Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 37 (14.5.1903)
- Date
- 1903-05-14
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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827 Summe, die für einen pompösen Leichenzug sonst vera S p r e ch 1 ak. wendet wird ( es waren 1000 Gulden angenommen), j .. . also 995 Gulden, sollte wahrend der Feier nur an jü-! Wurzburg, im Mai. rische Anne vertheilt werden. Zum Testamentsvoll-! Den verschiedenen Herren, die bezüglich des Kascha stiecker hatte er den jüdischen Advokaten Dr. Walomann bestimmt. Sein Vermögen im Betrage von 300,000 Kronen vermachte der Verstorbene dem Verein der Aerzte. Am Leichenbegängnisse betheiligten sich alle Honoratioren Lembergs, darunter auch der gesummte israelitische Kultusvorstand. Drohobvcz. Die Abrechnung der für den Kolel Galizien im heiligen Lande eingegangenen Spenden liegt nun vor. Danach gingen im Jahre 1902 im Ganzen ein 84,560 Gulden. Eine ungeheure Summe, wenn man bedenkt, daß in Galizien die Mehrheit der Juden arm ist. Der verdienstvollej*~x für Galizien ist Herr I. L. Schreiber in Drohobiycz. Seiner eifrigen Thätigkeit ist das glänzende Resultat zvzuschreiben. Der Rechenschaftsbericht ist in hebräischer Sprache erstattet. Holland. .Haag (Holland). Unser Oberrabbiner, Herr Dr. L c e u w e u st e i n, hat einer Berufung nach Kopenhagen Folge gegeben. Zwischen diesem und dem Kirchenrath der jüdischen Gemeinde in s'Gravenhage hatten über gewisse rituelle Fragen eine zeirlang Meinungsverschiedenheiten bestanden; beide Parteien hatten sich für ihre Auffassung lebhaft in's Zeug gelegt. Jetzt aber war die Streitaxt längst begraben, und die Kunde davon, daß Tr. Leeuwenstein Stadt und Land zu verlassen sich entschlossen habe, wirkte weit über die Grenzen des von ihm geleiteten Sprengels. man darf wohl sagen, mit der Wucht einer peinlichen Überraschung. Es ist denn auch mehr als eine für solche Gelegenheiten geprägte und in Kurs gebrachte Redensart, wenn von einem fast unersetzlichen Verlust gesprochen rckird. Die Arbeit, welche der Oberrabbiner während der vierjährigen Amtsverrichtung im Haag für die ihm anvertrauten geistlichen und geistigen Interessen geleistet hat, soll eine enorme gewesen sein. Welche -Werthschätzung und Verehrung ihm alle, auch ehemalige Gegner dafür entgegentrugen, davon legte eine im Saale des Kirchenraths abgehaliene feierliche Zusammenkunft untrügliches Zeugniß ab. Und groß war die Anzahl der Anstalten religiösen Charakters sowohl wie der Vereine für Volksbildung und veredelnde Unterhaltung, deren Vertreter sich hier eingesundcn hatten, um dem scheidenden Förderer und Psadpsinder in allem Guten ein letztes Wort des Dankes zu sagen. Der Oberraböiner der portugiesischen Gemeinde dahier, Herr Rodrigues Pereira, hat nunmehr aus Freundschaft für den abgegangenen Herrn Dr. Leeuwenstein interimistisch die Verwaltung auch der deutsch-holländischen Gemeinde übernommen. rus des Cameinbertkäses angefragt haben, erwidere ich, daß derselbe von streng zuverlässigen Jehudim hergestellt wird, und daß weder pulverisirter Lab, noch flüssiger Labextrakt zur Herstellung verwendet wird. zrvzrt von hervorragenden orthodoxen Rabbinern haben der verehrt. Redaktion des „Israelit" Vorgelegen, und wird auch von derselben dies bestätigt werden. Jos. Fleischmann. (Geschieht hiermit. Red. d. „Jsr.") S u l z b ü r g, 12. Mai. Im Brieskasten der Nummer 36 des „Jsräelit" fragt mich ein X. I., der aus wohlb'erechneien Gründen nicht offen und ehrlich mit seinem Namen hervorgetreten ist, an,' wie ich mich zu einem b) rsa der in Neumarkt vorgekommen sei, stelle. Selbstverständlich fühle ich mich nicht veranlaßt, an dieser Stelle die Neugier des Fragers zu befriedigen; eine Antwort auf die in den wesentlichsten Punkten wissentlich falsch dargestellte Sachlage scheint er auch nicht erwartet zu haben. Diese mündlich einzuholen, lväre leicht der gegebene Weg für ihn gewesen. Aber es kam dem Einsender mehr auf die Verbreitung einer falschen Notiz, als auf die Antwort an — und das aus sehr durchsichtigen Gründen. Dr. M. Weinberg. Distr.-R'abbiner. . Neum. arkt (Oberpfalz). 12. Mai. Sehr geehrter Herr Redakteur! In Nummer 36 'dieses Blattes unter ..Sprechsaal" befindet sich ein Artikel, unterzeichnet -k. A., der zweifellos auch gegen meine Person gerichtet ist, da nur ich „der Ehasan und Schochet" in hiesiger Gemeinde bin. Da der X. 9). aus seiner Anonymität, gewissermaßen wie ein versteckter Feind, nicht her'austritt, so besteht für mich zur Rechtfertigung keine Veranlassung. Jedoch möchte ich kurz das Eine zur Kenntniß bringen, daß die in Ihr werthes Blatt lancirte Expektoration ohne Kenntniß der vorausgegängenen Umstände veröffentlicht ist, und von einem überhaupt keine Rede sein kann, wie auch das zuständige Rabbinat leicht zu bestätigen im Stande ist. Ueberhäupt ist es ein Akt von Gehässigkeit und leichtfertigem Urtheil (oder gar Conkurrenznrid), in solch unqualificirbarer Weise, anscheinend absichtlich, die Ehre eines Nebenmenschen abzusch'neiden. Vorläufig möge diese Ausführung genügen. M. Godlewsky, Kantor u. Schochet.