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Der Israelit · 1904-08-11 · Heft 64 (11.8.1904) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 64 (11.8.1904)
Date
1904-08-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
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45. Jahrgang. M 64 Li» Eentrat-Hrgan für das orthodore Iudentyum Begründet von Hf. Trhrnsnn in Ctaiuf. Donnerstag, de« 3 0. Aw 5664. 11. August 1664. Uusere nächste Nummer, eine Doppelnummer, erscheint Mittwoch, ve« 17. August. Schluß der Jnseratenannayme Mittwoch früh 8 Ithr. Zions Klage und Gottes Trost. Eine Betrachtung zur masn von M's. Von Dr. Hermann Klein. Mainz. Ende Aw. 11. „Wenn du zum Kampfe gegen deinen Feind aus ziehst und siehst Roß und Wagen, eine Mannschaft zahlreicher als du, so fürchk dich nicht vor ihnen, denn Gott, dein Gott ist mit dir. der dich aus dem Lande Mizrajim geführt. Und es fei dann, wenn ihr dem Kampfe näher kommt, so tritt der Priester hin und spricht zu dem Volke, und sagt zu ihnen: Höre Israel, ihr nahet heute zum Kampfe gegen eure Feinde, lasset euer Herz nicht schwach sein und fürchtet euch nicht und werdet nicht fluchtig und schreckt nicht vor ihnen. Denn Gott, eiler Gott, ist es. der mit euch geht für euch mit euren Feinden zu streiten, euch den Sieg zu verleihen." In diesen Worten unserer Sidrah ist in klastischer Form der Trost für ewige Zeiten dem jüdischen Volke . gegeben, der es zu jedem Kampf ermuthigen. der es - alles Ungemach ertragen lassen soll. Und nicht nur zu dem Volke Gottes, das in seiner Ganzheit berufen ist. für Gott und Sein Gesetz zu kämpfen, spricht hier das Gotteswori. sondern zu jedem Einzelnen aus dem Kreise dieses merkwürdigen Stammes. Denn auch der Einzelne ist verpflichtet, mit Mem. was er ist und was er hat. für die Wahrheit einzustehen. Ist auch die Zahl seiner Feinde eine Legion, geht es ihm auch an's Leben, sind auch feine Ehre, feine Zukunft und feine Gesundheit bedroht, so mutz er dies Alles daran wagen können, wenn er nicht in feiger Flucht der Fahne der Wahrheit den Rucken kehren will. Und kämpft er ehrlich für Gott, so wird er siegen, denn dann ist er nur j Werkzeug in der Hand Gottes und Gott kämpft für , ihn. Dann wird er keine Furcht kennen, denn nicht j er ist es ja, der den Kampf auszufechten hat, sondern ' der Herr der Kämpfe und Siege. Wenn er dann noch i so zahlreiche Mannschaft sieht, so wird er bedenken, daß sie wohl n c? zahlreich sind, aber nur "cv zahlreicher als er. Furcht im heiligen Kampfe für die Wahr<- heit ist mindestens ebensosehr ein Zeichen wahnwitziger Ueberhebung als ein Zeichen des Kleinmuths und des! Mangels an Vertrauen. Denn nur derjenige, der! glaubt. daß er Herr seiner Geschicke sei. datz er allein! den Kampf auszufechten habe, der wird fürchten. Er! wird in steter Angst und Sorge leben, ob auch seine! Kraft für den Kampf ausreichen werde, ob er nicht am Ende dock, müde werden dürfte, ob ihm nicht seine Frische und Kampfesfreudigkeit. fe»ne Stärke und Glistesgeyenwart im Stiche lassen werden. Weiß er aber, daß er selbst nichts ist. bringt er sich zum Bewusstsein, datz nicht er es ist. der kämpft, sondern Gott, erkennt er. daß weder er noch seine Feinde siegen? können ohne göttliche Hilfe, so wird er, insofern er | wirklichfür Gott kämpft, das Gefühl der Furcht nickt kennen. Er wird das Seinige thun ohne Zagen und ohne Zaudern und das Uebrige in Ruhe den', überlassen, der über den Erfolg entscheidet. „Wenn du zum Kampfe ausziehst gegen deinen Feind und siehst Rotz und Wagen eine zahlreiche Mannschaft", so überlege dir — 7Ä, datz sie nur zahlreicher ist als du. aber nickt als der. für den du in den Kampf ziehst, und furchte dich nicht vor diesem Feinde. Gott -euer Gott lämpft mit euch und er wird euch den Sieg verleihen. Wenden wir uns nun zu unserer msrr. Schon in dem ersten Satze finden wir den Gedanken ausgesprochen. den wir soeben ausgeführt haben. „Ich. Ich bin es. der euch tröstet, wer bist du. datz dn fürchtest vor dem farblichen Menschen und dem Menschensohne, der dem Grase gleich ist?" vnni r<x •a. Wer bist du.

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