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Der Israelit · 1903-05-25 · Heft 40 (25.5.1903) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 40 (25.5.1903)
Date
1903-05-25
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Kentrat-Hrgan für das orthodoxe ZudenLhum. Begründet von- Ds. Dehcnrsrnr'i» LÄDirrz. 44. Jahrgang. M 40 r Asr ms. Mo «tag. 28. Ajia» 5663 , SS. Mat 1903. V Zü- Grrre MMM abonnkrt man bei alten Postanstalten für den Monat . : -fa <3 u n i # auf den „Israelit" Dieser Preis tritt aber nur ein bei Abonnements, welche rechtzeitig am Post-ZeitungSschalter des Wohnsitzes des Bestellers oder bei dem bei treffenden Landbriefträger aufgeqeben werden. Die Briefträger find berechtigt, den Abonnements-Betrag in den ersten 25 Tagen des Monats gegen Quittung in Empfang zu nehmen. Ausland entsprechend Häher. Die Erpedilirm des «Israelit." Es gibt Schuljungen, die die Bibel auf Pikanterien durchstöbern, und es gibt Männer, die. sie durchforschen, um aus den in ihr vorkommenven Greuelgeschichten und scheinbaren Widersprüchen ihre Werthlostgkeit, .Ingöttlichkeit und Verderblichleit zu beweisen. Solche lernen sie natürlich nicht kennen. Wer sie kennt, dem ist es keinen Augenblick zweifelhaft gewesen, daß der neueste Angriff auf sie enden werde, wie alle früheren Angriffe geendigt haben, und das Ende ist diesesmal rascher gekommen, als sich erwarten ließ. Ehe diese Zeilen den Lesern vor die Augen kommen, werden sie das Heftchen gekauft und gelesen haben, das die Gesetze Hammurabi's') enthalt, und werden daraus den ge- 1) Mit einigen kleinen Kürzungen aus der Zeitschrift: „Die Grenzbote»." Verlag: Sr. Wilhelm Grunorv. Leipzig. Es sei hier auch auf die Nummern 8 n. 15 der gleichen Zeitschrift aus. merksam gemacht, die Artikel über denselben Gegenstand enthalten. 2) Die Gesetze Hammurabls. .Nomas von Babnlon. um 2250 v. Chr„ das älteste Gesetzbuch der Welt. Ncbecsetzt von Suao Winkler. Mit einer Abbildung des Steindenkmals. Heit4 der von der Bsrdsroüatischeu Gesellschaft unter dem Titel „Ter alte Oricitt" lieransgegebencn gemeinverständlicher, Tarstelliingen (Leipzig, I. C. Hiiirlchs. 1002). — Zions «sieg über Babel. Predtgr vom Pastor Georg La,so» (Berlm. Trowitzsch iu Sühn, wattigen Unterschied zwischen diesem ältesten bürgerlichen und Kriminalgesetzbuch und dem Gesetze Mosis erkannt haben?) Daß Babylon einer der ältesten Kulturstaaten gewesen, daß sein Boden wie ein Garten angebaut, feine Hauptstadt mit den herrlichsten Bauwerken geschmückt gewesen ist, hat schon längst jedes Kind zunächst aus der Bibel gewußt. Daß ein solcher Kulturstaat nicht ohne Gesetze bestehen' kann, die das Eigenthumsrecht, den Gewerbebetrieb und den Handel, die Pflichten der Unterihanen, das Eherecht und das Erbrecht regeln, sicht von vornherein fest. Und zwar fallen aus innerer Nothwendigkeit alle solche Regelungen ähnlich aus. Daß das auf eine Siele eingegrabene Gesetz des babylonischen Königs die Rege! bestätigt, kann nicht überraschen, und höchst interessant ist es, daß wir darin auch manche Besonderheiten des mosaischen Gesetzes wiedcrfinden, wie die, daß Bußen festgesetzt werden für den von einem stößigen Ochsen angerichteten Schäden. Aber von dem, was das mosaische Gesetz und die Propheten vor allen Gesetzbüchern der Alten Welt auszeichnet, finden wir auch in dem baylonischen Gesetzbuch keine Spur, vielmehr in einigen Stücken ausdrücklich das Gegentheil. Bon den drei wunderbaren Vorzügen des biblischen Gesetzes ist der erste seine Humanität, an die auch die griechische Humanität. wenn man in diesem Begriff das Gewicht auf allgemeine Menschenliebe und Erbarmen legt, bei weitem nicht hinanreicht. Die Pflicht, für die Armen, für Wittwen und Waisen, für die Fremdlinge zu foraltonentalndieu 35erifm5Iet, eine Erwiderung ans Pro,e>wr Ir. DeützickiS „Babel und Bibel" von Professor Dr. Hammel (Verlag der dc,»scheu Orientmission. Berlin W, Lutzommer ohne Jahreszahl).— Das Alte Testament und Grabungen von Dr. Karl Budde, ordentlichem Verständigung' und Abwehr vmrDr.Älf red Je"?nnVü's^Pfarrec der Lutherkrrche zu Leipzig (Leipzig. I. C. Hinrichs, 1903). 31 Unser verehrter Mitarbeiter Herr Rabb. Dr. Ludw. yl. ,o?rnthal. hat den Gegenstand unsere» Lesern in lichtvoller ---- Nedaction des „JSraAit". ' Weise vvrgcsührt.

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