Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 57 (18.7.1904)
- Date
- 1904-07-18
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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1214 vermischtes. Filehne. In der Nacht zum 30. Juni ist ein Einbruchsdiebstah! in der hiesigen Synagoge verübt worden. Der Dieb gelangte in das Gebäude, indem kr einen Thcil der in Bleifassung gehaltenen kleinen Scheiben des westlichen Gicbelfensters herausnahm und nun durch das zur ebenen Erde gelegene Fenster cinstieg. Er öffnete zwei in die Wand eingelassene eiserne Opferkaste», fand aber nichts darin, da feit dem vor einem Jahr verübten Einbruchdicbstahl die Opserkasten nach jedesmaligem Gottesdienst geleert werden. Königshofen i. Gr. Die hiesige israelitische Kultusgemeinde begeht am 20.. 30. und 31. Juli die Feier der Einweihung der ncucrbauten Synagoge. Essen. Wie in früheren Jahren, so findet auch an den dicsmotigen hohen Feiertagen im großen Kasinosaal Hilss göltesticnst mit Predigt und Ehorgesang statt, eine Einrichtung, die bis zur Fertigstellung d r neuen Synagoge einem dring«nden Bedvrmiß entspricht. Durch Grenzregulierung und Niederlcgung nichrercr al cn Häuser di: schon lange ein Stein des Anstoßes waren, hat der da6 Gotteshaus umgebende freie Platz ungemein gewonnen. An Kultussteucrn kommen in diesem Jahre 4ü°/0 der veranlagten Einkommensteuer zur Erhebung. Wien, 2. Juli. (Der dlamierte Antisemit.) Den folgenden köstlichen Scherz aus dem Gerichtssaal tbeilr dem „Neuen Wiener Journal" ein Abonnent mit: „Bor einem Wiener Gericht war ein Rabbiner der schuldbaren Erida angrklagt. Auf die Frage des Vorsitzenden, was der Angeklagte sei, antwortete er: „Rabbiner, Lehrer u. Schachet." Der Vorsitzende, dem dieser Ausd uck unbekannt war, irsuhr auf fern Betragen, daß Schachet „Schächter" heiße. Ter Herr Landgcrichisrath besaß nun das Taktgefühl, den Rabbiner fortwährend mit „Sie Schachet" zu apostrophieren. D:e Verhandlung ging zu Ende, der Rabbiner wurde sreigesprochrn. Nach Verkündigung des Freispruchs erbat sich der Raboincr einige Worte reden zu dürfen, was ihm der Vorsitzende nach einer barschen Abfertigung endlich gestattete. Der Rabbiner sagte nun: „Ich möchte mir nur erlauben, den Herrn Vorsitzenden darauf aufmerksam zu machen, daß ich Rabbiner für die Juden, Lehrer für die Jugend. Schochct jedoch nur für Ochsin bin!" Also geschehen im Jahre des Heil» 1904 unter Vorsitz des Herrn LandgerichtsraihS .... Na lassen wir für heme den Namen. Ern Advokat, der bei der Verhandlung zugegen war." Berichtigung. In dem Sprechsaal in Nr. 53 soll cs nicht heißen an 2"' darf es später werden, sondern .an L'2iv D'O’ darf es später werden*. (9ccal<U)c auH Jnstrairnthril). Kantor und Schächter, der auch einige Stunden Religionsunterricht zu rrthcilen hat, nach Gailrngen r. B. Gehalt 1200 Ml.. Nebcneinkommen 800 Mk. Ledige Bewerber, wollen sich mit Zeugnißabschriften bei der hiesigen BezirkSfynagoge melden. Hilfskantor für die hohen Festtage in Ostromo. Bewerbungen an den Cynagogcnvorstand zu richten. Vorbeter tür die hohen Festtage in Gelsenkirchen. Meldungen an den Vo. stand. Kantor und Schächter ' per gleich in U ff he r m (Ober-Elsaß) Gehalt 720 Mk. u. 400 Mk. Nebeneinkommen. Meldungen vom Vorsteher Herrn Felix Dreyfuß erbeten. Lehrer und Erzieherstelle am isr. Erziehungsheim für schwachsinnige Kinder in Niederschonhaufen. Meldungen un Diriktor Rosenbaum. Religiouslehrer» Borbeier und Schächter in Oberthrrlba (Untersranken). Gehalt 600Mk., garantirte Nebcneinkommen 300 Mk.. sowie freie Wohnung und Heizung. Offerten scm. gebildeter Bewerber, an den Kultusvorstand Abraham Schiff. Bordete»» für Jbm K ppur in Haltern i. W. Off. dem Vorsteher Herrn Leopold Weinberg cinzurcichkn. Kantor, Religiouslehrer und Schächter per gleich in K letz ko. G-batt 1000 Mk. und 3-400 Mk. Redcneinkommen. Offerten vom Vorsteher Herrn Max Toller erbeten. HilsSvorbeter für die hohen Festtage in Neustettin. Honorar 150 Mk. Offerten an den Vorsteher Herrn G. Rosen. Schochet, welcher gleichzeitig als II. Vorbitrr zu fungieren hat und Balkare sein muß. per l. September, cventl. früher in Marburg. Einkommen l7—1800 Mk. Offener» rmvcrhcirathctcr Bewerber werden vom Synagogcn-Borstand cutgcgrngcnommen. Sem. geb. Lehrer und Kautor in Werl pr. 1. Olt. Gehalt 1200 Mk. Meldungen mit Zeugnißabschriften an den Vorsteher, Herrn I. N«ukircher. Kulrnsbeamter und ReligionSlehrer p r gleich oder 1. August in Ehr ist bürg. Gehalt 1300 Mk. ca. 200 Mk. N-bencinkommen. M.lduiraeir nimmt der Vorstand entaeaen. pru ringegnntzrne Suchte. (Besprechung vrbehaltcn.) Sckorle m er. Hubert Freih. v. GeschühtesJuden- 1 h u m und schutzloses E h r i st e n t h u m. Eine Zeitbtracktung. 70 S. Pr. Mk. 0.60. Traunstein (Oberdvycrn) 1904. Kronheim, Reinhold. Im entscherdenden Augcnblick. 142 S. Pr. Mk. 0.20. lWebers moderne Bibliothek Nr. 3) Otto Weber, H.i'bronn a. N. Sophan.M. W. lieber das Grab hinaus. Schätzler-Perasini, Judith, ders. Gift. (Webers moderne Bibliothek Nr. 4.) 143 S. Pr. Mk. 0.20. Otto Weber. Heilbronn a. N. 16 Jahresbericht dcs Lanbesvereins zur E rzie» hung isr. Waisen im Großherzog hum Baden. 1904. Karlsruhe. Baranomsky, Kurt. El Kahira. Ein Oricntbummel. 33t S. Pr. Mk. 3.— . Breslau 1904. Schlesische Verlags-Anstalt von S. Schottländer. Uebersichtskarte von Ostasien mit 14 B.rkarten in großen Maßstäben und einer Ansicht. Entworfen und beerbe tct von Dr. KarlPeucker. Artariau. Eo. Wien 1904. Pr. Mk. 1.40. Tr. M. Poppelauers Berliner Bolkskalender für Israeliten für das Jahr 1905 (5665). 45. Jahrgang. Berlin 1905. M. P o p p e l a rr e r ' s Buchhandlung. Werse, Johannes. Z r ns t adclle. Düsseldorf. Fr. Dietz. Die israelit. Synagogengemeinde (Adaß Jisroel) zu Berlin 1369-l904. Em Rückblick. Breis Mk. 0.60. Berlin 6. 2. Nathansen und Lamm. 1904. Die Gehcimsprache am Telephon. Pr.Mk. 1—. Mainz. 1904. Joh. Wirth'sche Hofbuchdruckerei A-G. Selbsthilfe für jeden Kaufmann und Verkaufenden zur Rcasisierung in der Praxis. Leipzia 1904. A. Beerhold t. «achenheimer. Salomo. DaS bedeutsamste Buch der hebräischen Litteratur aus dem IX. Jahrhundert, nebst einem Anhang über Pflege des GesangS zu Haufe und in der Schule. Gestemünde. Niedling und Feldbacher. 1903.