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Der Israelit · 1904-08-08 · Heft 63 (8.8.1904) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 63 (8.8.1904)
Date
1904-08-08
Page
– (sequence 11)
Language
German
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1353 reits selbstständig gemacht. Ter Gesundheitszustand t war ein vorzüglicher. — Worte aufrichtigen Dankes werden Herrn Tr. Bärwald für die mühevolle Arbeit der Umarbeitung der Statuten und Herrn Instizrath Tr. Hecht für besten rastloses und erfolgreiches Mühen behufs Eintragung des Instituts in das Vereins register und last not. least den Bne Brith-Logen ausgesprochen. Mit dem Ausdrucke tiefer Wehmuth wird der Heimgang zwrier Förderer der Anstalt, des Herrn Rechtsanwalt Julius Platte s. A. und des Herrn Alphons Jacobson s. A.. beklagt. Die Summe der - im vergangenen Jahre aufgebrachten Spenden, Jahresbeiträge und Purimspenden beziffert sich ans 23,302.72 Mark. Möge dieses segensreiche Institut noch zahl reiche Förderer finden. Krefeld, 4. Aug. (Stiftung.) Demnächst werden die Zinsen der Rosine Mayer-Stiftung zum ersten Male vertheilt werden. Da diesmal Jahre in Betracht kommen, so sind 15.000 Mk. zur Verfügung. von denen 7500 Mk. auf Einlösung von Pfändern aus dem städtischen Leihhause und 7500 Ml. auf Unterstützung von alleinstehenden bedürftigen Wittwen entfallen. Rach den Bestimmungen sind diese Unterstützungen ans 100 - 200 Thalcr zu bemessen. Es können also diesmal höchstens 25 Wittwen mW je 500 Mark unterstützt werden, während nicht weniger als 525 Gesuche eingelaufen sind. Nordernen, Ende Aw. Die anhaltende heiße Witterung führt in diesem Jahre eine wahre Völker Wanderung an die Gestade der Nordsee, insbesondere aber nach Norderney. Liest man die täglich erscheinende .Kurtiste durch, dann findet man das rnp cP am stärksten vertreten. Doch in den jüdischen, gut geleiteten ' Restaurants (Hofmann's Hotel Falk und Hirsch's Restaurant Eohn) wird dieser Andrang nicht in glei chkm Maste verspürt, wenngleich zum Klagen für die Inhaber keinerlei Veranlassung vorliegt. Würden die jüdischen Kurgaste alle auf rituelle Kost reflektiren. war? sie ja leider nur zum geringeren Theile thun. dann gäbe es hier ein dankbares Feld für den Verein zur Errichtung ritueller Speisehäuser. Im Consum von Koscherfleisch ist der stärkste Schutz für die vielfach bedrohte nenr zu erblicken — man vergleiche die Berichte aus dem s. Zt. in Rostock stattgefundenen Fleischerkongrest — das sollten sich die Herren Staatsbürger jüdischen Glaubens ivie die Zionisten merken. Und nun gar die Synagoge, deren Vergrößerung. resp. Neubau schon seit mehreren Jahren geplant wird, sie müstte in Anbetracht der Statistik vielleicht zehn Mal grösser wie die jetzige, die etwa hundert Stände enthalt, gemacht werden. Im Ganzen aber leben hier, namentlich am Strande, alle Schattirungen in voller Eintracht friedlich nebeneinander. Ein trauriges Ereigniß. welches sich dieser Woche hier am Strande zugetragen, legte beredtes Zeugniß davon ab. Eit! Herr Dr. jr. Weil. Rechtsanwalt aus Prag, der am Montag hier eingeiroffen, bennhte Tags darauf die neueingerichteten sogenannten Sonnenbäder mit Turnübungen, als er plötzlich zusammenbrach und nach kaum fünf Minuten seinen Geist aufgab. Drei Aerzte der Badegesellschaft ivaren unmittelbar zur Stelle, doch war ihre Kunst vergebliche Mühe, auch der offizielle Badearzt. Sanitütsrath Dr. Vissering, war per Rad herbeigeeilt, fand 7 doch bereits eine Leiche vor. Sonnenstich war als die unmittelbare Ursache festgestellt worden. Die Leiche fand bereitwillige Aufnahme in der Leichenhalle auf dem evangelischen Friedhofe, während bei früheren Anlässen weniger Toleranz zur Geltung kam: westhalb auch, merkwürdiger Weise in einer am Montag, also Tags zuvor, stattgefundenen Sitzung die Errichtung einer jüdischen Leichenhalle beschlossen worden war. wofür die nöthigen Gelder, etwa tausend Mark, durch Veranstaltung einer Festvorstellungi?) beschafft werden sollten. Der leider gemeldete Trauerfall war dem Unternehmen eo ipso zu Hilfe gekommen, und die Gelder flössen schnell. Zur Vornahme der n-ns u. f. w. fanden sich sofort einige p-n Herren aus Hamburg. Halberstadt und Frankfurt bereit, und so wurde am Mittwoch die Leiche unter Observirung aller religionsgesetzlichen Vorschriften und sanitärer Anordnungen an's Schiff geleitet, um ab Norderney per Bahn nach Prag überführt zu werden. Herr Kaiserl. Rath Sigmund Kann aus Prag hatte die Ordnung des nicht unbedeutenden finanziellen Theils der Ueberfuhrung. inclus. der lokalen Kosten, übernommen, so daß die geplante Betheiligung der KUrgesellschaft nach dieser Richtung sich als unnöthig erwies. Mögen die so hart betroffenen alten Ellern des so jung Dahingeschiedenen Dr. Weil hat nur ein Alter von 33 Jahren erreicht und war unverheirathet — ihren Trost in dem tiefen Beileid der gesummten Nordernever Badegesellschaft finden, tvelcbes hier an dieser Stelle zum besonderen Ausdruck gebracht wird, nrrm bs r*? .ice» misro (c -trat H. B. Afrika. i5ape Dow«. (Die Grundsteinlegung der Neuen Synagoge.) Am 2. Juni legte Sir Walter. F. Hely-Hutchinson. Gouverneur der Cap- Colonie. in Gegenwart der jüdischen Honoratioren von Cape Town, einer Anzahl städtischer Behörden und Prediger verschiedener Glaubensbekenntnisse, den Grundstein zu der Neuen Synagoge in dem Gartentheik. in dem die jüdischen Schulen liegen. Unter den Zuschauern befanden sich u. a. der Dekan von Cape Town. Erzbischof Lightfodd, Rev. G. Willoüghby, Rev. A. Pitt. Rev. B. Evans und der Bürgermeister Mr. W. Thorne. der den Magistrat reprasentirte. Die Kinder der jüdischen Volksschulen begrüßten das Erscheinen des Gouverneurs mit der Nationalhymne. Rev. A. P. Bender hielt, unterstützt von Rev. E. Lyon»

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