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Der Israelit · 1904-07-28 · Heft 60 (28.7.1904) · page 21

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 60 (28.7.1904)
Date
1904-07-28
Page
– (sequence 21)
Language
German
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1287 taten zugesandt worden, die das Schachten als -ine durchaus humane Schlachtmethode bezeichnen. Vor einigen Tagen stand nun die Angelegenheit auf der Tagesordnung der Stadtverordneten-Versammlung. In derselben wurde zunächst noch mitgetheilt, daß die Sqnagcgengemeinde sich bereit erklärt hat. etwaige neuere Vorrichtungen bei Ausübung des Schäcktens auf eigene Kosten im Schlachthofe ausführen zu lasten. In der Debatte kam zum Ausdruck, daß auf einen Ritus keinerlei Rücksicht zu nehmen sei. wenn er gegen die Gesetze der Humanität verstösit, daß aber andererseits die Frage noch zu wenig geklärt sei. Stadtvercrdmter F c l l e n b e r g . der die Schächtmctbode mit ihren Vorbereitungen inehr oder weniger als Thierquälerei hinstellte. theilte noch mit. daß der Verein der deutschen Schlachthof-Thierärzte im Herbst sich erneut mit dieser Frage beschäftigen werde. und daß desihalb von einer definitiven Stellungnahme z. Zt. noch Ab stand genommen werden könnte. Stadtverordneter G c r i k e machte den Vorschlag, vorläufig gar keine Stellung zu dem Anträge zu nehmen, sondern abzuwarten. ob nicht allgemeine, für di? ganze Monarchie ailtige gesetzgeberische Maßnahmen in dieser Angelegenheit erfolgen. Gegenüber einigen weiteren Vorschlägen auf Vertagung entschied sich die Majorität der Versammlung schließlich für vorläufige Ablehnung des An trag« auf Einführung eines Schacht-Verbots. Oesterreich. Krakau. (Die B e st e u e r n n g der Reich e u.) Die Einführung einer eigenartigen Steuer hat der hiesige Kultusvorstand befchloffen. Der Rechnungsabschluß des Jahres 1903 schloß nämlich mit einem Defizit von 10.000 Kronen, welches vorläufig durch ein Darlehen vom Gemeindevermögen gedeckt wurde. Da aber dieses Defizit fast alljährlich wiederkehlt, wurde beschlossen, die Umzäunung der Grüfte und Gräber erster Klaffe zu besteuern, um aus diese Weise das Defizit hcreinzubringen. ohne die ärmere Klasse neuerlich zu belasten. Ungarn. Budapest. (Die Autonomie der I u - den l n Ungarn.) Die neueste Bewegung unter den ncologen Juden Ungarns scheint nun ernst: Formen annehmen zu wollen. Wie von hier berichtet wird, versendet die neologe Landeskanzlei an sämmtlich-, auch orthodoxe Gemeinden Ungarns, drei Fragebogen, um über die Kultussteuerbelastung der Judenschaft, über die Lage der Rabbiner und über die Stundenzahl und Honorirung des Religionsunterrichtes einen statistischen Ausweis anzufertigen und auf dessen Grundlage vom Staate einen entsprechend hohen Beitrag sü>. jüdische Kultuszwecke beanspruchen, sowie die einleitenden Schritte zur Gründung einer Pcnsicnsanstalt für Rabbiner vornehmen zu können. Von orthodoxer Seite sollen ähnliche Schritte unternommen werden, da die Orthodoxen mit d?n Neologen nicht gemeinsam: Sache machen wollen. Im übrigen hat Ministerpräsident Gras Tisza in einer seiner letzten Parlamentsreden di? Erklärung abgegeben, daß die Regierung demnächst darangchen iverdc. sowohl mit den Protestanten, als auch den anderen Konfessionen des Landes Unterj Handlungen zu pflegen, nur den bestehenden Uebel- : ständen abzuhelfen. czr Anzeigen. ^C3 Für den folgenden Thcil ist die Rednction nicht " . Sie fUbortlmi tmlrrnlmart nlrnuil« rin» iUufnntt ta Stmg auf dir rltnrllr ZnverläMlikrtt brr nngrprlrrmrn Ma rat Air Aeftelfer hat«», wenn kr in bitter Qralitfit ftfftdittl sein wollen. btr Anpreistmgen. Ueserrufen rtc. srldk einer Lontrote M unterwerfen. Scklnk ber Inseraten nnatzwe Nets: si:r dir worrag-nnmmer. Lonniag striil,!> U!,r. für dir OoniirrNaqsnuiiimer. Mittwoch Mittag 1% Uhr. Snftr CI dl ßilonfit rrprlväf:ip Itlonlag und vornetstae. in den n juni versandt. NeUamaticnen wegrn späten Eintreffen» de» che «an ba ber betreffenden JiuAmipnU jn woLen. Sfserlen aus CHUferannoncen werben läßlich, mit Anonah ur von § am .tag melterbefStbrrt. „(weite «ittvetlang an» Naptztatte'» Briefwechsel.- Cfferten unter tß. 4584 an die Geschästsstelle dieses Blattes. Scheitel. meine t*rbrite>M.Bet« nwberner leistet AusfLtzrung, hei VUUgfter Berechnnng; hefte» Material. «at «18. »tchtpajfcnbe» wie» gern lucäfacmemnum. Z«H. »chrerer «n»«eichm»ngen. Prima Neleren, (mr «eite. 1825 «. NtttH». Spezial-Schettü-Geschast, München, Christosstraße 10. I»eß Iladrnbarl» »II d.r KIIh-, Mittelpunkt «1er l'.iliiniscli-sliehM'rhcii ‘JSrbwci/, l*..nl<.. Terrain ». klim. Cur.irf, korh'N PeoHlenen, Hotel and Villa Mtarle, alt>>«riilii»t« >,. rrlit b« (VaM- » «i( iiir^.-S..iiiMerfrU<-Jie seine <W prächt'cstni). Huts-, Kisen- Dampfuu<l an-l.-r« Itä<ler. Mau vorlaute l*r«»*p.-<t«-. Itrief- und Telegrajnm-Adr.>»e: Korb, Oberer and Bodenbach. fi*r.a Obergrund MZLll'ÜGWUvWÄ ,3{diel Walha/Ia“, 3rwj Ms-Ptih. Modern eingerichtete Wohnungen für Cnrgäile. Personen-Aufzug. 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