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Der Israelit · 1904-07-21 · Heft 58 (21.7.1904) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 58 (21.7.1904)
Date
1904-07-21
Page
– (sequence 17)
Language
German
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45* Jahrgang. NWWDW Perlen aus Bibel und Talmud?) Aphoristisch aneinander gerecht. Boa Rabbiner I» Nobel—H alberstad t. XIV. wo» »6 tbvh »3 vwo3 mai bbv rrhai snn v« ara To rnc3 •cb jo) kt» vb njn nrara pnx tp obv T21^ E'^.in) Heil dem Manne, der spendet und leiht und seine Angelegenheit besorgt nach dem Rechte. Denn ewig wankt er nicht, zum ewigen Andenken bleibt der Gerechte. Vor bösem Gerüchte fürchtet er sich nimmer, festen Herzens vertraut er auf Gott! (Pf. 112, 6—8). Erklärung. Grundlage der Liebesthat muß der Nechtsgedanke sein. vvLM legt den Grund, und non baut auf diesem das gastliche Haus. Die eine Hand halte den Maßstab des Rechts und die andere spende und begnadige über diesen Maßstab hinaus. Ohne diesen sichern Maßstab verliert das non Richtung und Ziel und wird zur hm- und herschwankenden Laune, welche die augenblickliche Stimmung erzeugt und die Stimme des Gerüchts und des äußern, oft falschen Urtheils beherrscht. Erst wenn ich weiß, was ich soll, weiß ich, was ich darf, und wohin mein Herz sich wenden mag. Jener Mann, der Liebe übt, spendet und leiht, dabei aber das Werk nach Maßgabe des Rechts einrichtet (Beeraa 7121 bak»), der wird nicht wanken "(vw vby und sein Thun kann dem spätesten Geschlechte mustergiltig und segenbringend werden, er bleibt als pnx im Gedenken der Welt, wie immer im Laufe der Zeiten die Anschauungen und Beurtheilungen wechseln mögen. Dieser Mann hat selbst ein Urtheil und war bei seinem Handeln nicht den Flüster- und Lästerstimmen ausgefeijt, „vor bösen Gerüchten fürchtet er sich nimmer, festen Herzens vertraut er auf Gott!" Wer Menschengerede nicht scheut und dem Einflüsse der ihn umstellenden 'Phantasiegebilde von rechts und links nicht zugänglich ist, der fühlt in sich die Kraft der Wahrheit und des Rechts, findet im Rechte seinen Halt und in Gott feinen sichern Hort. Ebenso wird, umgekehrt, der Mann, der fest auf Gott vertraut, im Bewußtsein des allmächtigen Schutzes die Meinung der Menge und den Einfluß der Zufallsmächte nicht fürchten. Mit Recht sagt Rawa'): Du magst diesen Vers von oben *)'Fortsetzung auS Np. 50. NS’DDI BmD N§’D3 NBnD NT9 Wl N33 ION (» njn njnopD d*d imo rrs’oa n*eno junio rwn? nach unten, oder von unten nach oben lesen, er wird immer richtig bleiben (Berachot 60, Jalk. zu Ps. 112) und dich lehren: Gottes feste Satzung der Wahrheit und des Rechts sei Dir der Mittelpunkt, um den die Liebe ihre weiten, die Welt umspannenden Kreise-zieht. Dein Gefühl der Menschenliebe sei warm und wahr, und es dränge Dich in die Kreise des tugendreichen Wohlthuns bis an die Grenzlinie, welche die Sonne der Wahrheit und des Rechts mit ihren Strahlen treffen kann, lieber diese Linie hinaus reicht die Welt nicht, in der Du als Menschenbruder den Menschen liebend beistehen und beglückend helfen kannst. Bis zu dieser Linie baut sich die Welt auf, die Gott Dir zur Bethatigung Deiner Kraft angewiesen. Außerhalb der Linie, die sich um Deinen festen Mittelpunkt zieht, und die ein Heller, klarer, warmer Strahl mit der ewigen Gottessatzung verbindet, da liegt eine nebelhafte Traumwelt, Himmel und Erde fließen in einander mit ihren Gott- und Menschengebilden, mit ihren Seen ohne Wasser, ihren Bergen und Bäumen ohne Wurzel, ihren Bauten ohne Stein und Mörtel, ihren Himmelskindern ohne Geist und ihren Erdensöhnen und Töchtern ohne Fleisch — da schafft und webt die Keimung aus dem Gluthstrahl himmlischer Phantasien und den Dünsten des überhitzten Sandes eine Welt aus fließendem Glase, in dem sich all die Reiche spiegeln, die der Wirklichkeit und Wahrheit entbehren. Israel! Unter diesen Reichen suchst Du vergeblich das Reich der Liebe, für das Dein Gott Dich bestimmt hat, das nur auf Recht sich gründet. XV. ob» inpj rvb\ nppip n cmn x:n .oiöpxi cn6 np-wx «3» TEX DOT 1X3 ODYI KEP Jj»3 fW» T TEX ENT *39 2W X TB3 "EX TEX ,p'Tp»TP TEW »TEX 3'D'T KW Dxapxi ab npipx eydt xrrpo »nx td pnp'ip Tarn xjnx xw Kann »tk et te td*> w te »tx et bx ,e»nno »a ,nr,'ob n'pEvi (* xi>xi» xnxi pipTp tejm X3T3 »j»a »x.*t .(*» ''121 Bpbi a*o fbn 'co) nin NXT3 »X71 nb TEX Ich werde ihnen winken und sie sammeln. Es ist gelehrt worden: Der Vogel Racham (Erbarmen) ist eigentlich der Vogel Scherakrak (Gezwitscher), und warum wird er in der Thora mit „Racham" bezeichnet? Darauf meint R. Jochanan, weil sobald der Vogel cn in ein Land kommt, auch v'-nT -Liebe und Liebesgabe : ptiq rvenb .i'v'vsi 'na mva 133 ton oipö nt» n3 opnn v'p>') nt* ab njn njnopöi üwq 'rp moa o"o .('D Pp HDT3 'a"’P *|3N„ »'BH ''21 "372 NHN1# 0213 a"v 1'3l«1 'DD3 (» NflNI, 0213 '» '*"»31 ÖlpTOI — "NTO. »NH DP DD13 Dü JVH 333 .1ü3P -nujwn T »3 py3 HN13 ,13.11 "n3n2J io»7j/n ooaya coan 1310 unid *wb» IN 1N3H) 1)310, — .'ON 1513 nyonpon .1303 onapno

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