Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 48 (18.6.1903)
- Date
- 1903-06-18
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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AenLrak-Hrgan für das orlyodoXe Iudenlhum. i8. su«t 190.3.1 Werarfflhe Deilllge jü jYs 48. m. 8. Talmudische LiLLeraLur. Tiwrr jübb bv nniö "£*‘ Aon Rabbiner Israel Braun in Halle a. d. Saale. Druck und Verlag von Kahn Sc Fried in Munkücs, Ungarn p'vb 2212..? Zahlreich sind die Kommentare und Erläuterungen zu den Sprüchen der Väter. Die vornehmsten Geister aller Zeiten suhlten sich wie von einem Zauber hingezogen, die von sittlichem Ernst und edler Menschlichkeit getrogenen Sentenzen unserer Weisen zu interpretiren und zu deuten. Sie fanden hier die schönste Gelegenheit, ihren Geist und Scharsinn, die ganze Tiefe ihres Gemüths, ihr warmfühlendes Herz zu bekunden und zu entfalten; mit einem Worte: Jüdische Ethik zu lehren.. Von so vielen wollen wir hier nur zwei herausgreisen, denen dies in hohem Maße gelungen ist: Rabbi „Naftali Herz Wesel" und Rabbi „Mair Lehmann." Wer es wagt, angesichts dieser Geistesbelden, deren lichtvolle Erklärungen zu Pirke Abot sich förmlich in's Herz schmeicheln, einen Kommentar zu dieser Maßecheta zu schreiben und dabei Neues, Gutes und Gediegenes schaffen will, der muß mit großem Wissen und mit seltener Begabung ausgerüstet sein. Aus diesem Grunde haben wir vorliegendes Buch mit einigem Mißtrauen und zugleich mit gewisser Neugierde in die Hand genommen. Doch der Verfasser will überhaupt keinen P e r u s ch w.2rr rczn bv bieten, sondern nur bescheiden Glossen und Veinerkungen hierzu liefern. Und diese dürfen wir mit Freuden begrüßen und mit Recht willkommen heißen. Rabbi Israel Braun ist ein guter, alter Bekannter für uns, da wir ihm auf dem Gebiete de^. j Agada schon einigemal begegnet sind (in seinen zwei Theilen brrirw ri'2, welche auch im „Israelit" besprochen würden), und dieselben Vorzüge, die seine früheren Schriften auszeichnen, kommen auch hier zur Geltung. Es gewährt uns einen besonderen Reiz, da so manchen guten Pschatt oder geistreiches Pschettl im alten Geiste und in alter Form, in Uebereinstimmung mit modernen Ideen zu finden. Die Sprache ist fließend, leicht verständlich, gewandt und kurz gefaßt. Die Diktion zuweilen gehoben und von heiligem Glauben seifer durchgluht. Das Werk verdient alle Anerkennung und die. weiteste Verbreitung in Fachkreisen, besonders bei Rabbinern und Lehrern, die sich mit Schiurvorträgen befassen; sie werden hier reichliche Anregung finden. Uebrigens bedarf die Schrift keiner besonderen Anempfehlung. Die Haskomos und Gutachten von bewährten Meistern der Agada, welche dem Werke beige- - druckt sind, wie auch der Erfolg der früher herausgegebenen Schriften des gelehrten Verfassers, geben die volle Gewähr, daß auch die vorliegende Arbeit eine freundliche Aufnahme finden wird. Rabbiner H. G a l a n d a ü e r. c*em N'.L'L>2 n'bis&B t> bv yaip w.71 "tpy .121 rn Inn 'v2m *61131 'rw pn piee 121 2',iciem Herausgegeben von Josef Schwarz, Bonyhad (Ungarn). Den großen grundlegenden Arbeiten der Renaissance der talmudischen Wissenschaft, folgte in unserem Epigonenzeitalter zumeist nur eine dürftige Nachlese zu jenen bedeutenden Publikationen. Und besonders dasjenige, was aus der Schule, wo die discussive Methode herrschend ist. der Oeffentlichkeit übergeben wird, ist mehr von populistischer Dialektik und schillerndem Witze, als von lichtvoller Klarheit geleitet. Umsomehr freuen wir uns. auf das in Rede stehende Werk zu verweisen, das, wie schon sein Name ankündigt, eine Sammlung von Abhandlungen und Entscheidungen zeitgenössischer Rabbiner enthält, die in [ e;ci’ u.ibi sich das Schlachtfeld erkoren, um mit über-; raschender Gewandtheit, tiefer Gründlichkeit und oft saszinirendem Scharfsinn der Wahrheit zum Siege verhelfen. Niemand wird das Buch aus den Händen legen, ohne daraus Nutzen gezogen zu haben, und da die verschiedensten Fragen in Erörterung gezogen wer- / /