Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 50 (25.6.1903)
- Date
- 1903-06-25
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
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Ccntral-Orgair für das orthodoxe Judenthum. lütter für dre israel. Schule. 2-r. Zuni 19V3.^ W s$u [Sr. ». Verein jödisdx’r kettgionslehrer 0$torea$$ö»$. i4. ^itljrcötinfammfuiii] am 21 Zweiter Tag. Cetfentliiiie Versammlung. Donnerstag, den 21. Mai. Vormittags 9*- \lbr eröffnete der Vereinsvorsitzendc. Prediger 5tii r - mann- Osterode die öffentliche Versammlung. Die Jahresversammlungen, so führte der Vorsitzende in seinen einleitenden Worten aus, gehören zu den grosten Ereignissen im Leben des jüdischen Religionslebrcrs. aus denen er Erfrischung für sein Gemnth, Stärkung und Anregung für sein zielbewußtes Streben im Amte schöpft. Der jüdische Lehrer bedarf solcher Anregung, denn sein Leben ist in erhöhtem Maste Mülle und Be drängniß. Praktisch Vonvärts kommen aber kann er nur durch enges Zusammenhalten aller Standesbrüder und durch vereintes Streben. Mit solchen Mitteln ist es uns gelungen, die Versorgungsverhältnissc in Oft Preußen in kurzer Zeit grundlegend zu bessern, daß nur noch ganz vereinzelte Gemeinden heute noch nicht bei der ostpreust. Penstonskasse angeschlossen sind: unter gleicher Voraussetzung dürfen wir hoffen, auch unser neuestes Unternehmen, den Normalvertrag für die jüdischen Religionslehrer Ostpreußens, bei uns zur Einführung zn bringen. Wir sind glücklich, bei allem in dem ostprcußischcn Synagogenverband einen treuen Helfer zu haben und in Königsberg, wie in der Provinz viel freundliche Unterstützung dabei zu finden. Die bedeutende Spende, die uns zu dem heutigen Tage für unsere Pensionskaffe geworden, sei ein erneuter Beweis dafür. Für die jüdische Lehrerschaft Ostpreußens liegt ein vermehrter Ansporn darin, ihr Bestes für die Forderung der uns anvertrautcn religiösen Interessen herzugeben. Der Vorsitzende begrüßte hierauf die erschienenen Vertreter des Vorstandes der Königsberger Synagogengemeinde, Herrn Professor Dr. L a f f a r - E o h n, I Mar er. zu >röui.;övcr.; i. Pr. der der Versammlung die Grüße und Glückwünsche der Königsberger Gemeinde, wie des Verbandes der ostpreust. Syuagogen-Gemciiiden übcrbrachte. Ebenso widmete Herr Rabbiner Dr. V o g e l st c i n der Versaunnlung Namens des .Königsberger Lokalvcrcins herzliche Worte der Vcgrüstung. — Der Vorsitzende dankte beiden Herren, erinnerte bezüglich des Herrn Professor Dr. Lassar.-Cohn an die Verdienste des verstorbenen Schwagers desselben, des unvergeßlichen Rabb. Dr. Vamberacr. und an die werthvolle Unterstützung. rvelche sich die ostpreustische Pcusionskasse von i!'w selbst bei der ersten Einsührnng zu erfreuen hatte. Gegenüber Herrn Rabb. Dr. Vogelstein bemerkte der Vorsitzende, daß cs der Stolz der ostprcußischen Vereinigung sei. daß hier zwischen Rabbinern und Lehrern so schöne Harinonie herrsche. ' ° Der 'Vorsitzende gab noch Kenntnis; von den c?ih gelaufene» Begrüßungsschreiben und gedachte dann der im letzten Jahre verstorbenen Vercinsinitglicder (Rabbiner G o t t l i e b Eydt kühnen, Kantor a. D. Freycr, zuletzt in Stettin und Prediger a. D. Scherbcl, zuletzt in Hamburgs. Die Vcrsainrnlung erhob sich zu Ehren derselben von ihren Platzen. Rach einem kurzen Gebet begannen nunmehr die geschäftlichen Arbeiten. Den ersten Vortrag hielt Rabb. Dr. Olltzki- Allcnstein über das Thema: ,.Dc r tt ebe rga ng von der b i b l i s ch c n z n r j ü d i s ch e n (M c - s ch i ch t e." Da der gelungene Vortrag demnächst anderiocitig veröffentlicht werden tvird, dürfen tvic seinen näheren Inhalt hier übergehen. Eine Diskussion schloß sich nicht daran. Es folgte die vorgesehene L e h r p r o b e über „das goldene Kalb", gehalten von Kantor Berg-