststellung ihrer Verhältnisse, die Statistik wurde ein kultureller Faktor, sie wurde eine Wissenschaft, und kein praktischer Politiker kann ihrer heutzutage entrathen, sie ist die unerläßliche Grundlage aller Maßregeln, welche die Leitung größerer Menschengruppen betreffen. Auch jüdischerseits hat man dies mehr und mehr erkannt. Gerade im letzten Jahrzehnt sind bemerkens-! werthe Arbeiten in den verschiedensten Ländern, der jüdischen Diaspora erschienen, welche das Gebiet der I jüdischen Statistik speziell in's Auge gefaßt. Das

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