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Der Israelit · 1904-07-21 · Heft 58 (21.7.1904) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 58 (21.7.1904)
Date
1904-07-21
Page
– (sequence 20)
Language
German
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1138 Was geschehen sei. habe gute Resultate gehabt, aber um gründlich ersolgreich zu wirken. mühten die kleineren Gemeinden ihre Mitwirkung leihen. „Zurück zur Scholle" sei die Doktrin, dir dem ungewandten Arbeiter gepredigt werden müsse, wenn die übervölkerten Distrikte entlastet und die ne« hinzukommenden Schaaren iür die Landwirthschast gewonnen werden sollten. Max Senior. Präsident der „United Jewish Clmritics" von Cincinnati, sagte, er wundere sich gar nicht, dass die New-Porker Tenement-Distrikte so übervölkert seien, da New-Dork dem Einwanderer eben mehr Aussicht biete, als landwirthschaftliche Centren. Erleichterte Verkehrsbedingungen könnten wohl die Verhältnisse ein wenig bessern, aber immerhin noch nicht in ncnnensiverthem Umsange. Das beste Mittel, um Einwanderer von New-Aork wegzulenken, könne seiner Ansscht nach in der Gründung von jüdischen Centren in anderen Städten gefunden werden, die diese Oertlichkeiten für Arbeitslustige anziehend machten. Aebnlich äscherten sich Bernard Ginsberg und Rat. Straus von New-Orleans, indem ste davon sprachen, was bei ihnen geschehen sei. um Zuzügler von New-Pork zu bewillkommnen. Herr Straus er- .-.äblte. in New-Srleans hätten ste nach einem Plane verfahren, der so wirksam sich erwiesen habe, daß von einer kürzlich dort angesiedelten Colonie von 200 israelitischen Familien aus Rußland nicht eine einzige Person auf der Armenliste stehe. Der Plan bestehe darin, den Zuzüglern zu helfen, fich aus eigene Füße zu stellen, ihnen dann aber zn verstehen zu geben, daß sie arbeiten müßten, wenn ste nicht verhungern wollten. Reverend Isidor Rosenthal, Präsident vom B'nai Berith in Lancaster, Pa., sagte, die Arbeit des Umsiedlungs-Bureaus müsse schon auf Ellis Island beginnen. Das Rew-Zorker Bureau versuche, zu viel zu thun; 'es sei nicht die Menge, sondern die Qualität der Uingestedelien, die den Erfolg bezeugten. „Wir in den kleinen Orten und Städten", so sprach der Redner, „sind bereit, zn thun, was wir können; aber ihr mußt uns auch Leute schicken, denen noch geholfen werden kann, keine Unwürdigen und Untauglichen. Solchen näht die Verschickung von Rew-Aork nichts, und auch für die Sache ist dadurch nichts gewonnen. Wir haben leinen Armen in unserem Orte. Wir haben eine jüdische Wohlthätigkeits-Organisation mit einem jährlichen Einkommen von 10Ö0 Dollars, aber 100 Doll, können wir nickt weglverfen. Wir haben mehr als 200 Familien, die sich alle selbst erhalten und alle auch bereit sind, irgend einem ihrer orthodoxen Glaubensgenossen zu helfen, sofern er bereit ist. sich selbst zu helfen." Nelvyork. (Neue Einwandeungsbestimmungen.) Die ungewöhnlich große Zahl der Einwanderer, welche, weil ste der öffentlichen Wohl- Ihätigkeit zur Last fielen, in jüngster Zeit nach ElKS Island zur weiteren Deportation geschickt wurden, deranlaßte den Einwanderungkommiffar William Williams, einige neue Bestimmungen über die Einwanderung zu erlassen. Diese beziehen sich hauptsächlich über die Höhe der Baarsumme, welche der Einwanderer vorweisen muß, um landen zu können. Im Sinne des im Vorjahre geschaffenen Gesetzes kann jeder, der innerhalb zweier Jahre nach seiner Einwanderung der öffentlichen Wohlthätigkeit zur Last fällt, dem Einwanderungsbureau behufs weiterer Deportation in sein Heimatland überstellt werden. Mister Williams hat nun angeordnet, daß. wenn neue Ankommende von Ellis Island aus ihre in Newyork lebenden Freunde oder Verwandten telegraphisch um Beistellung des Minimalfonds ansuchen, die im Telegramm gewünschte Summe zumindest 10 Dollar, in einzelnen Fällen sogar 20 oder 25 Dollar ausmachen müsse. Im Sinne der neuen Bestimmung müssen jetzt sämmtliche Einwanderer ihre Freunde oder Verwandten von ihrer Ankunft in Ellis Island telegraphisch verständigen und diese haben den Behörden gegenüber die Verpflichtung zu übernehmen, daß ste für das Fortkommen der Eingewanderten nach ihrer Ankunft an ihrem Bestimmungsorte sorgen werden. . Neu eingegangrne KLcher. (Besprechung Vorbehalten.) Nordenholz, Dr. A. Zur Theorie des Kapitals l. D as Kapital als Kostenfaktor. Berlin 190t. Verlag der Archiv-Gesellschaft. Knbicsek. Karl. Die Temesvarer Cbewra-. A f f a i r e im Lichte der Wahrheit. Temesv'ar 1904. Jung Rußland. Neue Novellen von M. Gorki. B. W e r e s a j e f f. L. A n d r e j e w. 195 S. Pr. Mk. 1.50. München, Dr. I. M a r ch l e w s k i u Co. Achtlch IflrpDliif! Wie unS aus Fulda berichtet wird, findet am Sonntag den ' ’ , „ ~ ■ ' 24 b. SR. auf der dortigen Gewerbe-Ausstellung ein öffentlicher Exverimentalvortrag über drahtlose Telegraphie statt, und soll bei dieser Gelegenheit auch die Ausstellung mit einem entfernten Punkte drahtlos verbunden /9 Ottf i^V .VI — Docent dieser Anstalt gehalten. ES soll durch diesen Vortrag gerade den breiteren Volksschichten Gelegenheit -gegeben werben, einen Einblick in das Wesen dieser, für den Laien mysteriösen Erscheinungen gewinnen. Jfür die Reifezeit. Soeben erschien die 2. Aull, von »Weber» Fllustr. Wegweiser du,rch Kurorte der Rheinlande' 1 Bd.: SunSnur, Western, al». einschließlich Sieg». Lahn-, Rur». Ahr». Mosel» und Nahethal. (Baden-Baden Beter Weber). D,eL Aullage des »Wegwriser" ist durch viele vortreffliche Bilder in Kunstdruck, einer UeberffchtSkarte der vulkanischen Eifel mit Entfernungsangaben von Ort zu Ort und mit 2 gröberen mehrfarbigen Karten (1:300000) de» Rheiaaebietes von Köln bis Bingen einschließlich Moselthal bereichert. Die Ortsbeschreibungen sind wesentlich erweitert und viele neue Orte ausgenommen worden. Dieselben find nach ihrer geographischen Lage geordnet und eignet sich der »Wegweiser" infolgedessen auch für Touristen, zumal bei jedem Orte kurze geschichtliche Daten. Angaben der HauptsebenSwurdigkeiten. Beschreibung der Umgcdwlg usw. emgeflochten ftnd.

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