Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 35 (5.5.1904)
- Date
- 1904-05-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Aentrat-Hrgan für düs orthodore Iudenlhum ' ' Begründet von '7. ] r ■ . Ifcr. Urtzmernn in V;,- d e r» - B' ' . ' J*'; ^ü^isches JukMftsbild. öetrcu^timj jut niöfin von Tnpni '£). / 1 ü»iv Dr. Hrrn.ONt» Klein—Dt a i»z. „Merck ihr in meinen- Gesetzen wandelt, meine G«^ bote hütk/ und ausübet," . &u dies?r Stelle bemerken unsere Weisen: »Dies ist-der Smn jener Psalmen stelle:' ,,/ch habe über meinen Weg nachgedacht und meine Misje Deinen ZeügnMen, zugeke^kt»" D<chid- . Gott: Tag für Tag-dachte, ich in-diesetz Hausckder in jene Wohnung zu gehen, aber meine Füße führten mich ni'die Lehr- und Bethäuser:" Der große Gottesvertrag init-Israel, den unsere Sidra Punkt für Punkt dar-!egt, hat die -eine-Alternative zur Grundlage: entweder -:dn 'mpna. bk oder. »non ’rpro wck Die verh«jßrnt.' Segensfüsle fließt aus der einen, .der unsägliche aus der anderen Quelle/ 'Ihr sollt in dem Ge- StzcntGottes wandeln, das.bedeutet nach den Worten unserer Weisen, daß ihr euer Pedenswerk, Lebensarbeit, Alles, was ihr auch erreichen möget, in den Dienst-der ' Lehre stellet, daß, die Thora,, die' Grundlage eures Schaffens und Wirkens/ -der.- Ausgangspunkt eures -Webens und StrebenL, das Mtttziel eures HsMiU und. Wandels, der Endzweck Meß MnnenS -'und-D<AW«s,! e .Achse,: um die sich AlleS dreht, die Centralkraft, von ’"?i allein ihr SMrfe «HMdt.! illeuchte, Vir'MM"emeickÄbiySpfad'«Achtet,'- Pkt Sanne, die Mch erMrAt. 'AjG feste Steuer, das euer' rbenssPff durch dÄ fiürmifch.brandtNden Wellen des r eltennUres sicher geleitet, zugleich aber auch der 'Sere Hafen sei, in den ihr nach der beschwerlichen ^llinsche, und Hossnungen einmünden, ste allein eure '»sluchtsstätie ngch den Mühen und Sorgen des All- '->gs, dann will ich euch auch der Segnungen und des 2«. 311» 5«64. "17 W»i 1904 V - '■ V. . Friedens, nach denen jhr euch sehnet, nach deney-ahr inmitten der Sorgen und Kämpfe ausspäht, thelkhaftig werden lassen. Wenn aber die Thota der Mittelpunkt unseres ganzen Strebens ist, wenn wir unsere Thätigkeit als eineti Zideig des'gewaltigen Lebensbaumts. erkennen, wenn wir in unserem' Erwerbsleben. keinen Augenblick der'.Thora vergessen, Wenn , wir unser, ganzes. Schassest und Wirken alS Mittel zur Verwirklichung der von Gott geoffenbarten Zwecke betrachten, wenn wir keinen Augenblick den Zweck über dem Mittel vergessen: - dann 'erhält unser .Erwerbsleben eine, derartig« Weihe, daß. es in den Krxis des Thoras.udiumS' emporgehoben erscheint. ..'„Wenn ihr in meinen Gesetzen wandeln werdet," das ist der'Sinn jenes Psalmenwortes: Ich habe.alle meine..Wege genau berechnet/auch-diejenigen, die nicht unmittelbar ins führen unitich' finde,, daß ich mein« Füße deinen Zeugnissen, zugekehrt. Tag für Tag^Patte ich Hit verschiedensten Dingezn besorgen», die mannigfaltigsten Angelegenheiten zu..ordnen, die verschiedensten Wege zu wandeln, da mußte ich in dieses/ Haus gehen, dort eine andere Wohnung aufsuchen nun bei gll dsesen Gangen führten mich meine Füße dochün die Lehründ Bethäuserdenn all meinen Handlungen, lag der Gedanke, an die Centralstellen jüdischen GeisteS- und Gefühlsleben zu Grund«: Denn,, so fahren unsere Weisen fort, ich habe mir ickmer vckr Augen gehalten, daß die Lehre uns das Wandeln in den Gesehen . gebietet und für bin solches Wandeln den wahren-Weden verheißtdaß nur dann vbv auf Erden sein könne, nur. datm der. erbitterte Kampf um's Dasein brigelegt werden kchtu». wen« dir, Welt begreift, daß Besitz nicht das Erstrrbenswerthefte, irdischesGlück nicht das am heißesten zu Ersehnende, äußere Güter'nicht das Ziel menschlichen Strebeüs u. Schaffens fein können. Dies die eine Seite. „WennHr aber auf meine Stimme nicht hören werdet, wenn ihr in thörichter Verblendung - das ' Zufällige, wie dieses ■npa heißt, als Norm anerkennen werdet, wenn ihr in euerer Fähigkeit etwas zu erwerben^