Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 62 (4.8.1904)
- Date
- 1904-08-04
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
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1339 Schutz zu suchen? Wie gerne hatte ich als junger Lehrer mich einem orthodoxen Lchrervereine angeschlossen. wie sehnsüchtig wartete ich darauf, das; ans den orthodoxen Lehre Zentren — Frankfurt a. 9ß.f Hamburg — der Ruf zur Sammlung an uns erginge, der die zerstreuten Gesinnungsgenossen einander nähere? zvp;\r n;y ,-.v *p px. Die erwartete Anregung und Ermunterung blieb aus. während die Gegenseite energisch und erfolgreich an der Arbeit war. Jetzt nach Jahrzehnten wird erklärt: Wir — d. h. die Herren Rabbiner — sind vor Gott und vor unserem Gewissen verpflichtet, einen orthodoxen Lehrerverband zu schaffen. Heber diese neue Gründung und ihr Ziel sich zu äußern. überlasse ich anderen Kölle gen. Wenn ich zum Schlüsse kurz retapitulireii darf, ergibt sich aus meinen Ausführungen wob? Folgendes: 1) Es trifft nicht zu, daß neologe und orthodoxe Lehrer ..zur Förderung des religiösen Lebens" einen Verband gegründet haben. Derselbe hat sich vielmehr durch Zusammenschluß längst bestehender Lchrervereine gebildet. 2) Die Vorwürfe, ich hätte in der Lehrerbildungskommission zur Empfehlung von r*re -sc rrrrp'e» erst geschwiegen, hernach mich mit einer nachträglichen Empfehlung vor einwandfreien Werken zufriedcngegeben. sind ungerechtfertigt, deßglcichen der aus den abgeleiteten Folgerungen entstandene Protest. Ich habe im damaligen Stadium der Verhandlungen geschwiegen, weil ich das Korreferat noch erwartete. Als wir durch unerwartete Veröffentlichung des Referates überrascht wurden, forderte ich öffentlich deutlich genug, zunächst das „orthodoxe" Korreferat herbcizuschassen. Hernach würden wir beide Arbeiten einer gründlichen Prüfung und Besprechung unterziehen, bevor die Werke offiziell der Lehrerschaft zur Fortbildung empfohlen werden. Als sich durch Ablehnung meines Referates die Parteilichkeit unserer Leitung zu doknmentiren schien, erklärte ich Öffentlich meinen Austritt auS der Kommission. -N Ans dem Verbände und der Verbandskasse auszntrcten. ist uns nnmöglich, da wir ersterem nur indirekt, letzterem überhaupt nicht angehören. Es kann sich also nur um-eventl. Austritt aus den Provinzialvercinen handeln. Da diese Vereine direkt uns nichts zu Leide gethan haben, andererseits >vir beim Austritte unserer wohlerworbenen Ansprüche auf Pcnsionsbestallung und Reliktenversorgnng verlustig gehen, erbitten wir die Entscheidung dreier religiousgcsetzlicher Autoritäten, ob ihnen unser Austritt als nothwendig oder wünschcnswerth erscheint. Ich überlasse es nun getrost dem ttrthcil des Schiedsgerichts und der Desfentlichkcit. zu entscheiden, ob das Vorgehen des Herrn Dr. Eabn in der bekannten Form berechtigt war und beruhige mich einstweilen mit dem Worte des Psalmisten: -b tz P'c-2e:n \re-n n-r. Wenn auch Fürsten mich grundlos verfolgten — wein Herz fürchtet nur — Deine Worte. uzr Anreisen. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Air pedarttou unternimmt nlttnul« tinr Prüfung in Kemg auf die rituelle AuverläMglrei» der angeprirfeneu Maaren. Die Serirher hoSv», weuu sie in dieser Ainftcht gesichert ü-ii, wou.n, die Anpreisungen. peserenren eic. selbst einer Tontroie rn unterwerfe«. Schlutz der Inseratenannahme ilt Net»: sur die Nkontnqsnnmmer, Sonntag Ariih i» Uhr. für die ponnrrstagsnnmmer, Mittwoch Mittag lit Uhr» Dlnser Klatt gelangt rrgrlmäklg Montag und pounrrstag tu den Atrndliunbru ,um Persand». Neclamattonen wegen ,n späten Gintreffrn» de» ttede «an bei der detrrffendra -lostaustalt ,u wachen. Sssertrn auf Thisscrannonreu werden täglich, mit Ausnahme von Kamstag wrttrrbrfSrdrrt. in großer Auswahl. Answahl» fendung gern zu Ticnstcn. Ili»7< -eantfurt a. SÄ. A »anffman«, Buchhandlung. 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