Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 55 (13.7.1903)
- Date
- 1903-07-13
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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1220 von ihnen gesagt werden konnte 2'rrbs erc» C’;pn | psnz rmcs. Haben wir uns aber alles das zu Gemüthe geführt, dann ergreift uns erst recht ein Gefühl der Bangigkeit und Unruhe, ob wir denn diese n-nv *t,v auch wirklich in genügender Weise geehrt haben. Es geschieht diesbezüglich alles das, was unser geehrter Herr Oberrabbiner rw angeordnet hat; es werden die nsst stets unter großer Betheiligung des Publikums auf der ncc zu der. auf einer besonderen, auf demselben Friedhofe gewählten Platze hergerichteten Vegräbnißst'ätte hingetragen, und bei der Beerdigung eine eigens zusammengestellte nySTi gebetet. Es find, wie gesagt, schmerzliche Empfindungen, die diese *rs •cpb nspa uns aufdrängt, man mußte sich aber hierzu als zu dem kleineren Uebel entschließen, gegenüber dem unthätigen Belassen der Gebeine in dem nunmehr zu Bauzwecken zu verwendenden Erdreiche, wobei es unvermeidlich gewesen wäre am ca •hbtrp rr'vN. Die weiters vorzunehmende Uebertragung von nahezu 2000 Grabsteinen und deren Aufstellung auf anderen Stellen hat auch insoweit begonnen, als die Aushebung derselben nahezu beendet ist; die Aufstellung wird noch eine lange Zeit in Anspruch nehmen. Die rw'ip rrian die weder Mühe noch Kosten scheut, diese Steine in ihrer vollen Integrität zu erhalten, sie in würdiger Weise neu zu plaziren. sie namentlich unbedingt nur auf diesem v»-.p ruris zu erhalten, muß auf dem beschränkten Raume jedes Plätzchen erst adaptiren; doch wird sich dieses Werk insofern lohnen, als schon jetzt mit Gewißheit anzunehmen ist. daß nach Vollendung aller Arbeiten dieses {er;, se" rra wohl leider um einen ansehnlichen Theil kleiner sein wird, daß aber der '*r»ya noch erhaltene größere Theil sich dem Beschauer in würdiger Weise präsentiren und dem besuchenden großen Publikum die erfreuliche Wahrnehmung aufdrängen wird, daß auch unsere heutige, nur für das Realistische, Materielle sich erwärn>ende Generation sich dennoch als '22 ancn ^>22 c’-icn Hvu etwas von jüdischer Pietät bewahrt hat. Krakau, 9. Juli. Zwei aus Rußland stammende Individuen wurden hier verhaftet, welche jüdischen Kindern vergiftete Bonbons austheilten. Dieselben sollen Mitglieder einer Bande sein, welche gleichzeitig in mehreren Orten operirt. Mehrere Kinder sollen schwerkrank darnieder liegen, einige sogar bereits gestorben sein. — 10. Juli. Weiter wird gemeldet: In Folge von Gerüchten, daß mehrere Judenkinder durch russische Agenten mit Bonbons vergiftet worden seien, entstand gestern Im Judenviertel eine Panik. Drei verdächtige Personen, 'welche Mitglieder einer Bande sein sollten, dis gleichzeitig in mehreren Orten diese Giftmorde begehe, wurden blutig geschlagen. Eine tausendköpfige Menge trieb sich auf den Straßen um¬ . -2' rr i'X'j,'ir i her. Soldaten brachten die Mißhandelten, um sie vor der Wuth der Menge zu retten, nach dem Arrest, aus dem sie später, als Ruhe eingeireten war. befreit wurden. Rumänien.- Bukarest, 10. Juli. (Eine strenge Untersuchung gegen die Mifsethater von Kischinew.) Meldungen aus Kischinew besagen, daß dort der Direktor des Justizministeriums eingetroffen ist und im Auftrag des Czaren eine strenge Untersuchung unternommen hat. Alle bereits aus der Haft entlassenen Personen sind wieder verhaftet worden. Der angebliche Hauptschuldige Piserjewski hat sich der Strafe durch Selbstmord entzogen. Die moralischen Urheber der Metzeleien wurden ebenfalls verhaftet. (Wie wir gleichzeitig erfahren, befindet sich der ehemalige Gouverneur von Bessarabien, Herr von Raaben, zu dem Zwecke in Kischinew, um von der dortigen jüdischen Gemeinde ein Zeugniß dafür zu erhalten, daß er sich während der schrecklichert^Oster-Ereignisse ganz korrekt benommen habe. Der Minister des Innern, Herr von Plehwe ist bekanntlich anderer Anstch. Wie uns aus Rußland mitgetheilt wird, habe sich der Hauptschuldige Piserjewski schon gleich nach den Krawallen erschossen. Red.) vermischtes. Eydtkuhnen. Der Bäckermeister Hirsch Freinkel in Kibariy (ein braver, frommer Jude), der schon seit Jahren Vackwaarcn an die kaiserlick-russische Hosküche liefert, bat jetzt vom Zaren eine goldene Uhr und Kette mit entsprechender Inschrift für den Gewerbesleiß erhalten. Gewiß eine große Anerkennung, wo die Wunden des Kischincwer Blutbades nock nicht vernarbt sind. Lcbrnövcrsichrrungs-GeNllschaft ju Leipzig, auf Gegenseitigkeit, errichtet 1830 (alte Leipziger). 3m Jahre 1002 dal ndj die Gesellschaft in erfreulicher Weise weiter entwickelt. Tro« der anhaltenden Ungunst der wirthschaftlichen Berhältnine haben sich der Eingang .. _ . .vdesfalladrheiluna wurden 6413 Anträge über M. 53672200 Versicherungssumme genellt und 5473 Versicherungen über M. 44760300 abgeschlossen. Auch die Sterblichkeit ist wiederum günstig verlaufen. Cs starben 1002 Personen. die mit M. 8421150 versichert waren, gegen073 Personen mit M. 78101Ö0 im Jahre 1001; das Mehr des Jahres 1802 nndet. in dem Anwachsen und Aelterwerden des Leriicherunasdestandes seine natürliche Erklärung. Der freiwillige Abgang hat sich, wie zu allen Zeilen bei der allen L-ipziger. so auch un Jahre 10» »2. wiederum in mastigen Grenzen gehalten; er ist in der Bersicherungssumme »M. 7746800) gegen das Jahr 1001 (M. 86648001 noch u,n M. 018100 zurückgeblieben. Der Reinzuwachs des Jahres 1002 stellt sich auf 230« > Versalien und M. 25720350 Versicherungs» siiniuie. Die Sß’-ämieneii,nalnne ist im verflossenen Satte auf rund 27 Millionen Mark, die Zinscneinnabme auf 8'. Millionen Mark uiid die Prämienreserve auf 184 Millioneil Mark augewachscn. Das GcseUschastsverinögen erreichte bei einer Vermehrung, nu »lebenslängUchenl Jahresbeiträge, wie ne nunmehr seit 1888 unverändert von der Gesellschaft vertheilt worden sind, und die steigende Dividende in den seit ihrer Einführung gewährten «ätzen zu deren Herabsetzung die alte Leipziger iwch nie Veranlassung gehabr hat.