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Der Israelit · 1904-07-25 · Heft 59 (25.7.1904) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 59 (25.7.1904)
Date
1904-07-25
Page
– (sequence 13)
Language
German
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1263 czr Anzeigen. FSr den sslgendcn Thcil ist die Redaktion nicht verantwortlich. Dt« DlrdarSou nutervimuck nlmoi« riur Prüfung in Knug auf die riturllr Zuvrrlälliglirit brr nngrprlrffnru Waarrn. Die Seslr-re hodo«, wenn sie tu birftr HiaLcht grftchrrt fein wollen, dir Anpreisungen, peferensrn rtr. srldN einer Tontrole tn unterwerfieu. ichtuß der Juseratenennotzwe irr fei»: für die ILoningsnummer, Sonntag Früh!) lUir, für die PirnnrrNagsnnininer. Mittwoch Mittag 12 llbr. luser platt gelangt regelmäßig plontag und ponurrstng in den Adenrk.inden rum perfaud». perlamotionen wegen sn späte« Llntreffens ne» ' de «a» bei der drlrrfsrudru »oNaukalt ,n mawru. Offerten aus Lhiffrrannonrru werde» täglich, mit Ausnahme von Samllag writerdesSrdert. Tie hiesige NtliMlehra-. tol«r> *<- ui WWiile ist zu besetzen. Der Gehalt betragt bei freier Dobnung. sebr hübschen und groben Garten. 700 M. fir li. cirka 400 M. illedenverdieuste. Reflektanten wollen sich au den Unterzeichneten wenden. 14575 Geroda. 20. Juli. » StraoBü, Luituävorftand. 8um 20,'Scpt. iit an unserer Anstalt die Stelle eines [457l ElMittarlehms, der freie Station im Hause er» hält, zu besetzen. Herren welche die VnttrtlomgSprSsumg ln Bayer« erstanden haben, wollen unter Angabe ihrer Gehaltsausprüche und Beifügung von Zeugniirabschristen ihre Bewerbuna dis zum 15. August an uns einlendcn. Aschaffenburg. 15. Juli. Ts§ Attklsrsi Ir itim&rrffrr!ibh isr sbabm* Siir die hohen Feie,tage Roschha-schonoh und Jom-Krppur. wird ein tüchtiger I-Iilfsvorbstss, der auch Bal-Tokea sein muß. gesncht. Honorar bei frei. Station Mk. 100.—. Meldungen sofort erbeten an den 14372 Vorstand der Sq«aaoge«gemei»»e lbeap. Adler, Bad-Nauheim. )ür die beiden hohen Festtage 0 sucht« einen 14500 ÄWIfsMbctn. Offerten zu richten an ZMSllMra h AstL. Laemle. Wretterr (Baden). Sür mein Manufactur» und Möbel-Geschäft such« perMitte August od. 1. September cr. cm. Lehrling mit gut. Schulkenntnissen. SamStags geschloffen. . Leopold sttadp. Groß-Umstadt (Hessens. 14600 «esucht für mein Mehlu. Ge- 0 trcidegeschäft einen [4593 jungen Jllfann, per 1. öktober, auch früher, «maunel L-denstrtn, Hanau a.M. Uülliftde Slslibevsgevojsel)! Eine halbe Million verhungernder galizischer Juden ruft um Hilfe, um Arbeit, um Berdienst! TaS Elend, in dem die Mehrzahl unserer Glaubensgenossen in Galizien dahinsiecht, spottet seder Beschreibung. Wenn schon in früheren Jahren ein grober Tdeil der dortigen Juden — zumeist aps Mangel an ständiger Beschäftigung — mit seinem Erwerb aus den .small angewieien war und sich infolgedessen in arger Rothlage befand.'hat in den letzten Jahren die bitterste Roth auch reue Schichten ergriffen, die bis dahin im Kleinhandel und Kleingewerbe ihr hünng nur kiiminerliches Auskommen gesunden hatten. Offen und geheim wird darauf hingearbeitet, den Juden die Eristeiizbedinaungen zu unterbinden: Massnahmen der Gesetzgebung und der Verwaltung thun das llebriae. Unter mächtigem Schutze und mit lluterstützuug der LandeSvehörden breiten sich über das ganze Land Konsuln- und Handelsvereiue aus. denen die jüdischen Krämer unterliegen; der Salzverkauf der früher Hunderte ernährte, ist monopolisiert, die Brvpiuatioiispachtuugen lind erschwert und verteuert: im Wettbewerb um Verkaufslizenzen, um öffentliche Arbeiten, um Tienststellungen werden die Juden bintangcsctzt: die zahlreichen jüdischen Handwerker eihalten Min Richtjuden nur selten Aeschäsligung. abgesehen davon, dah sie. sowie auch die jüdischen Kleinhändler, die ohnedies den Samstag aui das strengste feiern, durch die Sonntagsruhe auch noch einen zweiten Tag in der Woche für ihre Arbeit verlieren — kurz, die bilden werden unbarmherzig, geradezu jisteinatisch ausgehungert. Tausende Eristeiizen wurden so vernichtet, tausende von Familien an den Bettelstab gebracht. Vom Hunger getrieben, wandern die Beiammernsiverthen. Erwerb suchend, in Schaaren ai»S den Törfcrn in die Städte, aber nur mit dem Erfolge, dass sie das Elend der dort ansässigen Juden vergrößern und schließlich mit diesen zusamiiien in Roth und Krankheit verkoinmen. Eine derartige, zum Theil zielbewusst herbeigeführte Berelendung so großer Meiischciiniassen kann in ihren schrecklichen Folgen nickt aus Galizien allein beschränkt bleiben. Tie Gefahr die es mit sich brächte, wenn sich diese uerhungerndcii Menschen in Bewegung setzten, um in den Nachbarländern die Rettung zu suchen, die sie daheim nicht finden — diese Gefahr braucht nur angedeutet zu werden, um als eine furchtbare erkannt Zu werden. Hin dieser unerhörten Roth Schranken zu setzen, hat sich bereits im Jahre der für die nothleidende jüdische Bevölkerung in «allsten mit dem Sitze in Wien gebildet. Er will nicht Almosen spenden: die augenblickliche Roth zu lindern, muß er der Brivatwohlrkätigkcit überlassen. Ihm gilt es. allen jenen, die durch ehr» liche Arbeit ihr Leben zu fristen fähig sind. Gelegenheit zur Arbeit zu verschaffen. Er will allen, die arbeiten wollen — und die galiZischeli Juden, welche auch d-e anstrengendsten Handwerke bc» treiben, und die schwersten Berufe als Lastträger, als Erdwachs» arbeitcc u. s. io. ausüben. scheuen wahrlich keine Arbeit — durch Erhaltung und Weiterentwicklung der vorhandenen Handwerke und der Ansätze zu solchen Hattsindustrieii. die dort von Juden betriebe» iverdei'.. oder durch Emführuug neuer Industrien Erlverb vermitteln: er will insbesondere das Heranwachsende Geschlecht, die Jugend, dem Handwerke und womöglich dem Ackerbau zuführen. Schon hat der Hilfsverein seine Absichten zu verwirklichen begonnen. Er hat die Haarnetzindnstrie in Galizien cingeführt. in der in fast 100 Ortschaften mehrere Tausend jüdische Frauen und Mädchen als Heimarbeiterinnen einen vcrhältuißmäßig lohnenden Erwerb finden: andere Exportiiidustricii. die einer weiten Aus» breitung fähig sind, wurden bereits eingerichtet oder sind zur Ein» sübrunä ins Auge gesaut; gerade jetzt wird mit der Unterbringung von Absolventen der Aaron Hirschschulen in Galizien bei Hand» werksmeistern angefangen und eine schrift'lche Euqu-tc über die Frage der Zuführung galizischer Inden zur Landwicthschast ist im Zuge. Aber die Mittel des Hilssvereines sind viel zu klein, als daß damit in absehbarer Zeit ein süblbarcr Erfolg erzielt werden könnte, Wien, im Juli 1904. [4502 Zn Womit fir Iit uMM jii. RkMiug ii (Mijiti. Die vereinsleitnng: Sigmnnd Mayer Gottlieb Lederer. ckäretucht für m. Lederliaudlung EugroS u. Detail. Samstags geschloffen, einen [4313 Lehrling ui. Berechtigung deS Einj.-Freiw. Joseph Adler, Hanau. fljiit mein HerrenconsektlouSg«»?y schaft snehe per 15. AuguA er. eines [4501 jlingtll MliN. »er sich auch zum retailrelse« eigne«. Lliipmann Jlayer, Fürth tn Bahre».. Ein angehender öäckergebilfe, sowie ein Lehrling unter günstigen Bedingungen auf sof. geiucht. Samstags u. Feiertage geschloffen. 14500 Backerei «ah. Gießen (Hellen.) VAAAAAAaA AAA A 4 A k* < Ubrltog mit guter Schilbilduug mit. -< günst. Bediilgiinaeu sucht r per bald oder später [4580 1 ModewaarenhauS . Gerfon & Co., «lder fei». AVYYory •’vvwvvw» 1 nnger llitnn oiler FrHnlein mit Buchhaltung und Stenographie vertraut sofort gewicht. Lffrrt. unt K. -105 au A. J. Horiaann, Buchhaudlg.» spranksurt am Main. |77«- sj^lic suche« für unser (tzctreide- und Wvllc-Geschäst einen Lehrling bei freier Kost und Loais. Rur solche, die sich im Besitze des EiinäHrig - Freiwilligen Reife» zeuaniffes besluden, wolle» sich »lriorn. [4580 M. illosenfel» 4- Ko., Crailsheim. Gesucht ein junger [4501 Bäckergeselle. Schabbos u. Jomtof geschlossen. L. Levl. Bäckerineister. Altona. Gr. Prinzenstrane. junger Mann. 20 Jahre, der die v Manufactur» n. lkonsecOonS» brauche erlernt hat. such« bei bescheidenen Ansprüchen Stellung als AnfangSeommlS. Off. unter X. Ii. 459» an die Geschäftsstelle dieses Blattes.^.,

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