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Der Israelit · 1904-06-16 · Heft 48 (16.6.1904) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 48 (16.6.1904)
Date
1904-06-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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1002 Vertiefung des geistigen und kulturellen Zusammen^ Hanges mit der Gesammtnation, wird hier aus kleinlich-gehässigen Antrieben ein Band zerschnitten, das, einmal gelöst, kaum je wieder geknüpft werden kann. Was haben Tschechen und Slovenen, Römlinge und Italiener, was haben die „Schwarzgelben" aller Nuancen sich seit Jahrzehnten über die Zugehörigkeit der deutsch-österreichischen Turnerschaft ereifert, wie haben sie darob über „Hochverrath" und „Preußenseuchelei" gezetert — und nun bereiten ihnen die „Ueberdeutschen" die fteudige, nie geahnte, nie erhoffte Ueberraschung der freiwilligen Sprengung einer nationalen Organi- Wählerlisten für die Wahl der weltlichen Abgeordnete» zur Synode,, welche im Oktober zusammentreten soll. In demselben Blatte werden die Vorlagen besprochen, die der Synode vorgelegt werden sollen. - Vor Allem wird aus den Voranschlag für 1906/7 verwiesen, der ' 10,000 Mark Mehrforderung bringt, für die nothwendig gewordene Aufbesserung unzulänglich besoldeter Religionslehrer. Diese Anforderung wird um so weniger auf Widerstand stoßen, als diese Aufbesserung dringendes Bedürfniß ist, wenngleich die Details der Vorlage abgewartet werden müssen, bevor eine bestimmte Stellungnahme möglich ist. Das Letz- - Dm Vrnrralionru: Dvotzvalrr, Dalrr, Sohu. Ausgenommen von Herrn Joseph Lindenblergler in Bremen. sation. die so fest und ohne Fugen wie ein Granitblock zu sein schien." Inzwischen wurde auf dem Wiener Kreisturntag der erwähnte Antrag auf Trennung wegen des in Berlin verworfenen Ackr-Paragraphrn abgelehnt, da die erforderliche Zweidrittelmehrheit nicht erreicht wurde. Aber charakteristische für die vielgerühmte antisemitische Bundes treue bleibt die Sache doch. *.. AuI Cletjcn. Der Gr. Oberrath der Israeliten veröffentlicht in seinem Verordnungsblatt vom 6. Juni die Allflage an die Synagogenräthe zur Aufstellung der teti gilt auch für die „von Seiten des Oberrathes eine: A e u b e a r l c i t u n g unterzogenen Verordnung vom 13. Marz 1827 über die Nabbinatsbezirke." Die Synode wird sich, wie das Verordnungsblatt sagt, mit dem Entwürfe einer umfassenden Rabbinats- und Brzirkeversassung zu beschäftigen haben. Daß diese Neubearbeitung eine unbedingte Nothwendigkeit ist, scheint jetzt auch di^ oberste badische Religionsbehorde zu fühlen. Warten wir ab, wie dieselbe dieser Sache gerecht zu werden sucht. Jedenfalls erwarten wir. daß die Vorlagen so zeitig veröffentlicht werden, daß der

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