Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 18 (3.3.1904)
- Date
- 1904-03-03
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
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-rchung der LUMten, wenn nicht auch hie und da auf Mas religiöse Leben der Eltern. ■ Hat nun der Lehrer in angegebener Weise mittet* durch die Eltern einen gewissen Einfluß auf die »er erhalten, indem» diese mit einer ehrfurchtsvollen u zu ihm emporblicken, so muß-er diesen poch zu. verstärken suchen-durch seinen Verkehr mit den Kindern > falbst, besonders durch Liebe und Entgegenkommen.. . IJe Kinder dürfen ihn nicht als Zuchtmeifter fürsten; sondern müssen ihn als väterlichen Fteund, als Wohl' ihäter erkennen. Nur ’m äußersten Nothfalle btfrf der Lebret ^uflwbt zum Stock nehmen. Verdient da^ Kind Strafe, so muß es wiAn, waruin es gestraft wird. Ebenso muß er Gerechtigkeit in der Behandlung der Kinder malten lassen. Mag das Kind vom'hohen oder' .Niedern Staube sein, mögen seine Eltern in der Gemeinde Einfluß haben oder nicht, in der Schule.gibt ec keinen Unterschied,-ein Kind muß dem Lehrer so nabe -stehen wie das andere. Dann wirkt ein Wort der Ermahnung weit mehr, als die härteste Strafe. Muß der Lehrer einmal ein»- Strafe cinfteten lasten', dann wirkt sie vor allem beschämend und sicher auch belfernd, denn je seltener dü- Strafe eintri'tt, desto empftndlicher und nachhaltiger wirkt.sie. Trifft da^ Kind ein Leid oder widerfährt ihm eine Freude, so be'zeilge er ibnr offenkundig seine Tbeilnahme, irnd-er gibt gleichzeitig dadurch ein edle- Beispiel pur Nack- Nachten: der Lebrer durch lein uftreten iu un.cürißer Schule den Boden im Kindergemmhe und im Kind'-rbfr^en gut bearbeitet, kann er die Saat seiner, Besebrungen getrost ausstreuen un'r* ne wnrd licfwx beiden finden. .Und zu Belehrungen gibt es überall, tu allen Unterrichtsfächern, Anhaltspunkte aenug^ Usber all lasten sich Beispiele von der Allmacht, Grötze, Güte u. s. m. des allgütig^n. Schöpfers bringen, überall Zeichen von seinem wunderbarett Wirken und W,alten. Und je Ifäimaet man diese dem Kinde vorsiibrt. desto besser. '„Steter Tropfen'höhlt de?. Stein";v$c öfter' und. je eindringlicher die Belebtunaen kommen, deito beffer bleiben sie haften und desto nachhaltiger muten sie' Die Belehrungen 'werden unterstützt-.. durch Hinweise auf unsere großen Glaubenshekden'/ die aus Liebe' zu Gott ihr höchstes, Uk Leben Hingaben, durch Bilder von großen Männern unseres Volkes, deren Tugenden beute noch alänzen und strahlen, und durch Bilder der Sünder und Verführer des Volkes und deren Bestrafung. Endlich kann, dem Kinde nicht genug die Beslimm'rritg des Menschen auf Erden k'lsrgelegt werden. Es muß begreifen lernen, daß es nicht um seintwillen, sondern nur als Diener des höchsten Schöpfers erschaffen-wurde. Die Vergänglichkeit alles Irdischen muh ihm zum Beweise werden, daß es -nicht durch Wohlleben, durch Änsammeln von irdischen GL - tern seine Aufgabe auf f^tben erfüllt., sondern nur durch Reinhaltung, seiner Seele durch Erlverb von Tugenden und durch Befolgen unserer heiligen Geseke und Vorschriften. . . Es gibt ja viele Lehrer, die in diesem Sinne; wirken und ich darfvoraussetzen, die größte Anzahl . derselben/ Aber viele von ihnen werden die bittere Er j fahrungrn machen oder gemacht haben, . das; alle ihre : Belehrungen nicht nachhaltig wirkten, daß ihre Schüler ' nach Entlassung aus der Schule'auf Abwege gerathen.! auch, weil die Eltern in ihrer Hast nach, irdischen j nichts mehr übrig haben, weil eben dxn Eltern dac- - irdische Wohlergehen höher lieht, als das ewige. Wob! und weil eben die Eltern in ihrdr Hast-nach.irdische: i Gütern Ihre -Linder nicht genug vor Versöhn».:,- :v ..mahrt haben. Gleichzeitig werden aber auch die meiü.-r die Erfahrung machen, daß wenn auch ihre Schule.-' ßch auf Abwegen besindcn. ne sich größtenteils scheue: diese» Abfalt vor ihren 'lugen zu bethätigen: der tt-'." ihrer Bemühungen ist also immer noch haften gebliebn-, lind - sollten auch alle Bemühungen des Lehre - vergebens fein und-sollten auch alle seine Belehrunaen aus schlechten Boden fallen, so darf er sich doch ins an? ni-nmermebr abbalten lassen, in diesem-Sinne;>i uü: len. Sein WahlGruch muß sein: - „ffiir. Bateriaa?. lulaube und ReligionWenn er gar sticht? xrreich'M ha! er weniastcno aas angenehme Beivußsein. se>r-: Pslievt getban ',n baden, .»:?> „Nack aethaner Arbeit is> gir: ruben." - ' G. Lprechfaal. ‘ Hob e-b a ch iWtbg.s, 2^. sfeb'-aa:. Anfrage.- Welche Leseart .st richtiger: Ester 2, mit A'ginvh auf btt und zwischen den bei^n andern Worten: oder ßdo.-r 'reampnnGl« mi: N'qinoh auf dem ziöeiten Worte und "pc z>"is-beu S, und « Dieselbe -fs-rage gilt für Ester K. 8, B. Ü. Die orthodoxe Bibelanstalt hat die erste Leseart: -Heiden heim und dir übrigen Ausgaben, soweit mir delamu, -che zweite, fsür die Richtigkeit der zweiten.Lesearr spricht meine Erfahrung. 5i. st, B. I. - - Lehrer B. i. fr lBernntwortlicke tfbbartion: 0 «c a r lletzmann in Main,. — Expedition de» ^«raelit". Schottstrabe Nr. 2. Main». Truck »nd Bl-rlaq der 7! o h. W i r i h' scheu Hofbuchdriiikere! Artirn-Wi-seklschaft in Main».