Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 16 (25.2.1904)
- Date
- 1904-02-25
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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M 16. 46. Jichrgim». Ei» Aentrat-Hrgan für das orthodoxe Iudenlyum. Begründet von' Dr. ITcljmcum in nnittf. Donnerstag, den S. Adar 5664. 25, Kebru ar 1904. s» Eine M-Slvk aboauirt mau bei alle» Postanstalten für die Monat IEE s v s auf den „Israelit". Dieser Preis tritt aber nur ei« bei Abonnements» welche rechtzeitig am Post-ZeitungSscdaltcr deS WohnsitzedeS Besteller- oder bei dem betrestenven LandbrtestrLger aufgeacben werden. Die Briefträger sind berechtigt den Abonnements-Betrag in den ersten 2b lagen des MonatS gegen Quittung in Empfang -u nehmen. Ausland entsprechend höher. Auf Wunsch Ermäßigung auf den Abonnementspreis. Die Expedition des «Israelit." Israels Leuchte. Line Betrachtung zu NM rar®. Von Lehrer Schloß—Aschersleben. irre *p jtt jcv i'bx binzn ^3 rx rrxr nrw .tm 13 n'hrb t.xs*? „Und du soll befehlen den Kindern Israels, daß sic dir nehmen reines, gestoßenes Olivenöl, unr ein beständiges Licht aufsteigen zu lassen." Diese Verordnung fand bei dem beständigen Lichte, das im Stiftszelte brannte, ihre Anwendung. Zn Folge dessen ergeht an dieser Stelle an Moses, bezw. an das Volk Israel der göttliche Befehl, diesem Lichte, um es in gleichmäßig schöner Helle zu erhalten, ein nur vorzügliches Olivenöl zuzuführen. Denn ein schönes Licht bedingt in erster Reihe ein reines, unverfälschtes Qel. Trifft dies bei allen Lichtern zu. so läßt es sich wohl daraus schließen, welche Vorsicht dann bei dem in den heiligen Raumen strahlenden Lichte — dem Zeichen einer hehren Leuchte — angewandt werden mußte; denn ist das Oel nicht rein und lauter, so kann von einem hellen Lichte keine Rede sein, hingegen ein vorzügliches Oel eine prachtvolle Flamme zeitigt. Und wenn diese hell erstrahlt, so ist der Zweck des ganzen Beleuchtungskörpers erfüllt. Zum erwähnten Textworte liefert nun rwbp in 'bzc folgenden Kommentar: *vk ni'w rrara ir ' Tenn eine Leuchte ist das Gebot, die Lehre ein Licht. Unter ra Leuchte in diesem Sinne ist ein ganzer, resp. vollkommener Beleuchtungsapparat zu verstehen, beispielsweise eine mit Brennstoff angefüllte und in Tätigkeit sich befindliche Lampe, während das 1:« Licht nur die eigentliche Flamme bedeuten soll. Kann nun eine todte Lampe, d. h. ohne Flamme, nicht ihren Zweck erfüllen, so ist andererseits die Flamme auf das zu ihr gehörige Beleuchtungsgeräth angewiesen, um in Verbindung mit diesem ihrer eigentlichen Bestimmung entgegen zu gehen. Somit bildet das •>; die Leuchte, die logische Folge des mmx der Flamme, bezw. deren Vervollkommnung, das Ganze. Die Thora ist nun als eine Flamme, die Trara das Gebot als ra eine Leuchte dargestellt und besagt deßhalb Folgendes: Wie nun die Leuchte ihre Bestimmung nicht erreichen kann, so ist im Vergleiche rrrn ohne .*rara ohne Bestand. Denn so sagen schon unsere Weisen in itcjk pr»: n-rrds noj |W rwn b-i rhzz ncrs Wo dem Studium der Thora die Bethätigung fehlt, ist dieses ohne Bestand. Andererseits ist nun auch die rrara ohne .nimeine halbe Sache; denn was nützt uns das Gebot, wenn wir seine Bedeutung nicht kennen? rrvji Lehre und rrara Bethätigung sind deßhalb unzertrennliche Faktoren. Jedem Lichte muß nun, soll es in Thätiakeit treten, ein Brennstoff zugefügt werden. Auch der Leuchte einer rrara: rrrai wird ein Brennstoff, ein Oel zu Theil, um sie lebenskräftig zu erhallen.