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Der Israelit · 1904-03-24 · Heft 24 (24.3.1904) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 24 (24.3.1904)
Date
1904-03-24
Page
– (sequence 12)
Language
German
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532 frieden. Die Gesellschaft hat Agenturen in allen Städten der Union und weiß, wo Bedarf nach den einzelnen Kategorien von Handwerkern. Arbeitern u. s. w. ist. Nun hat sich in Milwaukee ein großer Verein gebildet, der die Farmeransiedlung im großen Maßstabc betreiben will. Herr A. W. Ritsch aus Milwaukee ist deßbalb hier, um mit den beiden hiesigen Gesellschaften zu konferiren. NlttMugeii aus Leu W. Arwesvereiur» «ud für dlrlrstrs. (Sümmtliche jüd. Wanderbettelvereine «nv Kassen für Durchreisende sind gebeten, «nS MUthrUungen über Erfahrungen, die sie auf dem Gebiete ihrer Thütigkeit machen, rukommen zu laflen.) Burgknndstadt, im März. Im Israelit Nr. 74 vom 15. November 1902 erließ Herr Lehrer Jul. Rothschild von Reichelsheim (Odenwald) eine Warnung gegen Lehrer Meier Lindner, der sich auch Schome Lindner nennt. Dieser Mann sprach auch an hiesiger Kaffe vor. und als er merkte, daß ich ihn auf Grund vorgenannten Ausschreibens scharf kontrolirte, wurde er unwillig, nahm seine vorgelegten Papiere rasch wieder an sich und verschwand, ohne weiteren Unterstützungsanspruch mehr zu machen. Derselbe ist im Besitze verschiedener Papiere und Zeugniffe von Kultusgemeinden. auch ärztliches Zeugniß, weist eine Einzeichnungsliste von größeren Gaben vor, unter Angabe, daß er Lehrer und Kantor wäre und schon längere Zeit stellungslos sei. Außerdem führt er einen Paß auf den Namen Meier Linder — was auch sein wirklicher Name sein soll — mit sich. Meine Frage nach seinem Geburtsjahre konnte er gar nicht beantworten und gab hierauf an. daß dieses aus seinen Papieren ersichtlich sei. Da ich aus alledem Mißtrauen hegte, so erkundigte ich mich über denselben und erfuhr, daß er mit falschen Papieren reise, sich häufig längere Zeit in Nürnberg aufhalte, das Geld vergeude und unterstühungsunwürdig sei. Linder ist am 15. Febr. 1855 zu Wiznitz geboren, hat schlanke Figur, dunkles Haar und ebensolchen etwas melirtcn Spitzbart, trägt abwechselnd goldene Brille oder goldenen Zwicker, hat anfangs ein feines Auftreten, welches aber bei Ablehnung seines Gesuches sehr dreist wird. ' ' Israelit. Unterstützungskasse. v° . M, L o n n e r st ä d t e r. Berichtigungen. In der „Lltterarischen Beilage" zu Nr. 23 Ihres grsch. Blattes b» findet sich auf Seite 518 eine Recension über das in meinem Berlage erschienenen Gesangswerk ,Haggadah-Gesänge' von Zivi. Obwohl auf dem Umschlag und auf dem Titelblatt meine Firma deutlich — ohne jeden Zusatz — als Ve,lag angegeben ist. hat Ihr RccensentJ. L. das Werk als ,Zu beziehen durch den Verfasser' und meine Firma als „Commissionsverlag' bezeichnet. Dasselbe ist weder durch den Verfaffcr zu beziehen, noch Commifsionsoerlag, sondern mein Verlagscigenthum. I. Kauffmann. Buchhandlung. Frankfurt a. M. Der Art kel Berlin (Kritischer Reifebrief) in Nr. 2l, sollte »Aus Norddeutschland' datirt sein. In dem Eingesandt .Zur Controverse Lcrner—Ehrentreu' in Nr. 23, soll cs am Schluffe Rabbiner Israel Braun heißen und nicht .Dr.' I. B. Briefkasten der Kedactton. Auf verschiedene Anfragen: „Nri-Nri" ist an Pesach zum Genüsse verboten. »Uri-Uri" Gold und Silber müssen au Pesach sogar anS dem Haufe entfernt werden. Frau F. R. in Lt.: S. darf von Leidenden an Pesach genommen werden. Es ist jedoch gut, wenn man das dazu verwendete Geschirr gesondert hält. O. M.r Es ist fraglich, ob man überhaupt solche Maschinen kaschern kann. I. L.: Ja. Sie dürfen das Faß zu Pesachwaaren benutzen. Briefkasten der Expedition. Nr. 100 F. M. D.: Gütigst gesandte Beträge von M. 10.— und M. 3.— vom 28. Febr. und 5. März haben richtig erhalten, doch sind solche noch nicht zur Veröffentlichung gelangt und bezieht sich der verössentl. Betrag von M. 2.— aus eine frühere Sendung. MEU» Gegen Bleichsucht. |vj Blula—««1h,. Appetitlos^.:» re. Kein Blutpraparat, Glycerin- und Alkoholfrei! 150»] BrstanbtheUe: Rhodaueiseupeptonat SO”/,, Sirup simpl. 50*/,. DanUtn 0,0001. 2!?y 3» habe« In de« Apoth«ke«.?^p>L Bscutn $c Do.» Hanau n. M. Kennst Du lieber Leser die Reize einer I* ♦ großen Handelsmetropole? Hat Dich schon jemals das Gefühl beschlichen, nur ein ganz kleines Rädchen in dem großen Getriebe zu sein? Wenn nicht, so lenke Deine Schritte nach der englischen Hauptstadt! Tummele Dich in der City und sich Dir den Westen an und sei versichert, daß Du Dir dann einen sehr guten Appetit bolen wirst. Dann lenke Deine Schri te nach dem altberühmten Restaurant Cohn in der Houndsditsch 154. Fünf Minuten von der Bank of England entfernt, in der Nähe aller Börsen, unweit des jüdischen Ostendes und wenige Schritte von den großen. Synagogen entfernt, erfreut sich das Etablissement großen Zuspruchs von Glaubensgenossen aller Schattierungen, und zur Lunchzeit auch von vielen Andersgläubigen. Die Küche wird excclle:.t geleitet und die Bedienung ist Vorzüge lich. Das. Restaurant, das neuerdings in eür geräumiges Local übergcücdclt, ist mit elektrischem Licht, versehen, hat, Raum für 200 Personen und ist Dank der Liebenswürdigkeit des Wirthes höchst gemüthlich. Das Kaschruth steht unttt Aufsicht des Londoner RabblnatS.

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