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Der Israelit · 1904-11-21 · Heft 92 (21.11.1904) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 92 (21.11.1904)
Date
1904-11-21
Page
– (sequence 22)
Language
German
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1988 welchen sie später ausgesetzt sind, zu widerstehen, verständnisvoll die Mission des Judenthums zu begreifen, um alle Anforderungen praltifch und aus Ueberzeuguna und Liebe zu verwerthen. Das ist: tmrzbtr. "rcSb rcnxr rrsryr tcb^. Mit dem ABC der Schule beginnt das AI*<’ der Pflichtaufgaben des Lebens, also sobald das Kind in die Schule getreten. Sie, die 2'2 Vorbereitung muh so sein, daß sie vorbildend, anleitend, fortsetzend sür's ganze Leben wirkt. Daraus folgt, den Schüler an die Duelle zu führen, zunächst an den Pentateuch, den Weg zeigen, damit man als Knabe, Jüngling, Mann und Greis selbstständig den Lebenstrunt aus dem ewig klaren Born zu schöpfen versiebt. Das kann nicht durch sogen, systematifchkatechetischen Religionsunterricht erreicht werden. In dem -277 2 by liegt auch der pädagogische Wink individuell zu erziehen, vielleicht in dein .'z\ eine Andeutung von ns bvzv mvi, in dem der Gedanke, den Weg des späteren Lebens im Auge zu bebehalten, den einstigen 2-2 vorbereiten, daß. wenn er auf seinem Lebenswege mit Gottes-Gesetzesverächier in Verbindung kommt, standhast bleibt. In keiner Zeit als gerade in der unserigen muß man so vorbereitet sein auf das cnpsxb rprts* nc y-;. Es wird gut sein, bei passender Gelegenheit die älteren Schüler auf so manche negirende sezirende Strömung und litterarischer Produkte aufmerksam zu machen, ihnen das Material zur Vertheidigung zu geben, damit sie durch die Bibel-Babel-Erzeugnisse nicht das Fundament der n:'2x verlieren, und stets geistige Waffen zur Hand haben, gegen die Amaleksrotte. Hochachtung, Begeisterung für unsere 7I212X und nun wachrufen ist Hanptfaktor des Unterrichts. Hinweisen, daß Gesetze neuerer Zeit schon vor 2000 Jahren in der Thora gegeben: wie gesetzliche Sonntagsruhe, Ps'ändungsgesetze, strenge Fleischbeschau u. s. w. Betreffs Nächstenliebe '21 rcnxi gebührt uns. der heilg. Thora die P r i 0 r i t L t; diese Stellen muß er nachschlagen können. Damit altem Grundsätze folgend soll thti pK -p"1 cy verbunden sein. Den Erzieher nennt die heilige Schrift p:x — -- synonim - Wahrheit. Treue. Wärter. Das ganze G'eheimniß der Vorbereitung der religiösen Erziehung liegt in: n:'2W r«x, in der Glaubenstreue, in der Konsequenz von dem 71 rmm Geist, der der Lehrer in die Schule trägt, nicht lediglich vom Material eines zu> gesetzten Lehrplanes; jene sind die erwärmenden, ersprießlichen Sonnenstrahlen. zu welchen die jugendliche Pflanze unwillkürlich hingezogen wird. Ueberzeugung und Begeisterung geben dem Menschenbaum Saft. Kraft. Widerstand und machen ihn zu einem p? eo Ä: bv. Wer nrcx lehrt, mutz sie besitzen; was man nicht hat. kann man nicht geben; man muß selbst von der Wahrheit überzeugt sein. Dann bestätigt sich: brr 12»' nbn p nwrci ensi Emunoh ist vornehmster Faktor zur v'2 Vorbereitung. Die hebräische Sprache nennt den Erzieher zum rx pxn xar iwe px, dann schon, wenn der Wärter den Säugling trägt — der Wärter beginnt also schon das Erziehungsgeschäft. R. Elieser ben Horkinas sagt: ^vx :;r6'- Heil seiner Mutter, weil sie das Kind in der Wiege liegend in das 2-7:2 brachte, um die Lichtreflexe aus jener geistigen Sphäre auf das geistige Ohr zu leiten. Der alte Philosoph Plato geht diesbezüglich noch weiter zurück und nimmt schon bezügliche Stellung vor der Embryode. Aus allem geht hervor, man kann nicht frühe genug vorbereiten. Der mächtigste Faktor der Vorbereitung ist Beispiel und Konsequenz, «wp c-vx -3 vxi ,7:3» „Er lehrt wie er lebt, er lebt wie er lehrt", las ich jüngst anläßlich einer Jubiläumfeier über einen jüdischen Vorgesetzten. Hirsch s. A. sagt in seinen pädagogischen Plaudereien: „Das ganze Geschäft des Erziehers mißlingt, wenn der Erzieher im eigenen Leben nicht konsequent, wenn man den Lehrer selbst auf Abwege ertappt, wenn Theorie nicht der Praxis des Lebens konkurrent. Z. B. er behandelt 'zvr. 773-22 und wohnt selbst nicht in einer, «NX rn2 bx Trpa und er trägt selbst am rw; "pp? me jvnrn xb und der Lehrer und Verbieter handelt selbst entgegengesetzt. Wie überall xtj nnbsmb rain nicht die theoretische Vorbereitung, sondern die That den Weihestemvel der Heiligkeit aufdrückt, so wird auch hier die Lebensweise des ttso 72 Charakters und Lebens, nur durch die übende That vollbracht Umgang und konkretes Beispiel sind nachhaltige Erziehungsmittel fruchtbringender Faktoren, nach dem Erziehungsprinzip Abrahams 7:2 rix rrsr 7B?x fyüS VVX 17V2. Sind Eltern und Erzieher nicht mehr im Kreise ihrer Kinder und Zöglinge, die Erziehung-- und Umgangsbilder müssen bis in's hohe Alter bleiben, gleich einem p-7xn ryr* dem im Moment der Versuchung das geistige Bild seines Vaters 72x«.bi? iTpr? vorschwebte und rettete; gleich 7n2x die als Königin den Erzieh unosideale ihres rux-Pslegevat.-? Mordochai noch in höchster Stellung nachzuleben strebte. .u-x 71:2x2 totti 7VX3 rrry vcx ’dttd tcxo rat Als Stühe meines Jdeenganges über Barmizwohvorbereitnng zitire einige Sätze des verstorbenen Hirsch s. A. «Nicht blos ein paar Einübungsstunden während eines 1 Jahres zu einem melodramatischen Konfirmations-Puppenspiel. seine ganze Kindheit war eine Konfirmationsvorbereitung; ja die war Konfirmation. die Festigung und Stählung selbst für seinen höheren Eintritt in die Zahl jüdischer Männer, wo jüdische Eltern und Lehrer ihre jüdische Pflicht gethan. Was ist gegen diese jüdische Einweihung, diese jüdische Vorbereitung sür's Leben; die Konfirmation und Einsegnung mit ihrer ^-jährigen Katechismusdiktanteuvorbereitung trotz allen theatralischen Effekts und momentaner Rührungsparade. (Schluß folgt.)

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