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Der Israelit · 1904-02-11 · Heft 12 (11.2.1904) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 12 (11.2.1904)
Date
1904-02-11
Page
– (sequence 12)
Language
German
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itcberloufcr nicht und ersuchten den Senat, oie Behörden anzuweisen. künftighin in den Paffen getaufter Juden derartige Vermerke nicht zn machen. Der S'e'naP wies diese Bitte zurück und erklärte außerdem, daß die Behörden verpflichtet sind, in den Paffen getaufter'^nden nicht nur den Vermerk „Vom Judenthum zur Orthodoxie ndergetreten" zu machen, sondern sogär den Namen zu bezeichnen, welchen der Getaufte früher trug.- Es wird somit den getauften Juden in Rußland nichts nützen: Man wird sogar ihren früheren jüdischen Namen kennen. Letzte Nachrichte«. Frankfurt a. M. Der Vorstand der Nabbinercommission der „Freien -Vereinigung für die Interessen des orthodoxen. Jndenthums", hat gemäß den Beschlüssen der jüngsten Generalversammlung folgende ^SÜtze.bezüglich Leichcnverbrennung festgestellt: - - : .1.. Es gibt nach unserem heiligen Religionsgesetz tkeine anvere Bestattungsart als Beerdigung. ' L. Jede Verletzung der Leiche ift streng .verboten, also ist auch aus diesem Grunde das Verbrennen der Leiche untersagt. / 3. ES besteht keine religiöse Verbindlichkeit, ans eine letziwillige Bestimmung hin, die Leichenverbrennung vornehmen zu lassen. 4. Die Beerdigungsbrüderschaften dürfen ihre Dienste bei keiner Leiche ausüben, sobald es feftsteht, Datz dieselbe verbrannt wird. 7 5. Der Rabbiner darf eine Leiche, die ver- ' bräunt werden soll, nicht begleiten und auch keine Trauerrede in solchem Falle Halle«. 6. Die Asche einer verbrannten Leiche darf aus de»» jüdischen Friedhof nicht betgesetzt werden. vermischtes. WorrrrS, 4. Februar. Der Synagogendiener der isr. ' Gemeinde, Herr S. Weiß, beging gestern fein 25 jähriges Dienstjubilaum. . ''' Leipzig, 8. Februar. Zur Ernennung des jüdischen OberlandcLgerichlsrathes Dr. Sommer bemerkt die hic- 4iae Volks;citung:.^Uns Sozialdemokraten ist cs vollständig .gleichgültig,'yb wir von christlichen oder von jüdischen Richtern aStzeurtheilt werden. Uns sind alle Juristen gleich .lieb-. ÜrrS (^üddeutschkand. Ist. Febr. In döm p.n den HereroS belagert gewesenen Okahandja in Südwestafrika »bcsiMt-M.-auch'«in »Sohn des Naphtall Heildronner 1 jjf3mo>k . ciucr^.von .demselben eingetroff.neü t, bandet-er sich rvchl.^Von.-Mrrkels- T:’-i'cüi xiÄscher Oce Soldat desril. SeehatäiÜöntz 'vr'IwilC:-»ü'.vh0fLn>-Vetüh'ärd- Strarrß, 'freiwillig der' militärische Expedition gegen die HereroS augeschloffen. Wien. Dieser Tage verschied Herr Samuel Lichtschein, der das hohe Alter von 96 Jahren erreichte. Ec war eine echt aktjüdischc Figur und harte alle die Vorzüge des Ghetto in unsere Zeit hinvbergcrctt^t. Er gehörte zu den wenigen, die sich die Well nickt anders vorstellcn, als es sich unsere alten Juden autzmalttn. Er gcbörte zu den emsigen Bcsuckcr» drs Schisfschul-Bcth-hamidrasch. Er wohnte in einem äußeren Bezirke (Hernals) und scheute als Greis die Muhe dcs weitcn Wcgcs nickt. Den sttzt.n Jom Kippur verbrachte er de» ganzen Tag stehend im Tempel Sein Lcichenbechngniß gab ein beredtes Zeichen von den Sympathien, die msem schlichten Greise und liesteligiöscn Manne entgegen gebracht wurden. Wilna. In letzter Zeit haben die Acciscnvcrwaltungen in Rußland olle Gesuche von Juden um Erlaubniß zur Eröffnung von Bicrhallcn und Weinhandlungen zurückgewicfen und die Erneuerung der bereits ertheilten Bewilligung verweigert. Motiviert wurde die Maßnahme damit, daß in nächster Zeit den Juden der Handel mit Bier und Wein überhaupt verboten werden soll. Duua-Szerdahely. Am 27. Januar verschied hier nach zweiwöchcntlichcr schwerer Krankheit der Cynagogendiencr Wilhelm Fleischmann, der fast 35 Jahre hier segensreich gewirkt. An seiner Bahre hielt Herr Rabbiner Mayer Aszad, Sohn unseres allbekannten gelehrten Oberrabb. eine tief ergreifende Trauerrede, wobei kein Auge trocken blieb. Friede seiner Asche. .VzHHn. Briefkasten der Kedaetion. A. C. in Str.: Leider nicht verwendbar. c*n dem Inserat „(ritul“ in Nummer 10 dieses Blattes war der Preis per Psd. 1.40 Mk Postkolli franko 12.80 Mk. angegeben: es muh aber per Psv. 70 Pfg^ Postkolli franko 6.5V Mt. hcitzen. ,vas mir hiermit berichtigen. Sk &SkS£^(&(^'SkSki ist Zecht««»! - LL^träge für die }J§0j. j)tlrim-Nummer 4 rWwerden schon jetzt «ntgegen- |Au genommen. . llkdaclio» bea „Israelit." F~ Ahreffeuvrranderuugeir unserer werthe» . Abounenten wollen unS gefl. rechtzeitig mitgetheilt werden, damit in der Zusendung deS .Blattes keine Uuterbrechuug eiutritt«

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