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Der Israelit · 1904-03-24 · Heft 24 (24.3.1904) · page 28

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 24 (24.3.1904)
Date
1904-03-24
Page
– (sequence 28)
Language
German
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Koryphäe deS JudenthumS eben nur eine oder Fabel, ohne deren sonstige hohe Bedeutung zu ahnen. Mancher „Wissenschaftler" mag über d'-se „unverbürgten" Mittheilungen lächelnd „zur Tagesordnung übergehen"; der wahre Volkslehrer wird fie, und sei es auch nur als Anknüpfungspunkt, zu schätzen wissen. Dr. Löwenstein nimmt sehr oft Gelegenheit, auf solche lehrreiche Erzählungen, Sagen, Fabeln etc. hmzuweisen und gibt so dem Schüler Anlaß zum Fragen, dem Lehrer zu gemüthvoller Ausschmückung und Illustration seines Lehrstoffes. Auch dieser Umstand verdient Würdigung. Das Credo der modernen, wissenchaftl' -- gogit lautet im wesentlichen: Konzentrat', terrichts. Um werthvolle „Gesinnungsstoffe sämmtliche Unterrichtsfächer gruppiren, aus.i. geleitet und zu ihnen in Beziehung gesetzt werden, so daß also „Unterrichtseinheiten" entstehen. Es müssen demgemäß aber auch Schulthätigkeit und häusliche Selbstthätigkeit, Unterricht und Lektüre in enge Beziehungen zu einander gestellt werden. Auch das läßt sich hier leicht erreichen. Wer die prächtige Sammlung von Erzählungen kennt, die Dr. Lehmann s. A. unter dem Titel: „Aus Vergangenheit und Gegenwart" herausgegeben und zum großen Theil selbst verfaßt hat und nun das Löwenstein'sche Geschichtswerk durchstudirt, wird in beregter Hinsicht freudig überrascht werden (Akiba. Rabbi Joselmann. Süß Oppenheim. Des Königs Eidam. Der Königliche Resident u. v. a.) Eröffnet nicht diese Thatsache einen herrlichen Blick in die hoffnungsreiche Zukunft, die es vielleicht zu einer umfassenden Konzentration um den einen Gesinnungsstoff bringt: „Die unwandelbare Treue am göttlichen . Thorawort." Es ist naturgemäß, daß ein so umfangreiches Gebiet, wie eS die jüdische Geschichte darstellt, behufs gründlicher Durcharbeitung in der Schule eine Anzahl von Schuljahren erfordert. Das Löwenstein'sche Werk ist nun so geschickt verfaßt und angelegt, daß es von jüngeren wie von gereifteren Schülern mit Nutzen und Erfolg verwendet werden kann. So sehr die einfache, klare Sprache, die Uebersichtlichkeit und Beschränkung in dem Umfange der einzelnen Lehrpensen es geeignet für die jüngeren Schüler erscheinen läßt, ebenso sehr eignet es die strenge Wissenschaftlichkeit und besonders auch der Quellennachweis noch für höhere Jahrgänge. Jeder Pädagoge aber weiß, wie ersprießlich es für den Unterricht ist, nicht mit den Lehrbüchern wechseln zu müssen; bedeutet doch jeder Wechsel im Lehrpersonal, in den Lehrbüchern wie in der Lehrmethode eine schädigende Störung des gedeihlichen Unterrichtsbetriebes. Auch in materieller Hinsicht ist dieser Vorzug der jüdischen Geschichte von Dr. Löwenstein, wohl zu beachten. denn ein Schulbuch, durch mehrere Jahre benützbar, bedeutet eben eine jährliche Ersparniß, die manche Eltern wohlthätig empfinden mögen. Berücksichtigt man nun noch bei allem, daß die „Geschichte der Juden" von Dr. Löwenstein bei guter und eleganter Äusstattung, wie sie ja die moderne Schule im Interesse der „Kunst im Leben des Kindes" mit Recht als Forderung aufstellt, großem deutlichen Druck und vorzüglichem Papiere verhältnißmäßig billig ist (sie kostet gebunden Mk. 3.60), so darf man mit Recht wiinschen, daß das neu erschienene Buch w eiteste Verbreitung und Beachtung finden möge und so im Stande sei, nach des Verfassers Absicht durch Verbreitung von Kenntniß und Liebe der jüdischen Geschichte viel Segen zu stiften, das „Stiefkind" Jü» bische Geschichte in seine legitimen Rechte einzusehen. mm üHevn. -fi-B Der Schütz. {<?++ Mit dem Pfeil, dem Bogen Durch Gebirg und Thal, Kommt der Schutz gezogen, . . Früh am Morgenstrahl. - Wie im Reich der Lüfte, . König ist der Weih', Durch Gebirg und Klüfte / Herrscht der Schütze stet. t “i’sn 11 nvp2i D'sna! i nj?nai in yn Dirn n«a oiwn .ninrn yd» yx D'DI 011 bv IW» S|» f?Ö . o'iiD ista.p. * .11» *?wia iie

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