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Der Israelit · 1904-01-28 · Heft 8 (28.1.1904) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 8 (28.1.1904)
Date
1904-01-28
Page
– (sequence 17)
Language
German
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45. Jahrgang.;« 8 MgesWt W Wt -ks ZÄkchM. (Fortsetzung.) Die Bestimmung unseres Volkes als Bewahrer und Verkünder der Wahrheit ist nur eine temporare, bis endlich die Wahrheit eingesehen wird, dann aber wird die Paradiesesseligkeit' allen Menschen zu Theil werden. Sinnig drückt Targum Jonatan z. St. diesen Gedanken aus, indem er das erste c-sw (V. 7) mit smpa w2 *jnn .dieTrmprlthsrr", das zweite (V. 9) aber mit pm xrua nnn .die Paradiese s- Pforten" wiet«rgibt. Es dürste auch nach der oben versuchten Deutung der Schlußverse begreiflich sein, daß Raschi den Ausdruck ob? tjid nicht zu Vers 7, wo er zuerst angewendet wird, sondern erst zu Vers 9 «klart, denn hier nur hat vbw 'nnv die Bedeutung mbv jmrsp» cnriD .Thore, deren Heiligkeit eine immerwahrende." Daß aber nicht von Anfang an die Menschheit die Wahrheit erkannt, daß sie die Wanderung antreten mußte aus dem Paradies hinaus, in den Kampf mit der Natur — mit sich — und durch den Kampf erst das Paradies sich wieder erringen könne, daß eine solche im 24. Kapitel c'brv) geschilderte Doppelerziehung der Menschheit sich als Nothwendigkeit herausstellte, das ist das Charakteristikon des ersten Jahrtausends der Weltschöpfung, welches begönnen mit der Einsetzung des Menschen zum Herrscher der Natur, und geschloffen mit dem Hoffen auf einen Tröster und Befreier von dem allgemeinen Elend?) II. Der Orient. Bedeutsam tragt der '2 e.' uv **cro die Überschrift mp »xjS -np Mitten aus dem allgemeinen Untergang ihrer Familien wurden die Sohne Korachs gerettet, um Leiter und Sänger (nn mp *,32 ’N-xrr) ihres Volkes zu sein und bilden so den lebenden Beweis für den Ausspruch unserer Weisen s. A. *) in» pr *o Ria drsn ,noixö binar #mro errctPp» mx xb xvvv ob? bv rtn> xb p *12 ’o ,p mr w ,p twv *c ,nn zb'V'z .Wer gestaltet Reines aus Unreinem, ist es nicht der Ewige (Hiob 14,4). So stammt Abraham von Terach, Israel von den anderen Völkern, die kommende Welt von der gegenwartyeM, wer hat solches gethan, wer es 1) ro — 'u£u*srpoo uonj'im — Seine Geburt fallt fast genau auf da» Jahr 1000 nach der Wsltschbpfung. Wenn wir im übrigen nicht genau ein Jahrtausend obzirkeln, so folge« wir nur pm an oben angeführter Stelle. 2) Midrasch R. Anfang rpm. zum Gesetz gemacht, wer es angeordnet, ist er nicht der Einzige (Schöpfer und Erhalter) der Welt?" Diese trostvolle Wahrheit ist es, welche wir als oberstes Waltungsprinzip Gottes in der Geschichte et* kennen. So war eine ganze entartete Menschheit hinweggespült worden und Noas Familie allein übrigae» blieben. Es bedarf wohl nicht des besonderen Nachweises, daß es für unsere Thora nicht ohne Bedeutung ist, die drei Söhne Noas, die Väter der zukünftigen Menschheit, in ihrer verschiedenartigen Eigenschaft zu et» kennen.') nw von t»b\ nr®, roc der dem Schönen zustrebende, dem äußerlichen Eindruck osfensiehende, demzufolge lautet auch der Segen Noa's für ihn: .Gemüther öffnet Gott dem Japhet.') Seine Nachkommen sind die indogermanischen Volker. w der Name, der Namcngebet, der hauptsächlich auf geistigem Gebiet sich bethätigende, seine Nach« kommen sind außer unserem Volke hauptsächlich die Araber und Syrer. Endlich er» der Heiße, Sinnliche; seine Nachkommen sind hauptsächlich Asyrer, Babylonier, Aegypter und Phöniker?) Diese drei Seiten, die das ganze Seelenleben deS Menschen ausmachen, sind Wollen ,(rn) E mp f 1n» d e n (nw) Denken (er). Wir glauben nun drei große Hauptstadien im Verlaufe der Menschheitsentwicklung unterscheiden zu können. Die erste von der Gründung.des assyrischen Reiches an bis zu den Griechen, als diejenige Periode, in welcher das chamitische Prinzip deS Wolle n s das Herrschende. Die zweite griechisch-römische Periode, in welcher das japhetische Empfinden die Hauptrolle spielte, und die dritte darauffolgende Periode, mit dem semitischen Denken als Charakteristika». Die beiden letzteren Perioden werden wir, so Gott will, später eingehend beleuchten. Bevor wir nup mit der Betrachtung der ersten beginnen, möchten wir die einleitende Bemerkung vorausschicken, daß daS Gesagte keineswegs so aufzufaffen sei, als ob in der beir. Zeitperiode nur Geist oder Gemüth u. s. w. gewesen wäre. Sondern ebenso wie bei jedem einzelnen Menschen alle drei Seelenrichtungen vorhanden sind, eine jedoch vorherrschend und deßhalb bezeichnend ist, ebenso bei Völkern. Es sind ferner wie bei allen Dingen, auch hier Mittelglieder (s. z. B. zwischen der ersten und zweiten Periode die Perser) gewesen. ES ist ab«, wenn unsere Annahme richtig ist, wohl hier daS erhabenste Beispiel für jene liebende Fürsorge GotteS. 31 Bergl. Hirsch 'Kommentar z. St. 4) Bergl. Lepsin«.

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