Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 49 (22.6.1903)
- Date
- 1903-06-22
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Zu parnschath Kordel}. \5;öMft-A»i..B>rw^,.»po.DrÄ >*2n:p :wo j6 mp ';si i’\ ' :v ' «NI'V 1"LX *•■• ' Das Kapitel von mp und dem von ihm in Szene gesetzten'Aufstande wider Moses, den göttlichen Mann, gibt Uns viel Stoff zum Nachdenken. Wir stehen vor eiüem großen, unaufgelösten Räthsel. Kor ach, der Held dieser Parscha, war einer von den a«xo Er hat die'wunderreiche Erlösung miterlebt, mit eigenen AUgen, die Groß- Und Wunderthaten Gottes in L^üa - 'uüd-am Schilfmeere gesehen und wahrgenommen. Vor seinen Augen haben die Meereswogen Pharäo's Riesenheer verschlungen, während er unter den Tausenden Israels trockenen Fußes durch die brausenden Fluthen des Schilfmeeres geschritten. * -Räch der Meinung des pso 'nyc ", ist das größte, hervorragendste und merkwürdigste Wunder von allen Wundern:bä§ :f ö womit Gott 600,000 jüdische Seelen 4E Jahre in einer unbebauten, furchtbaren und öden Wildnitz, die bis heute noch, nach mehr alsdreita'us'end Jahren, kein Saatkorn keimen und aufblühen sah, durch eine, weder vorher noch nachher gesehene'Und gekannte Himmelssveise ernährt und erhalten hat.." Dieses Wunder aller Wunder hat er täglich mit' leiblichen Augen gesehen und seinen Hunger in ausreichendem Maße daran gestillt. Alle diese Wunder 'sind v'ön Moses voraus verkündet worden, unter seinem Diktate in's Leben getreten, auf sein Kommando erschienen. 'Als' Mitträger, an der Bundeslade, der alleinigen'Führerin in dieser furchtbaren Wüste, hat er doch Gelegenheit' gehabt, zu sehenwie vor dem An-' blicke des - 'npix. Berge sanken, Thäler sich erhoben und alle Hindernisse aus dem Wege schwanden. Und wir fragen mit unseren Weisen: Wie kommt es, daß er als vernünftiger Menschen, als Mitträger des 'n px üüf solchen wahnwitzigen Gedanken gekommen, die 'göttliche Mission des Moses anzuzweifeln, oder gar in ' AbUde'' 'zu ' stellen.' Wenn wir es wirklich mit einem ' henkfähigesi'Menschen und nicht mit einem völlig? 'wahnsinniges Thor ^zü thun haben', ' Müssen wir notgedrungen annehmen, daß er für alle diese problema- ''tischen.^ übernatürlich' scheinenden Vorkommnisse einen Länderen'Schlüssel gefunden, und eine natürliche Auflösung sich'zurecht gelegt.'- Nachdem jedoch bis auf den Her*« i - drei tau sendjährige wi ssenschaftliche Forsch- ^A/^thosie> welche?!on'kchäü^ üUereM; welches diestj ^Wtmd'sd'rn Vem2küsitz'äft'-nU' NöO,OOE' DkeÜschen wahr-4 sit konnte es^ nüv genommen', nicht zü Gebot?' ein 'von' grenzenlosem Ehrgeiz angefachter Uebermuth, jaein an Wahnsinn grenzender. Aufruhr stiftender, frecher Geist sein, welcher ihn zu einem Aufstande gegen Möses und Aron, und zur Bekämpfung der von ihnen getroffenen Institutionen, getrieben. Und von den Atheisten aller Zeiten und Zonen gebührt unserem Korach „die Krone der Vater- und Meisterschaft." Ein Zeitalter, welches einen Korach gezeitigt, dürfte keineswegs als ein geistesarmes, in tiefster Unwissenheit vegetirendes, jedem Betrüger ohne Mühe ins Netz fallendes, betrachtet werden. Wenn aber die göttliche Weisheit als Leiterin und Lenkerin der Weltgeschichte zu ihrem Weltenplane es für nöthig erachtet, einen Pharao zu schaffen, ihn mit einer ausdauernden Widerstandskraft, einem Riefentrotze auszustatten, damit an ihm die nach seinem Willen lenkende, richtende und strafende Gerechtigkeit und Allmacht Gottes dokumentirt und bekundet werde, ' >227, ttd r,s *Ftanr. rxT yaap pxr» 's» so durfte und konnte es nicht weniger im göttlichen Erziehungsplane liegen, zur Belehrung der Menschheit einen Korach in die Welt 'zu fetzen, damit durch diese O v p o s i t i o n erst recht die G o t - tessendung Moses ihre Trumphefeiern könne, und die durch Moses verkündete Wahrheit zum Siege geführt werde. „Was durch Pharao in der physischen Welt erzielt wurde, ist durch Korach in der Gedankenwelt vermittelt worden." Es.liegt nun einmal in unserer schwächlichen und gebrechlichen Natur, daß wir die Strahlen der Sonne nur durch ein getrübtes und geschwärztes Glas schauen können. Wir wissen die großen Ideale der Menschheit nur aus deren Gegensätzen zu schätzen und zu würdigen. Die Guten müssen für uns, wenn wir an ihrem Beispiele uns erheben sollen, durch die Bösen schattirt werden, Wahrheit, Tugend und Heiligkeit durch ihre Kontraste, Luge, Laster und Unreinheit, ihr in die Augen fallendes Kolorit erhalten. ' Wir sind nun einmal so geartet, daß wir mehr vom Anblicke des Lasters abgestoßen, als vom Bilde der Tugend angezogen uns kühlen. Die Neros, die Scheusale des Menschengeschlechts, haben ebenso ihre Verdienste an dem Siege der Menschenrechte, wie die Wohlthäter der. Menschheit.' ‘ Auch die Gottlosen, die Bewohner der-Hölle, .nach dem Ausspruche, unserer Weisen, singen Lieder auf die Gottesidee, mn? cnwst azvsi •' ’ Auch für Korach und seine Gefolgschaft wurde ein Platz/und zwar ein hervorragender, in'der Unterwelt bestimmt, von.welchem aus er Hallelujah auf die .Gottesmacht singt.?-. ~~S ,c -ÄvüvT« -e.-k-'-iLSss»M Z:iß.JVr,F'f nztmE