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Der Israelit · 1904-04-28 · Heft 33 (28.4.1904) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 33 (28.4.1904)
Date
1904-04-28
Page
– (sequence 12)
Language
German
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716 Arbeiter durch die Unternehmer verhindere; das beste Mittel hierfür ist, den aus der billigen Arbeit der Ausländer entstehenden Ucbel entgegenzutreten. Das Haus wünscht ferner, bevor es die Vorlage bewilligt, zu versuchen, daß das Prinzip der Gewährung einer Zuflucht für die Opfer von Verfolgungen aufrechterhalten werde. Palästina. Jerusalem. An den Halbfeiertagen des Pesachfestes waren es 25 Jahre, daß das Hospital „Misgab Ladoch" gegründet wurde. Von kleinen Anfängen hat es stch nach und nach zu der heutigen Höhe emporgeschwungen und während dieses Zeitraumes außerordentlich viel Gutes geleistet. Nur zu bedauern ist, daß dasselbe fortwährend mit Geldsorgen zu kämpien haj. So hat auch das letzte Rechnungsjahr wieder ein Deficit von 10.088 Franks ergeben. Die Verwaltung hofft, daß die edlen Spender das 25-jährige Jubiläum zum Anlaß nehmen werden, um das Spital thatkräftiger zu unterstützen. WthkUMgkll MS de» liid. AlMMreinell Md sSr dirseldrll. (SLmmtttche jüv. Wanderbettelvereine unv »allen für Durchreisende find gebeten, unS Mittheilungen über Erfahrungen, die fie auf dem Gebiete ihrer THLtigkeit machen, zukommen zu lasten.) Berlin, 25. April. Gewarnt wird vor einem gewissen K o l o m a r u, der angeblich für das jüdische Hospital in Hebron sammelt. Auf Anfrage in Hebron hat der Ober-Rabbiner Medini mitgetheilt, daß die jüdische Gemeinde Hebron keinen Delegirten zur Sammlung von Beiträgen für das Hospital bestellt hat. vermischtes. Graudenz. Die Zahl der Kinte.', welche RcligionSunterricht empfingen, betrug 163 (9m Knaben, 73 Mädchen, von welchen 103 (52 Knaben, 51 Mädchen) auch am hebräischen Unterricht thciln ahmen. Wöchentlich werden im ganzen 41 Unterrichtsstunden erth ilt. Heidelberg, 26 April. Der ans Berlin ausgewicsene russische Student Bärmann, welcher hier seine Studien fortsrtzcn wollte, wurde aus Baden mit vierzehn Togen Ziel ausgewiesen. , . . Ltrahburg. Die Israelitische gegenseitige Unterstützungs-Gesellschaft von Straßdurg i. Elf. hatte pro 1904 eine Einnahme von M 5515 und schloß mit einem Delrcit von M. 374 ab. . _ Weikcrsheim 25. April 1901. Das h!e,lge Rabürnat wurde von der Jsr. Obcrkirchcnb»hörde dem Rabbinatsverweser Tr. A. Schweizer h-er definitiv übcrtragen. Dr. Schweizer ist ein Schüler des Berliner Rabbiner- ,'emiuarS. Scnnfeld (Badrn). Am 10. Mai d. I. feiert Lehrer Wolf dahier sein' 50jährigcs Dienstjubiläum. Bette« (Siebenbürgen). In der hier neue gegründete» Anstalt finden 100 Talmudistr» u. 50 Talmud-Thora-Schüler Unterkunft. Beide Institute stehen unter Aufsicht Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiver Lichtenstein und seines Sohne» Jekusül. Letzterer st ht als Gründer und Leiter an der Cp'tze. Soprou Beleb, 24. April. Einer der vorzüglichsten Talmudjüngcr der Jeschiwah, Herr Moritz Rappoport aus Papa, Enkel des allbekannten Bersassers des Werkes rOüV. ist in seinem 18. .Lebensjahre, vom Schauplatze seiner rastlosen Thätigkeit auf dem Gebiete der 'i rrray und rrnnn ”no*} abberufen worden. Er zählte zu den Lieblingsschülern unseres Rabbiners. rflisin Samuel R<iner. Briefkasten der Redaetion. Mehrere Abonnenten in Berlin, Hamburg, Wiesbaden re.: Auch wir bedauern lebhaft, daß Rudolf Masse in seinem Ulk forNvährend und seit Jahren Rischus macht und namentlich die katholische Religion zu verspotten sucht, wir haben aber kein Mittel an Hand, um düs zu verhindern. Ebensowenig können wir verhindern, daß ultramontane Blätter diese Verhöhnungen dem Judenthume zur Last schreiben. Vielleicht veranlaßt der neue Verband dir deutsch.» Juden den Verleger der Allgi Zeitung des Judeathums, daß er in Zukunft davon ablasse, dem Judenthum solche Wunden zu schlagen. Sidraforscher in Leipzig: Bei allen Kulturvölkern sind im Lause der Zeit durch den Einfluß der Thora Ehen zwischen nahe verwandten und verschwägeren Personen für strafbar erklärt worden. Die Geschlechtsgemeinschaft zwischen nahe verwandten Personen schädigt die Reinheit und das sittliche Wesen der Familie und des verwandtschaftlichen Verkehrs, auch führt sie; zur Degeneration der Nachkommenschaft, was in dem Aus,pruch des Dckalogs: »Pokcd awaun owautz .c. schon angedcutet ist. Bei drm deutschen NeichLstra'gesitzbuch gilt' die Bestimmung, daß der Verwandte oder der Verschwägerte cbstcigender Linie straflos bleiben soll, wenn er das^ achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat.* Notiz Der von Jahr 411 Jahr steigende Fremdeubesuch des so in Mode gekommenen „thüringer Waldes" ist auch an dem idyllisch gelegenen „Stahlbad Lieben,rein" nicht spurlos vorübergegangen, (rin vorwiegend seines, erholungsbedürftiges Publikum bildet seine Frequenz und ist es nunmehr auch iinseren orth. Glaubensgenosse» möglich gemacht, das schöne Thüringen auf länger zu besuchen. indem Herr Hotelier Julius Sander seit 2Jahren in Bad-Liebenstem ein ivirklich sein geführtes süd. Pensionat und Restaurant betreibt. Die gute Bed>en»uig sowie die äußerst civilen Preise dortselbst habeii Herrn Sander bereits eine zahlreiche Stammkundschaft gesichert, welche, da das Etablissement nilninehr auch unter Aufsicht steht, sich um ein Bedeutendes vergröbern dürfte. Ein schön illustr. Prospekt von Liebenstein wird von Herrn Sander aus Wunsch gratis versandt. Neu elULeganLene Mcher. (Besprechung Vorbehalten.) Schück, Bernat. Rabb. zu Temesvar. pi m Religion und Staat. Eine Studie. Temesvar 1903. Bericht über den Religions-Unterricht der Synagogengcmciilde zu Graudenz. Von Rabbiner Dr. L 0 e v y. 1303. Zweiter Jahresbericht über den jüdischen Religionsunterricht zu Graudcnz. Bon Dr. Loevo 1904. Jahresbericht der Verwaltung der Kuranstalt für arme Israeliten in Bad Soden am Taunus 1903. Kotz, Albert. Der Chassidismus. 34 Seiten. Preis Mark —.6t). Berlin 1904. M. Poppelauer. Diese Brochüre enthält den etwas in den Ausdrücken modernisierten Abdruck einer im Jahre 1856 in der »Allgemeinen Zeitung des Judenthumserschienenen Artikelserie.

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