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Der Israelit · 1903-06-29 · Heft 51 (29.6.1903) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 51 (29.6.1903)
Date
1903-06-29
Page
– (sequence 13)
Language
German
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113« standen, diese zu sammeln, für die heil. Sache zu erwärmen und an sich zu fesseln. Es ist anzuerkennen, dass Herr Dr. M. L. Bamberger seine Zeit und Kraft, seine. Kenntnisse und Fähigkeiten in den Dienst solcher Bestrebungen stellt. Möchte es ihm gelingen. dauernde und segensreiche Erfolge zu erzielen. nHx* rvz Jn pera! England. London. Um dem Treiben der Londoner Missions^esellschaft ein Gegengewicht zu bieten, hat sich dahier eine „Anti-Jewish Mission Leaque" gebildet. die zur Belehrung eine Zeitung in englischer und hebräischer Sprache herausgeben und eine Bibliothek gründen w'n!d. Das Unternehmen verdient jedmögliche Unterstützung. Mitglied kann jeder Unbescholtene beiderlei Geschlechts gegen jährliche 2.60 Mk. werden. Präsident des Vereins ist Henry B e r n - st e i n. Briefe, Geldsendungen sowie Bücher sind an den Sekretär Chaim Jsaac P e r s i tz, London 148, St. Paul's Road Highbury zu richten. Rußland. Petersburg, 26. Juni. (Eine o f f i z i ei l e russische Erklärung über das Gemetzel in Kischine w.) Der russische Minister des Innern. Herr von Plehwe, hat dem Engländer Arnold White eine Mittheilung zugehen lassen, die sich auf das Gerücht bezieht, daß der frühere Gouverneur von Bessarabien, General von Raaben, dreimal an den Minister des Innern telegraphiert habe, um die Erlaubniß zu erhalten, gegen die Ruhestörer in Kischinew Gewalt anwenden zu' dürfen. Herr von Plehwe erklärt, daß General von Raaben der Zentralregierung niemals das Ersuchen unterbreitet habe, gegen die UebelthäKr von Kischinew einschreiten zu dürfen. Die einzigen Nachrichten, die mit dem Gouverneur von Bessarabien ausgetauscht wurden, seien folgende: 1) Jn der Nacht des 7. April erhielt der Minister des Innern ein Telegramm mit der Mittheilung von dem Ausbruch der Unruhen. Der Minister, der sich zu der Zeit in Moskau befand, stattete an demselben Tage dem Czaren persönlich Bericht ab und erhielt von diesem den Befehl, den Gouverneur von Raaben aufzufordern, mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, so hart dieselben auch sein möchten, den Unruhen sofort ein Ende zu machen. Der Minister sandte in Folge dessen dem Gouverneur telegraphisch diesen dringenden Befehl. 2) An demselben Tage schickte^der Minister aus eigenem Antrieb dem Gouverneur noch ein zweites Telegramm, durch das er Kischinew und dem Distrikt Kischinew in Belagerungszustand versetzte. Dies geschah, um dem Gouverneur durch Uebertragung der Regierunasgewali die Gelegenheit zu geben, .solche , Personen zu bestrafen, die sich in Massen auf den -. Straßen sammelten. 3) Nachdem der Direktor des Polizeidepartements. der vom Minister zur persönlichen Untersuchung der Ursachen und der zu ihrer Unterdrückung getroffenen Maßnahmen nach Kischinew geschickt worden war, seinen Bericht abgestattet hatte, schrieb der Minister dem General von Raaben, daß dieser den Chef der städtischen Polizei aus dem Dienst entlassen solle, weil der Polizeichef versäumt habe, die ihm als verantwortlichem Beamten zur Sicherheit der Einwoh-. ner anvertrante Gewalt in genügender Weise zu benutzen. 4) Der Minister des Innern theilte dem General von Raaben telegraphisch mit, daß der Kaiser aus demselben Grunde seine Entlassung angeordnet habe. Ein weiterer Verkehr hat zwischen dem Minister des Innern und dem Gouverneur von Bessarabien in Bezug auf die Kischinewfrage nicht stattgefunden. Es ist merkwürdig, wie viel Umstände in einem Falle gemacht worden sind, in dem sich die sofortige Unterdrückung der Gewaltthätigkeiten von selbst ver-" stand. vermischtes.. Mainz, 29. Juni. Herrn Metzgermeister Simon Morgenthau, hier, wurde auf der „Großen Deutschen Fachausstellung für das Fleischergewerbe" in Potsdam die silberne Medaille für die von ihm hergestellten Fleisch- und Krastextracte zuerkannt. Es ist dies eine um so größere Ehre, als diese Firma außer Wettbewerb stand. London. Der Lordmajor von London, der 1898 bereits zum Ritter beförderte Sir Marcus Samuel erhielt den Peerötite!: er ist Besitzer der Shell-Damvferlinie. Baronct Samuel ist gerade fünfzig Jahre alt. Berichtig nn g. In dem Verzcichniß: „diene cingegangene Bücher" in der litterarischen Beilage zu dir. 48. ist als Verfasser des anm roy -120 der verstorbene oy!?py^s -|iy>j< zu setzen. M. Freilich, Specialis! für Brnqietdende, auöfcfiifcfslidjcr (ftjcuatc voa f. f pattirtlrtcu Bandage» ....... in Iiemberg. 4>on ben tnmaiteu uui> aufrichtigsten Gefühlen meines Herzens veranlag.sprecheiw öierimt önentljch meine« verbindlichsten .tanf mr die wunderbare Rettung meines, von einigen hervor- >b.ensgefahrliche Operation aufaegebenen Lebens aus Nachdem ,ch «ber Aurathen des Tr. S. Metb aus Xjtmo '» Ihrer Anmut im halbtoten Zustande angekommen bin Haben Sie es durch Ihre Natiirheilmethode ohne Operation und Medlcamente dazu gebracht, mich binnen 1V Monaten aus meinem 2 emberg. 4. Januar 1903. Louis AIvls Lorentz, Dampfsägen-Beamter In Jasto, geb. In Pari«

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