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Der Israelit · 1904-08-17 · Heft 65-66 (17.8.1904) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 65-66 (17.8.1904)
Date
1904-08-17
Page
– (sequence 20)
Language
German
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1402 vertraute fein Vermögen von 12 Millionen Gulden dem einfachen Geldwechsler Meyer Anselm Rothschild an. Um diesen für die Gefahren, die er dei der Verbergung eines so bedeutenden Vermögens lief, zu entschädigen. gestattete ihm der Landgraf die freie Be nüyung des Kavitals. Das Genie Meyer Anselms arbeitete so gut mit dem Gelde. das; ihm nach der :Hiici - Zahlung der anvertrauten Lumme mehr als 12 Mil lionen blieben. - Nach seinem Tode konnte er seinen fünf Söhnen fünf der größten Bankhäuser in Städten wie Paris. London. Wien. Neapel und Frankfurt überlassen. Nathan Rothschild, der an der Spitze des Londoner Geschäftes stand, hatte am meisten von dem Genie des Vaters geerbt. Mit unermüdlichem Eifer stand er von morgens bis abends den ungeheuren Geschäften vor. In einem englischen Blatte wird von ihm folgende heitere, noch wenig bekannte Geschichte erzählt: Eines Tages pr'äsentirte man bei der Bank von England einen Scheck, der von Anselm Rothschild, Frankfurt, und Nathan Rothschild. London, unterzeichnet war. Damals war der Scheckverkehr noch selten. Die Bank wies die Auszahlung der Anweisung mit der Bemerkung zurück, daß sie nur ihre eigenen Noten anszahle und nicht die von Privatleuten ausgestellten. „Privatleute!" rief entrüstet Nathan Rothschild aus. als ihm der Vorgang berichtet wurde, „ich werde den Herren zeigen, mit was für Privatleuten sic zu tbun baden." Nach drei Wochen erschien Rothschild gleich nach Eröffnung der Bank an der Kasse und zog eine Fünf. Pfund Note heraus, die er in Gold eingewechselt haben wollte. Man wunderte sich, daß der große Bankier um eine solche Kleinigkeit sich selbst bemühte, dcch wuchs noch das Erstaunen, als er sortfnhr, eine Fünf Pfund Note nach der anderen herauszuholen. Er unterzog beim Einwechseln jedes Goldstück einer genauesten Prüfung, ja er verlangte manchmal als fein gutes Recht die Gewichtsprüsung eines einzelnen.; Nachdem bas erste Portefeuille geleert war «der Baren hatte drei Wochen dazu angewandt. Fünf-Pfund Noten zu sammeln- und der erste Gcldsack gefüllt war. ließ er sich von einem dazu nntgcbrachten Bedienten einen anderen reichen und setzte darauf dies Geschäft bis zum Schluß der Bant fort. Er hatte dann sieben Stunden dazu gebraucht, 21.000 Pfd. Sterling ei uz u wechseln. Da er aber noch neun Angestellte seiner Bank in der selben Art beschäftigte, so hatte die Bant von England an diesem Tage 210.0<)0 Pfd. Sterling in Gold aus zuzahlen und die -Kasse war derart damit in Anspruch genommen, daß sie kein anderes Geschäft erledigen konnte. Alles, was ein wenig außergewöhnlich ist. gefällt den Engländern, und man amüsierte sich also im Augenblick sehr über Rothschilds Eifer, die Bank von England zu geschäftigen. Man lachte weniger, als Baron Nathan am anderen Tag rvieder mit leinen neun Angestellten beim Eröffnen der Bant erschien, inan hörte auf zu lachen, als Rothschild beim Einwechsel'.', ironsch lächelnd bemerkte: ..Die Herren haben ".-einen Scheck nicht auszahlen wollen, ich will infolgedessen keine Note von Ihnen-behalten und habe genug davon, um Ihre Kasse zwei Monate lang damit m befchä» tigcn." Man -vurde nachdenklich. Elf Millionen in Gold auszuzahlen, wäre eine llnmöglichteit für die Bank gewesen. Es mußte etwas geschehen. Am folgenden Tage las man eine Anzeige der Englischen Bank in den Blättern, die erklärte, daß sie bereit sei. Schecks von Rothschild wie die eigenen cinzulösen. U | JM 8 C N. Für den folgenden Thcil ist die Ncdaction nicht verantwortlich. «„ «rdartton unlrrntmmt nlrmal» klar Prüfung ln pe,«g auf dir rttnrUr Auvrrlälsigkr» der ongepriesrnen Wa ren. Pie wrnn fir in dir'er ginstcht gefichrrt fein wollen, die Aiiprclfmtacn. llctcrrnun etc. lrU-N rincr tpoufrolr ,n nntcrmr SAluft brr Jnleralrnnnw>r::,eili Nets: für die Mo»im'»nm»mrr. Lonnta-, ZZrüI, i> fnr die DaunrrRmu.nnmaifr. Mittwoch :: CrjUljtr Hoden. . »nlerwerfra lincr. Mittwoch 12 Ubr. ' «-mtrrlsrna de» lyritriüctorörri i Thoravorhänge, ' ■ 1-*.— Mäntelchen, f$-i ISulfcussiicIier eien,. § J. KAUFFMANN, Fianklurt a. M. D&?tcua-ao -^5 «Ire#* -IÜO Schwei«. Z tjRICB 1♦ Schwel*. PEVSIOX I>. WOI.FF, «eatenaaN« 15. 1425: TV I Minute vom ^auvldahnhol. < T nnio Qimnn Kaiserstr. 4 «njilbmt LUUlo ullilUll, Frankfurt a. M. jfsltiisgrpilinbc [4494] Maan#neimlbitd }{6tel Walhalla" Uni; jchss-pitz. Personen-Aitf.lu«. l iebem luq. imjc MttdK '.Rübbincii. Besitzer: David JLowcnthal. ABRAHAM KOR BRR, TO l»»o unb hebräisch« Buir,Handlung. Htlnrhen, MüllrrftraK« 381„ «npsuhlt feine Arbeit ri"o jr"-o .psn sowie sämmtliche Ritualien. Referenzen ertheilt Herr Dr. Ehre »treu dahier u. mehrere orthodoxe Rabbiner Deutschlands, stehen mit solchen lederzeit zur Bersügung.

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