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Der Israelit · 1903-06-22 · Heft 49 (22.6.1903) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 49 (22.6.1903)
Date
1903-06-22
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Straftburg i. <?., 19. Zum. Nächsten Dienstag. 23. Juni, wird in Slraßburg im Hotel „Monopol". Ruhrgasse, die dritte Generalversammlung des Elsaß- Lothringischen Rabbiner-Verbandes unter folgender Tagesordnung stattfinden: 1) Bericht der Thatigkeit des Ausschusses und Rcchnungsablage. 2) Antrag an die Konsistorien Elsaß-Lothringens, betreff. Mitgliedschaft der elsaß-lothr. Rabbiner in den Verwaltnngskommissionen und Mitwirkung derselben bei Anstellung der Kantoren bezw. der cp“r-i mp». 3) Die Konsrrvirung der noch vorhandenen Urkunden und Denkmäler, die auf die Geschichte der Juden in Elsaß-Lothringen Bezug haben. 4) Geschäftsordnung des Elsaß-Lothringischen Rabbiner-Verbandes. 5) Einsetzung einer Kommission zur Erledigung religiöser Fragen. 6) Vorschläge zur Hebung des israelitischen Religionsunterrichts in Elsaß-Lothringen. 7) lieber die in der zweien Generalversammlung des Elsaß-Lothr. Rabbiner-Verbandes angeregte Metzgerfrage und Vorschläge zu deren Regelung. 8) lieber eine geplante. Einführung von Weihnachtsferien der elsaß-lothring. israelitischen Elementarschüler an Stelle der Chanukahferien. (? Red.) 9) Sonstige Anträge. 10) Neuwahl des Ausschusses. Einige Tage später- Anfangs Juli, werden die dem Els.-Lothr. Rabbinerverbande angehörenden Rabbiner in Straßburg, im Sitzungssaal des israelitischen Konsistoriums, zu einem halachischen Vortrag sich vereinigen, welchen Rabbiner Dr. Goldstein - Mutzig über die cnon mtio abhalten, wird. Auch diese zwecks *ihx*i m*n Vn;’ Vereinigung, welche auf Anregung des Rabbiners Dr. Weil in's Leben gerufen worden ist. wird die dritte sein, welche in diesem Jahre stattfinden soll. Die erste Vereinigung fand an 23. März *nx statt, die zweite am 25. Mai, T'X n*r. In der ersten hielt Rabbiner Schüler- Bollweiler einen Vortrag über vnr 'ab rmss, in der zweiten Rabbiner Vamberger - Senheim über xb *.x 121 r--; nsra Möge der Allmächtige den an dieser 27M. Lvb 7ns» aktiv lote passiv sich betheiligenden elsaß-lothringischen Rabbiner die rvci geben br rx rr&sfa ~zvb npnpn vrmn Mögen aber auch die bisher dieser c'cv txh Vereinigung fernstehenden Rabbiner (welche leider keine unbeträchtliche Zahl bilden) von diesem Wunsche durchdrungen werden, damit an dem Elsatz- Lothring. Rabbiner-Verbande in Erfüllung gehe ivyi cbvt 23bz tr-xn rr&vb r“x r.-.^x cb?. Oesterreich. Lemberg. (Ein neues Spital.) In feierlicher Weise wurde vor einigen Tagen das neue. auf Kosten des Direktors der Galizischen Hypothekenbank. M. Lazarus, erbaute und mit den modernsten Einrichtungen ausgestattete südische Krankenhaus eingeweiht und eröffnet. Der Feier wohnten die Vertreter der Staats-, Militär- und autonomen Behörden, die Mitglieder des Gemeinderathes, mit dem Bürgermeister und Vize-Bürgermeister an der Spitze, mehrere polnische Abgeordnete, zahlreiche Universitäts- Professoren und Privatärzte bei. Der Präsident der israelitischen Kultusgemeinde, Reichsraths-Abgeordneter Dr. Byk, hob rühmend in einer eindrucksvollen Ansprache, in der er auf die Leidensgeschichte des jüdischen Volkes verwies, die Munifizenz und seltene Opferwilligkeit des Stifters des Spitals, Herrn Lazarus, hervor. Es sprachen noch Bürgermeister Dr. Malachowski, der Namens der jüdischen Gemeinde den Dank für diese hochherzige Vethätigung des Gemeinsinnes ausdrückte, und im Namen der Landeshauptstadt Primar-Arzt Gemeinderath Dr. Pisek. Die Feier schloß mit einem Bankett, an welchem zahlreiche hervorragende Persönlichkeiten theilnahmen. Karlsbad. Ein dankensiverthes Hnh-nu'Ümm ist vor Jahresfrist in Karlsbad zustande gekommen. dessen Hebung wir wünschen und den Leser» dieses Blattes in empfehlende Erinnerung bringen. Herr Alan ans Budapest, der in orthodoxen Kreisen uoctMfhrtft bekannte Kestaurateur. hat am genannten Badeorte eine Nestau* ration eröffnet. s Seit Jahreir schon „tackt in Karlsbad fick das Bedürsnitz nack einer Restauration geltend, die dem Fortschritte der Zeit Rechnung trägt tmd deren Kaschros sich über jedcit Zweifel erhebt;' Nicht als ob in Karlsbad eine solche Restauration nicht vorhanden wäre, im Gegenthcil. Karlsbad zählt zn feilen Badeorten, in denen man seit Deccnien schon mit rubigein Gewissen koscher cffen kann. Die Frequenz dieses Badeortes iit es aber, die „ach cmcy Berinebrnnq verlangt. Es ist ja aeradezn erstaunlich, in welchen Dimensionen die Zahl der Kurgäste von Saison zu Sasse»» ivächst. Es ,var daher cm glücklicher Gedanke des Herrn Blau, in Karlsbad eine Restanratloii zn eröffnen; sie ist keineswegs das Ergebnitz einer Konknrrenzsncht. sondecil das Produkt des wirklichen Be», dürsniiics. das aus dieseiil Grunde schon eine kräftige Unterstützung verdient. - Fünf Minuten uon der Bahnstation Karlsbad entfernt,, grügt uns ein stattlicher Ban mit der Amichrist. „Hotel Terminus*. Wir treten ein «»rd n»drn uns in eineiil mit alle»» Comfort aus« gestatteten Saale. Blühend weibgedeckte Tische, blankgeoutztcs «ilberzeug. sorgfältig gehaltene Service zeigen, das; ivir im Speise« »aal uiis befinden. aber auch, bas; hier auf Ordnung uird Reinlich, feit gehalten wird. Kein irberschwäimUcher Staat, aber alles gediegen, echt und zweckentsprechend. Durch wavdgrosze Fenster flutet das Licht in Fülle, gute Bentilntion schaffet frische Luft, reichlicher Räum, solide Waiidtapeteii. sehr hübsche Stucnturarbeitcn machen den Aufenthalt angenehm, ivozu sich, ivohl nicht zuletzt,, die spinpatische Erscheillung der Gastgeber gesellt,, die die Bcdienilng mit Umsicht bcauinchtigen u»id jedem Wtnssche mit der gröszten Zuvorkommenheit cntargenkonimcii. Durch einen Zivischen» raum getrennt, schlicht diele,» Spciicsale sich ein z>veitcr an. der a,r Grosze und Ansstuttimg den erstercn übertrisst. Eine wetter« geschützte Veranda schliert diese»» Saale sich an und bietet angcnehinen Ailientholt. «llen denen, die frische Lust a»rs erster Handempfangen tvolle,,. sror: dem Eingangsslur aus' führt eine teppichbeicqte. bequem zu ersteigende ivteintreppc nach den drei Stockwerken hinauf, woi'elbsr die Wohnzimmer, liegen, von ivelchen die verschiedensten Gattungen zu finden sind und die m-.in»igfaltigeli Bedursmffen zur Befriedigimg bienen. Hier sehen wir Emzelzuniner und iiv-inalidergehende, für eine zwei und mehr Personen, wie sür ganze Familien, hoch elegante und einfachere Zimmernach der belebten St raste, nach dem ruhigen Walde, twch der Seite der Eorlne »nd nach der blühende» ivamtteincite. Die Presse sind durchaus billig; ibre Höbe stehi im gleichen Verhältnis zur^ Ausftattimg der Wohnung und in» iiiilgekechrten zur- Hohe derselben; er fällt „m so tiefer, je höher der Gast steigt. Was das Vertraue» bezüglich des K>:schrus betrifft,- brauchen >vir mir auf die Korpphäcn der ungarläiidischen illabbiner z»> verweisen, die nlle Herrn Blau persönlich Feimen und ih»,,licht allein Vertrauen schciilc». sondern sein Uiiterncbme». der guten Sache halber, gefordert ivissen wollen. Mag cs null mit Gottes Beistand gelingen!

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