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Der Israelit · 1903-06-25 · Heft 50 (25.6.1903) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 50 (25.6.1903)
Date
1903-06-25
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Kentrat Organ für das orthodoXe Zudentßum. Begründet von . . Dr Drhnrsnrr in MLNittz. 44. Jahrgang. JJ 50 Donnerstag, -en SV. Siwan 5663 25. Juni 1903. Flf*" P22* Da mit dem 1. Juli 1903 ein neues Quartal beginnt-, so erlauben wir uns, die ge- L-Jr~^y ehrten Wonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden mutz, damit die Versendung.keine Unterbrechung erleide. In der Postzeitungsliste pro 1903 eingetragen unter Nr. 3932. Neu einfretende Abonnenten (Postabonnenten gegen Vorlage der Postquittung) erhalten das Blatt bis Ende dieses Monats gratis. M uÄ feine Jdigi^DiiiojoDlit. Von Reiner—sopron-Beled. «Es empörten sich Korach, Sohn Iizhars. Sohn Kehotz, Sohn Lewis und Dathan und Awiram, Söhne Eliaws und Aun, Sohn Peleths, Söhne Röubens." Bezugnehmend auf diesen Vers unserer dieswochentlichen Sidrah wirft der Midrasch die Frage auf: «Was konnte den Korach dazu bewogen haben, die Streitaxt, die in Israel für die Ewigkeit begraben sein sollte, zu erheben, um dieselbe mit großer Wucht gegen unseren Lehrer Moscheh zu schwingen? Wie konnte ein Mann wie Korach, von dem es im Midrasch heißt, „daß er scharfsinnig, daß er klug war," sich von seinem Ehrgeize derart hinreißen kaffen, ohne irgend ein stichhaltiges Motiv, welches sein Gebühren vor Gott und der Welt rechtfertigen sollte, es wagen, gegen unseren Lehrer Mosche; diesen Mann Gottes, mit de.m der Allmächtige von Angesicht zu Angesicht gesprochen, in die Schranken zu treten, um ihm die Königs-, seinem Bruder Ahron hingegen die Hohepriester würde streitig zu machen?" «Er sah den Abschnitt, der über das Gebot der rothen Kuh handelt," antwortet der Midrasch, „wodurch er zur Meinung kam, daß sein Vorgehen gegen Moscheh ein gottgefälliges Werk sei." Zn unserer Sidrah beißt es ferner: „Die Aufwiegler rotteten-sich über Moscheh und Ahron zusammen und sprachen zu ihnen: «Zuviel Würde für Euch, besteht ja die ganze Gemeinde aus Heiligen, warum erhebt Ihr Euch über die Gottesversammlung?" An die Worte tramp tbi rr™5 bs w anknüpfend, läßt der Midrasch den Korach seinen Protest mit folgenden Worten motiviren: „Haben sie ja alle gleich Euch die Gebote „Ich bin dein Gott und du sollst keine Götter haben,'" am Sinai von Gott verkünden gehört, warum erhebet. Ihr Euch nun über die Gotiesver-- sammlung, hättet Ihr diese Gebote allein am Sinai gehört, hätte ich Euch das Recht, die höchsten staatlichen und kirchlichen Würden für Euch in Anspruch zu nehmen, zuerkannt; dem ist doch aber nicht so, haben sie ja alle die Gebote von Gott verkünden gehört; und nun mit welchem Rechte dünkt Ihr Euch höher, als die ganze Gottesversammlung?" - > Es ist auffallend, wieso der kluge Korach, der doch aller Welt klar darlegen mußte, daß seine Forderungen für's Volk berechtigte und somit die Negierung Moscheh und Ahrons eine unberechtigte sei, dies durch solch' alberne Argumente thun wollte. Er hätte ja seinen Gegnern die Waffe, welche seine hochfliezenden Pläne zerstören konnte, einfach in die Hand gedrückt, stellte ja Korach die Vorzugsberechtigung des Moscheh und Ahron nur deßhalb in Abrede, weil ganz Israel gleich ihnen die zwei Gebote .t.t ubi von Gott am Sinai verkünden gehört haben. Wäre dies aber nicht der Fall gewesen, und wie er es ja selbst gesteht, hätte die Negierungsberechtigung dieses hehren Brüderpaares gar nicht angezweifelt werden können. Nun, dies war ja bei den anderen 611 Geboten der schriftlichen Lehre und der ganzen mündlichen Lehre der Fall, welche dem Moscheh und theilweise dem Ahron, mit Ausschluß von ganz Israel, von Gott mitgetheilt wurde, um sie zur Ermöglichung der Ausübung den Kindern Js-

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