Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1904-04-18 · Heft 30 (18.4.1904) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 30 (18.4.1904)
Date
1904-04-18
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2446951-2449986-2450014--60487-2521438
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

660 standes ungemein erschweren, in den weitaus zahlreicheren Fällen ganz unmöglich machen, ihren Kindern die nothwendige und von den verständigen Eltern innig ersehnte bessere Ausbildung zu Theil werden zu lassen. Daher hat die Vorstandschaft sich entschlossen, in unserer Stadt, die durch ihre Unterrichtsanstalten eine besonders günstige Gelegenheit hierfür bietet, eine für die weitesten Kreise berechnete und geeignete Möglichkeit zur Erreichung höherer allseitiger Bildung zu schaffen. Unser Talmud-Thora-Jnstitut nimmt Schüler der hiesigen höheren Lehranstalten: Kgl. Lehrerbildungsanstalt (Präparandenschule und Lehrerseminar), Kgl. Proaymnasium (mit 6 Lateinklassen), dem sich demnächst Realschulklassen angliedern, zu mäßigem Preise in Pension. Es soll den auswärtigen Schülern das Elternhaus ersetzen, ihre häuslichen Studien überwachen und leiten, ihre Lebensführung streng beaufsichtigen, sie nach religiös-sittlichen Grundsätzen erziehen und mit Liebe und Ernst auf dem Wege des Guten führen. Wir sind überzeugt, daß dieses unser Werk, das an der Lösung der höchsten Kulturaufgaben mitgearbeitet und somit im Dienste des wahren Fortschrittes steht, allseitig mit Freude begrüßt und gefördert wird. Nähere Auskunft wird jederzeit bereitwilligst ertheilt. Meldungen sind zu richten an das Direktorat. Das Talmud-Thora-Jnstitut ist kein geschäftliches Unternehmen, welches einen Gewinn erzielen will. Im Gegentheil. unsere Pensionspreise sind derart gestellt, daß sie die Selbstkosten nicht decken. Unserem hohen Ziele hoffen wir dennoch durch die Munifizenz unserer Gönner gerecht zu werden. Das Direktorat: Rabbiner Dr. S. Mannes. Die Vorstandschaft: Heym. Feuchtwanger- Schwabach; Fabrikant A. Grün baum - Nürnberg. Vorsitzender: Bankier D. Jchenhäuser -Fnerth, Revisor; Rabbiner Dr. P. K o h n - Ansbach: Bankier M. Meyer- Nürnberg, stellvertr. Vorsitzender: Dr. S. Neuburger - Nürnberg; S. Wißmann- Schwabach, Kassirer und Lehrer S. Wißmann- Künzelsau. Möge es der Anstalt beschieden sein, aus Grundlage ihrer neuen Bestimmung eine segensreiche Wirksamkeit zu entfalten und in diesem Sinne rufen wir ihr ein herzliches zyv rhi zu! B. I. Schweiz. Basel. Unter dem Namen „Israelitischer Spital-Nerein" gründete sich, mit dem Sitze in Basel, ein Verein, welcher die Errichtung und Unterhaltung eines israelitischen Spitals, zur Verpflegung und Heilung erkrankter Israeliten, die rituell, d. h. den Anforderungen des jüdischen Religionsgesetzes entsprechend, verpflegt werden wollen, zum Zwecke hat. Die Statuten sind am 22. November 1903 sestgestellt worden. Der Verein ist auf unbestimmte Zeit geschloffen. Aktilk. Mitglied des Vereins kann jeder werden, welcher sich zu einem jährlichen Beitrag von mindestens Fr. 10 auf jeweilen drei Jahre verpflichtet. Paffivmitglied kann jeder werden, welcher einen einmaligen Beitrag von mindestens Fr. 100 entrichtet. Die Mitgliedschaft erlischt. wenn nach wiederholter Mahnung der Jahresbeitrag nicht bezahlt, oder wenn der Austritt dem Präsidenten des Vereins schriftlich erklärt wird. Zur die Verbindlichkeiten des Vereins haftet nur das Vereinsvermögen. Die Einladungen der Mitglieder zur Generalversammlung erfolgen schriftlich. Die Organe des Vereins sind: 1) Die Generalversammlung der Mitglieder. * 2) Eine Verwaltungskommission, bestehend aus 7—12 Mitgliedern. Die rechtsverbindliche Unterschrift Namens des Vereins führen der Präsident oder der Vizepräsident kollektiv mit dem Kassirer, oder dem Sekretär. Präsident ist: Jsaac Dreyfus- Strauß; Vizepräsident ist: Samuel Dukas- Mayer; Kassirer ist: Edmund S chm oll-L u ria; Sekretär ist: Daniel K a h n - B u r g e r. alle von und in Basel. Lokal: Sckmtzenmattstraße 43. S p r e ch s a a l. Im Sprechsaal des „Israelit" Nr. 29 wird ongefragt, wie die Stelle im zrvz -Gebet zu setzen sei "ftn, iiui rtcaa oder Pbv' -rcn? Folgendes diene zur Antwort: Schon die meisten Grammatiker sind getheilter Meinung, wie das Wort T*cn gesetzt werden soll. Der ora* (» aus n» am Ende von : v schreibt im Namen von nyz, daß man lesen soll 'pbm -non; auch der;"2jr> ist derselben Meinung. Sie geben hierüber nachstehende Beweise: Jn?'ek ist die Leseordnung: dSw1? tsji pzbo 7c» ccnm so auch in "2.ir und mccn nra: bs *ca 7c» 712m •w cS*?*? -rcn ,rr. Andere, unter diesen pw* bsz in v'2'v behaupten, es müsse gelesen werden mxa 7^2.1 ■von. Der Sinn des Satzes wäre dann: „So wie .T3J3» beständig in seinem Reiche besteht, möge er auch über uns in aller Ewigkeit regieren." Auch diese Idee hat einen Beleg in demselben Gebet. Dort heißt es nämlich: „-ijn dnyb •pat ,“ren 711*3^0 crpw“ Uebrigens finden wir auch am Anfang des rnpe-Gebet eine Stelle, worüber die Gelehrten nicht einig sind, wie sie gesetzt werden soll, ob tsa 075: Tt oder "Pen 7'.tzm. X. Weitere Zuschriften in dieser Frage werden wir in einer der nächsten Nummern zum Abdruck bringen. Red, d. „Jsr.*. Briefkasten der Revaetto«. Canto r N. F.: Besten Dank. Durch andere Einsendungen jedoch schon mitgetheilt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.