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Der Israelit · 1904-05-16 · Heft 38 (16.5.1904) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 38 (16.5.1904)
Date
1904-05-16
Page
– (sequence 9)
Language
German
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45. Jahrgang. erläge zu Jfs 38 des perlen aus Bibel und Talmud. Aphoristisch aneinander gereiht. Von Rabbiner I. fflobcl—H a l b e r st a d t. IV. nr pxb rcr.i c-i twc ncwi c*o' nw rij' fyc^ (2"' :*2 rrcr) ">:*n pcx [2 VSZi fir jpnpn fc c’2try by.x' b6*ji xnn? n”j H jn -j* ~p v (xrS'ztz e x L"°) v. Sechs Tage verrichte dein Werk, am siebenten aber sollst du feiern, damit ruhe dein Ochse und dein Esel und sich erhole der Sohn deiner Magd und der Fremde (2. B. M. 23.12). Es ruhe dein Ochse . . . Verschaffe deinem Thicre Behagen und lasse es unbehindert die Gräser vom Boden abweiden . . . (Raschi nach Mechilta.) Erklärung. Nach Mechilta spricht dieser Vers von der Sabbatruhe während des Schaltjahres, von dem der vorausgegangene Vers 11 gehandelt hat. Auch im Schaltjahre, wo alle Arbeit im Feld und Weinberg aufhört, soll die Sabbatruhe des siebenten Tages besonders hervortreten, und wodurch? Dadurch, daß du deinem Arbeitsthiere, dem das nscs'-Gesetz ohnedies die gewöhnlichen Arbeiten, das Pflügen und Einfahren, abgenommen, ein Behagen. n"3, vergönn.st, und daß du die Magd, die kanaanitische Magd, ihrer Familie zurückgibst. Das nsce'-Gesetz befreit die Magd und ihren Sohn von schwerer Arbeit, va die Feldarbeit ruht; doch am Sabbat soll dieser kanaanitische Sklave in deinem Hause sich als Sohn seiner Mutter fühlen dürfen, und er soll in dieser zarten Rücksicht auf sein menschlich edles Herzensbedürfniß die seelische Beglückung des Sabbat, deines Sabbat empfinden. Darum wird hier die gebotene Ruhe der Magd und ihres Sohnes so bedeutsam durch J2 ■jrcx und nicht wie an andere.r Stelle durch "p2V r;.? •]rcs% „es ruhe dein Knecht und deine Magd" ausgedrückt.*) Der Auffassung der Mechilta lehr entsprechend ist in Vers 17 der Ausdruck o’cys rSr gewählt zum Unterschiede von e'b:i vhv in V. 14 heißen die Wallfahrt s feste in Hinsicht auf die Vorgänge im Naturleben auf Feld und Flur **,'28 2,2X in gewöhnlichen Arbeitsjahren. Ta folgen die Feste gleichsam den Spuren der Feldarbeit brib. Fm nssc-Jahre fehlen diese natürlichen Perioden als Marksteine der Festzeiten. Darum steht s'272. vbv ••). •) Drgl. Iebain. 48. , •*) In 4 B. M. 22. 2a ist sr?r a n Platze. <53 soll darin der Dorivurf enthalten sein: du schlägst mich wiederholt, als , Der Sabbat ist nicht nur der Tag für körperliche Erholung, sondern hauptsächlich für seelische Stärkung und Erhebung. So wird vom Sabbat in 2. B. M. 31,17 gesagt vvm riv T2«*n nv2i... und am siebenten Tage ruhte Er. Und so ward er (der siebente Tag) durchgeistigt. Diese Durchgeistigung des Sabbat durch die vom Schöpfer über ihn ausgegossene Ruhe soll auf den Sohn und die Tochter Israels geistig erhebend, gemüthstärkcnd wirken, und diese Wirkung soll sich -ruf das ganze Haus, die Sklavin und der Sohn der Sklavin mit eingcschlossen, erstrecken. V. Kih m ick ('s c^nn) . . . yi'T pj6n» fycS ■ sxsc?pn*3 jyrcw rpeo "]^> ovm bc noi? rrapn I!n2»2 aji mp i prr-ryi vvn er.n Vs ns1? T2pn -,n ick | p' *?n' -\-nc2y1 (x' ,m *w») -ic;x r.xn nos proa j .(cb> 'E2m ^->2l n*c weis 'o c’Snn j Damit deine Lieblinge gerettet werden . . . (Ps. : 6ü). Es sprach David vor dem Allheiligen: Warum ' sind alle deine Lieblinge umhergeworfen, und ihre Unterdrücker pflegen der Ruhe? Darum haben die - Weisen dem Gebete 'wSnm „Begnade und rüste : uns" eine Stelle bestimmt. Ferner sprach David vor dc;n Allheiligen: Warum werden deine Lieblinge geschwächt. und ihre Bedrücker gewinnen an Stärke? Dem entsprechend heißt cs (Jes. 58) „und deine Gebeine rüllet Er mit Stärke". (Jalk. Ps. 60.) " Erklärung. Diese räthselhaft klingende Aus-; spräche ergänzen einander. In Jes. 58 werden dem! gedankcn- und gemüthslosen Fasten und Feiern am heiligen Tage 2*“!*B3 c~ die großen Gebote der Menschj lichkeit gegenüber gestellt. Nur ein Fasten und Feiern, i das mit der Bethätigung der Menschrnliebe eng verbunden ist, kann Gott gefallen. „Fürwahr, dies ist cm j Fasten, das mir gefällt: Der Bosheit Ketten lösen, von der Bürde Last befreien, dem Gefesselten.Freiheit geben! und von der Schulter das Joch abreißen. —- O. brich dem Hungernden dein Brod u. s. m." Als! Lohn dafür wird dort lichtes', wonniges Morgenroth! und Heil für Körper und Seele verheißend „Dann leitet dich der Ewige immerwährend, erquickt deinen ■ Geist in dürrer Zeit und verleiht deinem Gebeine neue! rüstende Kraft pfn» ^resyi." — Im Anschluß daran - heißt es daselbst: „Wenn am Sabbat dein Fuß rastet, > an meinem heiligen Tage deine Gewerbe ruhen, wenn! du den Sabbat Lust der Seele nennst . .. dann findest du beim Ewigen deine Wonne..." als ob dies in der Natur der Ta.be läge, nud rs wir doch fonfl nicht mein«» (tzewehnheit. gegen dich wlderspenstig zu sein pcni nr ■p

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