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Der Israelit · 1904-04-11 · Heft 27-28 (11.4.1904) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 27-28 (11.4.1904)
Date
1904-04-11
Page
– (sequence 18)
Language
German
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602 nen geschaarte Gruppen, wie es heißt. (Ebend.) Er ist von Myriaden durch Fahnen ausgezeichnet.- Als Israel diese um Fahnen geschaarte Engel sah. gelüstete es nach solchen Fahnen, und sie sprachen: o, wären wir doch, so wie diese, nach Fahnen geordnet! Hierauf bezüglich singt das Hohelied: Er brachte mich Weinhaus, das ist: nach dem Berge Sinai, auf dem die Thora gegeben wurde, die ja mit dem kräftigen, erfreuenden Wein verglichen ist. — „Trinket vom Wein, den ich gemischt." (Spr. 9.) Also im Weinhause — am Sinai, „wo Er 'in mich in Liebe mit seiner Fahne bedeckt- — da sprachen sie: „o. daß Er uns stets mit der Fahne Seiner Liebe deckte, und daß wir Träger Seiner Fahnen sein dürften,- — „o, laß uns jubeln durch Deine Hülfe und laß uns im Namen Gottes die Fahne erheben!" Da sprach der Heilige, gelobt sei Er: „Ist dies euer Verlangen? Nun, bei eurem Leben! Es soll euch erfüllt werden.- — „Gott erfüllt alle deine Wünsche." Und zur selben Stunde that es der Allheilige Israel kund, und Er sprach zu Mosche: „Gehe hin und gestalte ihr Lager nach Fahnenabtheilungen, so wie sie es gewünscht.'- (Rabb. Bamidbar.) Erklärung. Wie an anderer Stelle (Ps. 68) der Midrasch hervorhebt, zieht Gott nur zum Friedenswerk mit Begleitung von Engelschaaren aus. Im Kampf steht Gott allein: v, ein Mann des Krieges, 'n sein Name!" 'Gott ist nicht wie der Mensch. Die Zahl zweiundzwanzig Tausend der Engelschaar entspricht nach einem Midraschwort (n2i2n nsn nr>) der Anzahl der Levitenschaar, die dem Dienste des Heiligthums auf Erden geweiht waren. Als Gott sich auf den Sinai herabließ, um da das Heiligthum seiner Lehre zu gründen, umgab er sich mit einer überirdischen Levitenschaar. 22,000 an der Zahl. Wir können uns noch ein anderes Friedensheer denken, das der Allmächtige nron jjtm bei der Verkündung Seiner Lehre aufgeboten. „Lehre" heißt in der heiligen Sprache und ebenso heißt der erste Buchstabe der Schriftsprache, die der Gotteslehre zum Ausdruck dient. Die Sprache hat zweiundzwanzig Zeichen, deren erstes eben «;*»« ist und das zugleich „tausend" bedeutet. Es wäre nun denkbar, daß der Midrasch die Geleitstruppen des Thoragebers aus diesen 22mal vjy*, d. h. aus der Gefolgschaft des dem Alphabet an der Spitze stehenden „Aleph" bestehen läßt. Die in so viel tausend Variationen und Zusammensetzungen wiederkehrenden Zeichen der Schrift ist die Armee der Offenbarung; eine Armee, die dem gesprochenen Güttesworte die Pforten der Zeiten öffnet und den Einzug in die nachkommenden Geschlechter sichert! Dem sei jedoch, wie ihm wolle; ob nun die den Thoraspender umgebende Schaar an die dienstthuenden Leviten oder an das den Thorageist in bleibende Form kleidende, sich tausend und abertausendfach vervielfältigende Alphabet erinnert — ob die Meister des Sphärensanges oder die Schildträger der Weisheit um den Schöpfer, ihren Kong, ihre Fahnen entfalten, diese Fahnen sind dem heiligen Werke des Friedens geweiht. Und solche Fahnen wünschte sich das am Sinai aufhorchende Israel. Gieb ihnen Fahnen, wie sie die Engelschaaren haben! sprach Gott zu Mosche. Nicht zum Kriege nach außen, sondern zum Frieden von innen seien die Fahnen in erster Linie bestimmt. Der inneren Erstarkung durch geordnete Einteilung und Verwendung der Kräfte sollen die Fahnen Kienen, und die 22namige Aleph garde der Offenbarung soll ihre Wächterin sein! Diesem Sinai, auf dem der Ernst des Gesetzes lagert,.hat der ewige Gesetzgeber gleichwohl wie einem „Weinhause" einen grünen Kranz zum Symbol gegeben. Hier soll dem Geiste des edlen Frohsinns der edle Trunk kredenzt werden! Und von hier aus soll Israel seine Fahnen in die Welt hineintragen. Die Fahnen sind Engelschaaren entlehnt und bedeuten den Frieden. „Wir wollen jubeln ob Deiner Hilfe, und im Namen unseres Gottes das Panier erheben. So bewahrheitet es sich: der ewige Gott'erfüllt all Dein Begehr!" Lebensfreude und Lebensfriede gehen für Israel Hand in Hand, wie jene Himmelsschaaren im Gottesgeleit, von welchen Israel die Fahnen borgt. VH. •» "»-«2) ^»-2» wS» rron n n2w irrv nniai rn rrcn 'Zvn rrsS» ':»a nnv bi nw waw prw ivdv o*S .<e» ">2ic2 n'nx njm re ner>‘ *oi SrriV'v Es lehren die Rabbanim: Es heißt (l V 10. 36). „Und so sie (die Lade) ruhete, sprach er: Laß zur Ruhe gelangen, Gott! die Myriaden der Stämme Israels." Das will lehren, daß das Verweilen der göttlichen Erscheinung inmitten Israels eine Mindestzahl von zweiundzwanzigtansend, Männern des Volkes Israel bedinge. (Iebam. 63. B. kama 83 und Raschi z. a. St. kV. 10.) ' Erklärung. Die Agadisten haben hier ihren Ausspruch offenbar an die im Plural stehenden Worte irQ-i und *bS», die mindestens zweimal zehntausend und zweitausend bedeuten, angelehnt. Diese Anlehnung bliebe jedoch eine äußerliche und gäbe der angeführten Behauptung von der Anwesenheit per rirap in einer zum Mindesten aus 22.000 Mitgliedern bestehenden Gemeinschaft keinerlei innere Berechtigung. wenn wir diese nicht aus einer anderen Stelle herleiten könnten. Diese Stelle findet sich aber in kV. 8. 9, wo es heißt: ms Sd£r.x rfcnpm' nyo Sn» ‘ißS^Sn r» r2“pm S»2W» '32. Hier werden unter ''32 jn* Ss §k- Sw* ^22

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