Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 58 (21.7.1904)
- Date
- 1904-07-21
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
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für das Mrthodosse Mudeyltzun-E LI. Juli 1904-1 wm [»*. 18 mit Enterb Aas dem Eavstlebe» der befllfdjet) Hejideoz am Anfang des vorige» Jabrbcmderts« Von I. Lkbevmsnn, Darmstadt. <soru»m,g.) Hler; Wnrstenbuvgev, gen.: „rNusiker Herz"^ Bildete so der Darmstädter Aufenthalt für Giaiomo Meyerbeer die grundlegende künstlerische Schule, von welcher aus der Ruhm seines großen Lehrers Vogler und seines begnadeten Schülers sich über alle Lande verbreitete, so wollen wir im Folgenden das Leben und Wirken eines anderen Schülers von Vogler betrachten, der, wohl an künstlerischer Begabung nicht mit Meyerkeer vergleichbar, dennoch — als ein hervorragender Meister im Reiche der Töne, ein überzeugter Anhänger des gesetzestreuen Judenthums und edler. mitfühlender Mensch im engen bescheidenen Kreise seiner Vaterstadt die Stufe vollendeter Künstlerschaft erklominen und sich durch aufopfernde, ideale Wirksamkeit ein dauernd ruhmvolles Andenken gesichert. Es ist dies der den älteren Generationen, sowie weiten Kreisen des hessischen Landes noch wohl erinnerliche Musikus Herz Hachenburger, bekannt unter dem Namen: „Mustker Herz*, nämlich Hähnle Hachenburger, nahm im Darmstädter Kunstleben eine namhafte Stellung ein und hatte fich der besonderen Gunst des damals sich in Darmstadt aufhaltenden Pfalzgrafen, des nachherigen Königs Maximilian von Bayern zu erfreuen. Mit seinem Bruder Samuel Hachenburger hatte er sich die Musik zum Beruf erwählt und hatte namentlich vom damaligen Landgraf von Hessen, Ludwig X., (dem späteren Grotzherzog Ludwig I.) die Conceffion erhalten, an allen jüdischen Hochzeiten in den hessischen Landen allein „musikalisch aufspielenzu dürfen. Diese Concession wurde dann auf die übrigen Glieder der Familie Hachenburger übertragen. Im Besitz der Familie befindet sich noch ein Dokument, durch welches dem erwähnten Hähnle Hachenburger, sowie seinem Neffen Herz H., die gleiche Conceffion verliehen wurde. Dasselbe ist im Jahre 1797 ausgestellt und bekundet deutlich die hohe Pflege der Musik in allen Zweigen der Familie Hachenburger. Durch die Güte des jetzigen Besitzers erhielt ich Einsicht in dasselbe, und dürfte die Kenntnitz dieseeigenartigen Denkmals des Idealismus, aber auch der Beliebtheit der jüdischen Künstlerfamilie bei den Ächneu unseres hochsinnigen Landesfürsten weiten Kreise» nicht ohne Interesse sein: „Nachdem von Gottes Gnaden Wir Ludwig X, Landgraf zu Hessen, Fürst zu Hersfeld, Graf zu Katzenelnbogen. Diez. Ziegenhain, Nidda, Hanau, Schaumburg. Isenburg und Büdingen etc.... einberichteten und befundenen Umständen nach, das unterm 16. September 1769, dem Jude» Hähnle