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Der Israelit · 1903-07-20 · Heft 57 (20.7.1903) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 57 (20.7.1903)
Date
1903-07-20
Page
– (sequence 9)
Language
German
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44. Jahrgang. AMage.zu Jfs 57 des LsrEM". ZeituttgstrschrichLett und Eorrefpouverrzstt. Deutschland. Hamölrrg, im Juli. Dem Jahresbericht des Vereins zur Förderung ritueller Speisehäuser dahier für 1902 entnehmen wir: Wie am Schluffe des vorigen Berichtsjahres, so dürfen wir auch nach dem dritten Jahre des Bestehens unseres Vereins mit Befriedigung auf die neu errungenen Fortschritte zurückblicken. Nicht nur hat die Zahl der durch unsere Vermittlung neuerdings unter rituelle Aufsicht gekommenen Speisehäuser um ein Bedeutendes Zugenommen, auch in weiteren Kreisen unserer Glaubensgenossen hat der Verein eines stets größeren, Ansehens und Vertrauens sich zu erfreuen gehabt, indem die mannigfachsten Anfragen und Korrespondenzen bezeugen, daß man in weiteren Kreisen sowohl die Ziele des Vereins, wie die seither befolgten Mittel und Wege Zur Erreichung derselben billigt, würdigt und zu fördern bestrebt ist. Unser wiederholt erfolgter Appell an die Rabbinen ist nicht ohne Resultat verhallt. Auf der Versammlung traditionell-gesetzestreuer Rabbinen, welche am 31. Dezember 1902 zu Berlin tagte, wurde beschlossen: „Es als Pflicht anzuerkennen, den Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser in seinen Bestrebungen zu unterstützen, indem die Rabbinen. nach Möglichkeit die Aufsicht über an ihrem Wohnsitze, oder an den diesen benachbarten Orten eingerichteten Speisehäuser übernehmen, auch über die in ihrem Lande bezw. in ihrer Provinz vorhandenen oder zu etablirenden Badeort-Restaurants sollen sie in Einvernehmen mit dem Verein die Oberaufsicht übernehmen. Sie sollen durch Vermittlung des Vereins Inhabern von Restaurants ihre Referenz anbieten lassen, wenn dieselben einen ihnen bestellten Schochet oder Schäumer übernehmen." Wir sind wohl berechtigt, auf diesen weiteren Fortschritt unserer Institution sowohl, wie auf diese autoritative Anerkennung unserer Bestrebungen mit Befriedigung zurückzublicken, und wir sprechen den Herren Rabbinen auch an dieser Stelle unseren Dank ans für die Unterstützung, welche dieselben uns bei der vielen Schwierigkeiten begegnenden Erfüllung unserer Aufgabe angedeihen lassen. Mögen fernerhin auch diejenigen Rabbinen, welche nicht jener Vereinigung angehören, uns direkt und indirekt in unserer Pionierarbeit unterstützen, indem durch sie diejenigen Speisewirthe, deren Namen in unserem Register noch fehlen, veranlaßt werden, Atteste zu nehmen, um so auch diese Wirthe den reisenden Glaubensgenossen als zuverlässig bezeichnen zu können. Ferner sei an dieser Stelle die Bitte ausgesprochen, etwaige Ausstellungen und Mißstände bei von uns registrirten Speisehäusern, unter genauer Angabe aller in Betracht kommenden Einzelheiten zu unserer Kenntniß zu bringen, denn nur durch berechtigte und vollständige Angaben können solche Mängel abgestellt und erforderlichen Falles öffentlich bekannt gemacht werden. Seit dem Monat August des Berichtsjahres ist unser Register regelmäßig zur Versendung gekommen als Beilage verschiedener jüdischer Zeitungen, ferner direkt an unsere Mitglieder, an die Herren Rabbinen und an sonstige Interessenten und sind bis zum Jahresschlüsse ca. 40,000 Exemplare dieser Veröffentlichungen in Circulation gelangt. In unserem Vereinsregister figurirten am Ende des Jahres 126 Speisehäuser (gegen 53 zu Ende 1901). Wir haben 356 Mitglieder aufzuweisen (gegen 315 zu Ende 1901) und im neuen Jahre bereits 42 neue Mitglieder mit 305 Mk. Jahresbeiträgen hinzu erhalten. Unsere Lokalkomitees zu Breslau, Frankfurt a. M., Halle, Leipzig, München. Straßburg i. Elf., erfreuen sich langsamer, jedoch stetiger Fortschritte, namentlich wurde in Breslau eine größere Mitgliederzahl für unsere Sache neu hinzugewonnen und auch München zeigt erfreuliche Zunahme. Wir hoffen, daß alle unsere Lokalkomitees weiterhin zunehmende Resultate zeitigen mögen. Da.nicht an allen Plätzen, - für welche dies wohl wünschenswerth sein dürfte, die Errichtung rituell zuverlässiger Speisehäuser möglich ist, haben wir uns entschlossen, den Verkauf von rituell hergestellten Fleischkonserven kMachol-Konserven) zu organisiren. Wir haben zu diesem Zwecke zunächst bei dem Kaiserl. Patentamte eine Schutzmarke beantragt, und wurde uns dieselbe (unter Nr. 60,266) bereits ertheilt. Sodann haben wir uns mit Inhabern von Bahnhofsrestaurants zum Vertrieb von Machol-Konserven in Verbindung gesetzt und beabsichtigen, solche auch an sonstigen geeigneten Verkehrspunkten zum Verkauf zu bringen. Das Ergebniß dieses Versuchs bleibt abzuwarten. Hingegen haben wir nach anderer Richtung auf diesem Gebiete einen Erfolg aufzuweisen. Die Hamburg-Amerika-Linie, die größte Rhederei der Welt, hat aus unsere persönliche Fürsprache hin die Machol-Konserven auf ihren großen Dampfern zum Verkauf zugelassen. Die Gesellschaft hat uns bereits ein größeres Quantum in Bestellung gegeben. Wir i

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