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Der Israelit · 1903-05-18 · Heft 38 (18.5.1903) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 38 (18.5.1903)
Date
1903-05-18
Page
– (sequence 12)
Language
German
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860 vmz Posen bestand. Die dort lebenden Schutzjuden wurden zu Staatsbürgern, so wie sie z. V. Nachweisen konnten, daß sie eine höhere Schule absolviert hatten oder Unteroffizier in der Armee geworden waren. Etwas AehnÜches ließe sich bei uns auch einführen. Auf diese Weise würde sich den Verhältnissen ihre Scharfe nehmen lassen." Herr Carp ist der einzige rumänische Staatsmann, von dem ich eine Meinung darüber vernahm, wie aus oem jetzigen unhaltbaren Zustände herauszukommen sei. Leider verfügt er über keine hinreichend große Partei, um seine Ideen, die vorläufig mehr nur geistreiche Anregungen sind, in's Leben setzen zu können. ZeiLnngMsHriHlerr und EorrefportSenze«. Rußland. Petersburg. Die russischen Behörden haben in der Angelegenheit der Ermordung des Christenknab'en Rybälenko in Dubossary alles gethan, um das Lügengewebe zu zeigen, welches die antisemitischen Blätter von Petersburg und Kischinrw gesponnen haben, um aus diesem Morde einei^jüdischen „Ritualmord" zu machen. Dem Gouverneur von Cherson, Kammerherrn Le'waschew, gebührt das Verdienst, die Verleumder von der antisemitischen Presse genöthigt zu haben, das von ihnen verbreitete Gerücht von einem angeblich in Dubossary vollbrachten „Ritualmorde" öffentlich zu dementiren. Wie die „Rowosti" näm'tich melden, hat die Kischinswcr Zeitschrnift „Bessarabetz". jenes verlogene Blatt, das die Ermordung Rybalenko's zu seinen judenseindlichen Zwecken in schamlosester- Weise ausgebeutet hat, nunmehr die Erklärung abgegeben, daß seine frühere Meldung von einem „Ritualmorde" in Dubossary absolut falsch wäre. Es verlautet aber noch, däß die Behörde die Leiter des „Bessarabetz" wegen Verbreitung falscher und beunruhigender Gerüchte unter Anklage zu stellen beschlossen hätte. Zu unseren VWern. Es gibt Hunderte armer Menschen, welche durch körperliches Siechthum von der Außenwelt abgeschlossen sind und die zu keinen Angehörigen und Freunden eilen können, um an dem „Seder" theilzunehmen. Da treten nun wohlthätige Vereine in-Aktion, und seit vielen Jahren wird, insämmtlichey Spital lern von Budapest für.die jüd. Kranken, ja. selbst in den.lBefängnissen, für.die Sträflinge der.„Seder" gegeben.,,, ... unser .heutiges Bild fuhrt uns, nach Mxr .an Ort - und Stelle aufgenommenen Öriginalskizze, zur „Seder-Feier" im Rochusspital zu Budapest. Der unter dem Präsidium des Stadtrepräsentanten Dr. Jakob Schächter wirkende Verein „Bikur Cholim," welcher sich die Unterstützung armer Spitalskranker zur Aufgabe gemacht hat, veranstaltete auch Heuer im Rochusspital das rituelle Ostermahl. Direkt. Prof. Müller stellte zu diesem Zwecke einen, großen Saal zur Verfügung, welcher in ein Bethans umgestaltet wurde. Etwa 90 Kranke wurden in den Saal theils getragen, theils geführt, und nach dem Gottesdienst gab Herr Brünn den „Seder", worauf den Kranken ein kräftiges Mahl servirt wurde. Unter den Theilnehmern der „Seder" befanden sich alle Altersklassen. vom achtjährigen Mädchen bis zur 114jahrigen Greisin; letztere nennt sich Etel Einzig. Wir entnahmen dieses vortreffliche Bild dem bekannten „Neuen Politischen Volksblati" in Budapest. Die Zeichnungen von Kischinew bedürfen keiner besonderen Erläuterung, sie sprechen eine Sprache, die jedes geschriebene Wort ubertönt. Wunder über Wunder / Schnelle und sichere Heilung für Bruchleidende. Ich mache hiermit bekannt, daß es mir gelungen ist. eine neue Art Heilmethode zu erfinden, wodurch ich den gefährlichsten selbst veraltetsten auch 70 fahrigen Bruch und Nabelbruch hereinzubringen unstande bin. und zwar ohne jedwede Operation und Medikamente. Ebeilso bin ich imstande, verschobene, oder, eingehaltene Hoden auf den gehörigen Ort zu bringen. Auch habe ich Bruchbänder erfunden, welche in der kürzesten Zeit ben Leidendervollkommen ohne redwede Schmerzen heilen. Zur Steuer der Wahrheit besitze ich hunderte von ärztlichen Zeugnissen und Danksagungen von vielen geretteten und vollkommen geheilten Vatienten, welche den Beweis liefern, daß ich der Erfinder dieser neuen Heilmethode und Bruchbänder bin, die ausschließliches Patent besitzen. Die Bruchbänder müssen von mir selbst den Leidenden angelegt werden. Ebenso müssen die Patienten im Selbstanlegen unterrichtet werden. Das Honorar wird. laut Uebcreinkommen festgestellt. Persönliches Vorsprechen ist unbedingt nothwendig. da briestich nicht behandelt wird. Nähere AllSkünfte und Broschüre auf Verlangen gratis und franko. M. Freilich, k. k. yrio. Baudagen-ErZeuger. . Lemberg Srodecka 28, im eigenen Hause. «»ramNrung eineS (SafitUt Fabrikats!» Paris. Die täglich T*7 steigende Verbreitung des Canala-Salzes für Hackfleisch, dieses neuen Mittels zur Erhaltung der natürlichen Farbe des Hackst enches. zeugt von der Anerkeninliig. welide dieser/ Ersatz für Praiervesalz m den beteiligten Fachkreisen gefiinden hat. Dasselbe enthalt laut Analqse eines vereidigten Cvemikers keine Stosse welche durch den 8 21 des Gesetzes betr. die Sarlachtvieh- und. Fleischbeschau vom 3. 0. 1000 und die Bekanntmachung vom 18. 2.1002 als gesundheitsschädliche und täuschende Zusätze zu Fleisch verboten und. Eine.erfreuliche Tatsache ist es. das selbst im,Auslände dieses heimische neue -Fabrikat seine Anerkenimng finden indem dem Hersteller des Cassala-Salzes. Herrn Adolf Michel zu Canel. auf der Änternationalcn Ausstellung für Kochkunst. Nah- Migsmittel und Gesundheitspflege in Barls auf Canalaialz das Diplom der glstdenen Medaille züerkannt worden ist. Das Cassäla» Salz nt m Canel nur bei Gebrüder Goldberg.- Holländische Straße- 13. Sn hadsv,. . ...;;r Auf den der heutigen Auflage beilie^ndea Prospekt Geld-Lotterie) derbekqunten Hauptkollektur I*a,dWlg Gcldschiuldt iu Makuz, erlauben wir uns besonders anfmerkfamz» machen»

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