Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 52 (30.6.1904)
- Date
- 1904-06-30
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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1118 Höhlenbewohner (!). Der vierte Band endlich bringt die Psalmen, die Sprüche der Väter, Koheleth, das Hohelied und das apokryphe Buch der Weisheit Solomons. Ein reichlicher Anhang verbreitet sich über Kunstausdrücke der Psalmen und die Musikinstrumente der Bibel (letztere mit Abbildungen von den Denkmälern). Rühmend hervorzuheben ist .die vorzügliche typographische Ausstattung und das gute Papier des Werkes. Auch scheint der Druck mit Sorgfalt überwacht worden zu sein, was für ein solches Standard work von großer Wichtigkeit ist. Dr. Feist, Mainz. Exegese. 2.122 2')2p 2'0112 1228N 12^ .2 O'EmQ 1BD OWJR 21'XÄ ItJTPn orrtjn . . ';,w 2'2wm 2'2LN T .Wiiffp pnn rote nxo owra 121 nro cj? .:*oin oteii» Rabbi Mertheimer aus Jerusalem, der in litterarischen Kreisen bekannte Verfaffer und Editor alter handschriftlicher Schätze, der sich durch eine Reihe verdienstlicher wissenschaftlicher Schriften in Fachkreisen hohes Ansehen erworben, veröffentlicht eine neue Sammlung von Midraschim nach einer Anzahl von Egypiischen Genisa-Fragmente und Akten-Druckwerken. Diese Sammlung enthält folgende sieben Nummern: 1) Bruchstücke eines Midrasch (oder Voray-!ha) über den jüdischen Kalender. Möglicherweise sind es Fragmente der in Machsor Vitri citirten Boraytha roten p. 7: ,L> opwb ron te nw-n xivp22 'vi u'zw iai. epte opn r.w '> 2'w) wie Herr Wertheimer behauptet, (s. Vorrede p. 2). 2) Bruchstücke eines Midrasch Jeruschalmi zum Buche Esther. 3) Fragmente eines 2-rr fc*i-c aus Druckwerken gesammelt. Daß ein Midrasch zu Hiob existirt hat, wird jetzt wohl nicht mehr zu bezweifeln sein, und Herr Wertheimer stellt hier zusammen nicht nur solche Stellen, die ausdrücklich als diesem Midrasch entnommen bezeichnet sind (s. Vorrede p. 5), sondern auch solche, die wahrscheinlich aus ihm stammen, wie z. B. verschiedene Midraschim in D'H pra des Samuel b. Nissim ed. Buber, deren Ursprung unbekannt ist u. s. w. Neu sind bei Herrn Wertheimer Citate aus dem Hiob-Comment. des Isaak b. Salomo ha-Cohen (ed. Sonst. 1645), die mit Niro oder vat t?iro eingeleitet und ebenfalls in unseren Midraschim nicht aufzufinden sind. 4. Bruchstücke von Midraschim. 5) Das Buch Zerubabel nach ed. Wilna 1891 nebst 2 Fragmenten aus Egypt. Handschriften. 6) Die Rolle des Antiochus <o2v22tt jto aramäisch nebst arabischer Uebersetzung, aus einer yemenischrn Handschrift edirt. Herr Wertheimer be- I vi'/tet, daß. die Uebersetzung von Saadija Gaon ist (s. Vorrede p. 7—13). 7) Der R. Akiba zugeschriebene Midrasch über die großen und kleinen Buchstaben, nach vielen Ausgaben von neuem edirt. Da es gewiß viele Rabbiner, Gelehrte und Bibliothekare gibt, die gerne ein Exemplar dieses höchst interessanten Buches besitzen möchten, so werden diese nun auf dieses hebräischlitterarische Ereigniß aufmerksam gemacht. Dieselben brauchen sich nur an den Editor in Jerusalem zu wenden. . I. Grün. Antisemitisches. Verax. La Ronmanie <1 les Jnifs. Bukarest, Verlag I. V. Socecu. In diesem französisch geschriebenen Buche macht der pseudonyme Verfasser den dialektisch ebenso kühnen wie sachlich unhaltbaren Versuch, das ganze schmähliche, jedem Rechtsbewußtsein Hohn sprechende Verfahren der rumänischen Regierung gegenüber Hundertausenden von rumänischen Einwohnern zu rechtfertigen. Verax hat für alle feine. Behauptungen einen statistischen Beleg zur Hand. Nun regieren ja bekanntlich Zahlen die Welt. Doch zuweilen, ja sogar ziemlich oft, muß man hinzufügen: „Aber fragt mich nur nicht wie!" Weßhalb vertritt denn der Verfasser seine Ansichten in einer Frage, die man versucht wäre, eine weltgeschichtliche zu nennen, nicht mutbig unter seinem wahren Namen? Das wäre dem Wortsinne,.verax" entsprechend. Neu eLngegungene Bücher. (Besprechung Vorbehalten) Heller, C. Paula ».Roberts Mark. Miß Florette. (Webers moderne Bibliothek Nr. 2.) 128 S. Pr. Mk. —.20. Heilbronn a. N. Otto Web er. Walter, Ernst. Am Webstuhl der Geschichte 428 S. Wien I, Wollzelle 34. 1904. Rudolph, Hermann. Die Lebendigen und die Toten. 26 S. Leipzig, Theosophische Central« buchhandlung. Hesekiel, Adolf. Photographlsches Nachschlagebuch. 487 S. Pr. Mk. 2.—. Berlin W. 35. Dr. A. Hesekiel u. Co. 1904. Das deutsLeBolkslied. Taschenliederbuch enthalt 166 Lieder. Stuttgart, Paul Mühle r. Fischer, Wilhelm. Berühmte Giftmifcherinnen. Der Mordprozeß Heinze. (Kriminalprozessealler Zeiten. III.) 192 S. Pr. Mk. —.50. Heilbronn a. N.. Otto Weber. Teschner, Karl. Der Fall Rossin. Der Justizmord von Toulouse. (Kriminalprozeffe aller Zeiten IV.) 159 Seiten. Pr. Mk. —.50. Heildronn a. N., Otto Weber. Seidenstücker, K. B. Das Licht deS Buddha. Aut. deutsch. Ausg. n.d. jap.-engl. Original. 100 S. Pr Mk. 1.—. Leipzig, Buddhistischer Verlag, 1904. 4« OLear Lehman« ln Mainz. — Expedition des JSSraeUt”, Sckottstratze Nr. 2. Mali«. . und Cslc3 fcee Job. Oittö*schen Hofbuchdruckerel »rtien-Gesellschaft t» Mainz.